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      Thema - Städte für die Armen

      Für ein Leben in Würde

      Mehr als vier Milliarden Menschen leben heute in Städten. Über ein Drittel davon in Armenvierteln. Von einem würdevollen Leben sind deren Bewohner oft weit entfernt. Trotzdem leben viele Menschen in "Slums" die Initiative und den Wandel.

      Armut gepaart mit Unsicherheit

      Nach UN-Angaben leben mehr als eine Milliarde Menschen in sogenannten "Slums". Dort wohnen sie in beengten, provisorischen Behausungen, ohne Wasserversorgung, Sanitäranlagen und Müllabfuhr. Auch Ärzte, Krankenhäuser oder Schulen sucht man in diesen Armenvierteln oft vergebens - ebenso eine Bibliothek, Grünflächen oder auch nur eine Bushaltestelle.

      Für viele Stadtverwaltungen scheinen Armen nicht Teil ihrer Stadt zu sein. Diese Abwesenheit von städtischen Institutionen bis hin zur Polizei führt auch zu physischer Unsicherheit und verhindert politische Teilhabe. Viele Arme leben ohne bürgerliche Rechte und Eigentumstitel ständig in der Gefahr, vertrieben zu werden. Ihr Zuhause muss weichen, für Autobahnen, Luxuswohnraum und leider auch immer öfter, um Maßnahmen zum Schutz vor Katastrophen durchzusetzen, da informelle Siedlungen häufig in Gefahrenzonen liegen.


      Newsletter Politik

      Informieren Sie sich über unsere Arbeit zu politischen und wirtschaftlichen Themen.


      Eigeninitiative und Kampfgeist

      Wer in einem Armenvierteln lebt, ist gewohnt, sich um fast alles selber zu kümmern. Auf diese Eigeninitiative bauen die Partnerorganisationen von MISEREOR. Dort arbeiten Architekten und Ingenieurinnen mit Sozialarbeitern und Juristinnen zusammen.

      Sie unterstützen die Menschen dabei,

      • ihre Häuser und ihr Viertel zu verbessern und sicherer zu machen;
      • sich zu organisieren;
      • ihre Rechte gegenüber der Stadtverwaltung durchzusetzen;
      • gegen Vertreibung und für ein Bleiberecht zu kämpfen;
      • bei Umsiedlungen angemessen entschädigt zu werden;
      • Zugang zu Wasserversorgung und Elektrizität zu erhalten;
      • sich vor Katastrophen zu schützen;
      • an politischen Prozessen teilzunehmen.

       

      Ich unterstütze MISEREOR-Projekte
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      MONATLICH
      10 € 50 € 189 € 300 €
      Wie Ihre Spende helfen kann: 50 Euro reichen aus, um 100 Straßenkinder in Indien mit Schiefertafeln und Kreide auszustatten.
      Spenden per Überweisung:      Konto 10 10 10      BLZ 370 601 93      Pax-Bank Aachen      IBAN DE75 3706 0193 0000 1010 10      BIC GENODED1PAX

      Projekte in der Stadt

      Die Städte der Armen sind geprägt von Ausgrenzung und Rechtlosigkeit. MISEREOR macht sich für die Menschen stark, die alleine zu schwach sind. Zwei Beispiele:

      Kambodscha - Hilfe für Menschen in Armenvierteln

      In Phnom Penh organsieren MISEREOR-Partnerorganisationen Lobbyarbeit, Hilfe und Rechtsberatung für Familien, die von Vertreibung betroffen sind. Darüber hinaus unterstützen sie die Menschen dabei, ihre Wohnbedingungen zu verbessern und ermöglichen Kindern den Schulbesuch.

      Die Organisationen "Sahmakum Teang Tnaut" (STT) und Urban Poor Women Development (UPDW)

      • setzen auf eine starke Eigenbeteiligung der betroffenen Bevölkerungsgruppen;
      • erstellen Katasterpläne und schützen so die Bewohner vor der Vertreibung;
      • informieren Bewohner über ihre Rechte;
      • unterstützen beim Einfordern von Rechten und Entschädigungen;
      • bauen Spar- und Kreditgruppen auf, die Reparaturen an Häusern finanzieren und Wohnviertel verbessern;
      • organisieren Kinderbetreuung für arbeitende Eltern und motivieren diese, ihre Kinder zur Schule zu schicken.

