Eine Schule von innen.
Schulbildung befreit Mädchen und Jungen aus unmenschlichen Arbeitsverhältnissen. © M. Stahl / MISEREOR
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Indien - Kinderarbeit wirksam bekämpfen

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Mädchen und Jungen werden aus unmenschlichen Arbeitsverhältnissen befreit.  Ihre Spende finanziert Unterricht, Ausbildung und Hilfen für die Familien. Ein Weg, um ausbeuterische Kinderarbeit zu beenden.

Millionen Mädchen und Jungen zwischen fünf und 14 Jahren sind in Indien zu Kinderarbeit gezwungen. Sie besuchen keine Schule, weil ihre armen Eltern sie zur Arbeit schicken müssen.

MISEREOR setzt auf ein ganzheitliches Konzept gegen Kinderarbeit. Kinder brauchen Unterricht und Ausbildung und einen Beruf, der eine Perspektive bietet. Die Lebensbedingungen ihrer Familien müssen verbessert werden, damit Kinder nicht zur Arbeit gezwungen sind.

Befreiung aus der Schmuckindustrie

In einem Slum im Agra-Distrikt im indischen Bundestaat Uttar Pradesh stellte Manisha zwölf Stunden täglich gläserne Armreifen her und atmete die giftigen Dämpfe des Bunsenbrenners ein. Sie verdiente einen Dollar pro Tag.

Schule statt Kinderarbeit

Ein Sozialarbeiter der MISEREOR-Partnerorganisation Vikas Sansthan überzeugte ihre Eltern, das Mädchen zur Schule zu schicken. Manishas Mutter erhielt einen Kredit und machte sich als Schneiderin selbstständig. Kinderkomitees, Selbsthilfegruppen für Mütter sowie Bildungsarbeit gehören zu diesem ganzheitlichen Projekt.

Auf staatliche Schulen vorbereiten

Gegen die Kinderarbeit in indischen Sandsteinminen wendet sich der MISEREOR-Partner Gramya Sansthan. In mehreren Bildungszentren werden ehemalige Kinderarbeiter an das Niveau von staatlichen Schulen herangeführt, damit sie dort einen Abschluss machen können.

Teppichkinder lernen Lesen, Schreiben und Rechnen

Die Entwicklungsorganisation der Erzdiözese Agra lehrt ehemalige Kinderarbeiter aus der Teppichindustrie in 30 Bildungseinrichtungen Lesen, Schreiben und Rechnen. In Kampagnen klärt sie über den Zusammenhang von mangelnder Schulbildung und ausbeuterischen Arbeitsverhältnissen auf.

Kalkutta – Lernen auf der Müllkippe

In einer kleinen Halle neben einer Müllkippe in einem Armenviertel von Kalkutta bietet die "Vereinigung der Müllsammlerinnen von Tiljala" (T-Shed) dank MISEREOR Unterricht an. Hier  lernen Kinder nach dem Müllsammeln Lesen, Schreiben und Rechnen, damit sie eine Ausbildung machen können und sich eine Alternative zum Müllsammeln schaffen.

Der Unterricht ist Teil eines umfangreichen Programms für die Familien, die vom Müll leben: Vermarktung des Mülls, Schaffung alternativer Einkommensquellen, Aufklärungs- und Bildungsprogramme für Frauen und Kinder, Gesundheitsprogramm sowie Lobby- und Öffentlichkeitsarbeit für bessere Lebensbedingungen.

Für unsere umfassenden Projekte gegen Kinderarbeit bitten wir um Ihre Spende.


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50 € kosten Schiefertafeln und Kreide für 100 Kinder.
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Das Land und unsere Partner

Indien

MISEREOR ist seit 1959 in Indien tätig. Im letzten Jahr wurden 124 Projekte mit 17,24 Millionen Euro neu bewilligt. Der Schwerpunkt unserer Arbeit ist die soziale, wirtschaftliche und politische Integration ausgeschlossener Bevölkerungsgruppen.

Projektpartner vor Ort

Im Kampf gegen Kinderarbeit und ihre Folgen arbeitet MISEREOR in Indien u.a. mit folgenden Partnerorganisationen zusammen:

Vikas Sansthan: Die Organisation engagiert sich seit 1994 gegen Kinderarbeit. Die Mitarbeiter führen Maßnahmen zur Rehabilitation ehemaliger Kinderarbeiter aus der Glas- und Schmuckindustrie durch und setzen sich aktiv für die Einhaltung von Kinderrechten ein.

Gramya Sansthan ist eine 1990 gegründete Nichtregierungsorganisation, die sich im indischen Bundesstaat Uttar Pradesh gegen Kinderarbeit und für die Armen engagiert. Die von Frauen geleitete Initiative beschäftigt 25 Vollzeit-Mitarbeiter und 13 Freiwillige.

Agra Catholic Diocese Samaj Seva Sansthan (ACDSSS): Die Entwicklungsorganisation der Erzdiözese Agra arbeitet seit langem in den Bereichen Selbsthilfeförderung, Bildung und Gesundheit im Bundesstaat Uttar Pradesh. Seit 2005 setzt sich die Organisation auch für die Bekämpfung und Vorbeugung von Kinderarbeit ein.

T-SHED (Tiljala Society for Human & Educational Development) fördert seit 1995 die Armen in den Slums von Kalkutta. Die Initiative unterstützte u.a. die Gründung der "Müllsammlerinnen- und Müllsammler-Vereinigung", die seit 1999 selbstständig die Sammlung und den Verkauf von Recycling-Material organisiert.

Junge mit Lastenfahrrad, auf dem sich Kartons und Müllsäcke stapeln.
© U. Meissner/MISEREOR

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