       


      Ecuador, Peru, Bolivien - Würdevoll leben und wohnen in Armenvierteln

      In Lima, Guayaquil und El Alto helfen MISEREOR-Partner Slumbewohnern, menschenwürdig zu wohnen und ihre Lebensverhältnisse zu verbessern. Ihre Arbeit reicht von konkreten Verbesserungen des Wohnumfeldes bis zur Beteiligung der Armen an politischen Prozessen.

      CIDAP in Lima, Peru

      • engagiert sich für Menschen, die unter illegalen Mülldeponien und Blei-Schmelzöfen leiden;
      • lässt Kinder mit Bleivergiftung medizinisch behandeln;
      • organisiert Kampagnen für Gesundheit und Umweltschutz;
      • saniert in verwahrlosten Vierteln des Zentrums von Lima heruntergekommene Häuser und installiert dort Gemeinschaftsduschen und Toiletten;
      • bietet für Kinder Tanz- und Theatergruppen sowie Sport und Ausflüge aufs Land an;
      • vertritt bei Behörden und Politikern die Interessen der armen Bewohner.

       

      Hogar de Cristo in Guayaqui, Ecuador

      • stellt aus Holz und Bambus Elemente für einfache Häuser her, die die Menschen selbst zusammenbauen;
      • finanziert über günstige Kredite Häuser für 360 Euro pro Haus;
      • hat so bis jetzt über 51.000 Häuser für rund 300.000 Menschen realisiert.

       

      FOCAPACI in El Alto, Bolivien

      • unterstützt Bürgerinitiativen, die die staatsbürgerlichen Rechte der Bewohner einfordern
      • und treibt so Anliegen wie Gesundheit, Bildung sowie Zugang zu Wasser und Strom voran.

        09.12.2015 - 08:24

        Klimaschutz darf nicht zu Lasten der ärmsten Bevölkerung gehen

        Die meisten Menschen denken beim Thema Klimawandel an rauchende Kraftwerksschlote. Almuth Schauber, Fachreferentin für städtische Entwicklung bei MISEREOR, hat jedoch die Skylines großer Städte vor…

        via Wordpress

        01.06.2015 - 09:05

        Brasilien: Anna – Hausbesetzerin und Kämpferin aus Leidenschaft

        Es gibt viele Menschen in Sao Paulo, die keine würdige Wohnung haben, um ein gutes Leben führen können. Immer mehr Favelas entstehen am Rande der Stadt, einfache Häuschen aus Holz, ohne Anbindung an…

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        28.01.2015 - 12:53

        Philippinen: „Rauchen ist hier nicht länger erlaubt“

        Wer hätte gedacht, dass das die ersten Worte sind, die wir im Rathaus Davao hören? Wir wollen doch erfahren, welche Wege die Stadtverwaltung mit den direkt Betroffenen vor Ort anstreben will, um den…

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        Positionspapier: Klimagerechtes Bauen
        Publikation

        Auf Basis langjähriger Erfahrungen von MISEREOR und seiner Partnerorganisationen werden im…

        Auf Basis langjähriger Erfahrungen von MISEREOR und seiner Partnerorganisationen werden im Positionspapier „Klimagerechtes Bauen“ Grundsätze für die Förderung von Projekten im Bausektor formuliert. Diese sollen als Leitlinien für die Projektarbeit dienen und gleichzeitig einen konstruktiven Dialog mit Entscheidungsträgerinnen und -trägern in Politik und Bauwirtschaft anstoßen.

        Neue Siedlungen und rasant wachsende Städte lassen den Bedarf nach Wohnraum und Infrastruktur stark ansteigen. Bauen wird daher oft notwendig. MISEREOR fördert Bauvorhaben seit vielen Jahren. Doch Bauen bedeutet immer auch einen Eingriff in bestehendes ökologisches System, weil es Energie, Ressourcen und Flächen verbraucht. Alle von MISEREOR geförderten Baumaßnahmen müssen bestimmte Qualitätskriterien erfüllen: Neben der Einhaltung von Bauordnungen und der Brandschutzregeln sind beim Entwurf und bei der Errichtung von Gebäuden kontextspezifische und klimatische Bedingungen sowie Anforderungen an den Klima- und Umweltschutz, die sozio-ökonomische Verträglichkeit sowie kulturelle Aspekte zu berücksichtigen. Im vorliegenden Positionspapier werden die Grundsätze von MISEREOR für klimagerechtes Bauen dargelegt.

        • Erscheinungsdatum: August 2019
        • Seitenzahl: 12
        • in Kürze auch als Print-Version bestellbar

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        Entwicklung findet Stadt - Städte als Brennpunkte globalen öko-sozialen Wandels
        Publikation

        Stadt und Entwicklung liegen eng beieinander. Wie werden die vorhandenen Potenziale genutzt? Wie…

        Stadt und Entwicklung liegen eng beieinander. Wie werden die vorhandenen Potenziale genutzt? Wie können Grundbedürfnisse befriedigt und Grundrechte umgesetzt werden?

        • Herausgeber: MISEREOR in Zusammenarbeit mit der Redaktion WELT-SICHTEN
        • Erscheinungsjahr: 2017
        • Seiten: 28

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        ÜberLebensRaum STADT - Die Verstädterung der Welt gestalten
        Publikation

        Die Verstädterung der Welt schreitet unaufhaltsam voran. Bis 2050 werden wohl schon zwei Drittel…

        Die Verstädterung der Welt schreitet unaufhaltsam voran. Bis 2050 werden wohl schon zwei Drittel der Weltbevölkerung in Städten wohnen.

        Wie aber können Stadt und Land lebenswert bleiben, zuträglich für Mensch und Umwelt? Ob Rüsselsheim oder Bangkok, ob Politik oder Papst, ob Christentum oder Buddhismus, ob Europa oder Afrika; ob Impression oder nüchterne Zahl, ob Kindheit oder Alter in der Stadt - in lyrischen und Sachtexten, Reportagen und Essays geben 35 kurze Beiträge Beobachtungen, Fakten, Ideen, Anregungen zum Nachdenken und für Gespräche in Gruppen, Kreisen und Kursen. Die bunte Vielfalt der Städte zeigen Fotos und ganzseitig künstlerische Arbeiten, zwölf davon liegen als Hochglanzkärtchen bei, etwa als Gesprächseinstieg. Die 27 Autor/innen kommen aus der Bildungsarbeit, Entwicklungszusammenarbeit und Wissenschaft. Ein Großteil der Künstler/innen sind Teilnehmer/innen von Fortbildungskursen der Herausgeber.

        • Herausgeber: MISEREOR/ ZASS-KAB/ KEB Deutschland,
        • Erscheinungsjahr: 2018
        • Seiten: 105 Seiten
        • Format: DIN A4
        • Im Eine-Welt-Shop bestellbar

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        Klimapolitik in Städten ohne Vertreibung
        Publikation

        Für eine Verankerung menschenrechtlicher Grundsätze in der städtischen Agenda. Ein…

        Für eine Verankerung menschenrechtlicher Grundsätze in der städtischen Agenda. Ein MISEREOR-Positionspapier zum 3. UN-Weltgipfel zu Wohnungswesen und nachhaltiger Stadtentwicklung (Habitat III).

        • Herausgeber: MISEREOR
        • Mai 2016
        • Seiten: 8

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        WeltRisikoBericht 2014
        Publikation

        Wie hängt das Katastrophenrisiko eines Landes mit der gesellschaftlichen Situation zusammen? Welchen…

        Wie hängt das Katastrophenrisiko eines Landes mit der gesellschaftlichen Situation zusammen? Welchen Einfluss haben Faktoren wie Regierungsführung, Qualität des öffentlichen Gesundheitssystems, Umweltsituation und Bildungsniveau auf die Gefährdung eines Landes durch Naturkatastrophen? Der WeltRisikoBericht versucht, Antworten auf diese Fragen zu geben. Im Jahr 2014 ist das Schwerpunktthema der Risikoraum Stadt.

        • Herausgeber: Bündnis Entwicklung Hilft & United Nations University - EHS
        • Erscheinungsjahr: 2014
        • Seiten: 74

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        Menschenwürdig leben. Kindern Zukunft geben!
        Bildungsmaterial

        Unter welchen Bedingungen leben Kinder und Jugendliche in Armenvierteln? Das behandelt dieser…

        Unter welchen Bedingungen leben Kinder und Jugendliche in Armenvierteln? Das behandelt dieser Grundlagenartikel beispielhaft an Nairobi, Kalkutta, Guatemala-Stadt und HongKong. Er thematisiert die Probleme, aber auch, welche Chancen entstehen, wenn Menschen sich für menschenwürdiges Leben einsetzen. Grundlagenartikel zur Fastenaktion 2012.

        • Herausgeber: MISEREOR
        • Erscheinungsjahr: 2011
        • Seiten: 36

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        Armut in der Stadt
        Bildungsmaterial

        Der Grundlagenartikel der Fastenaktion 2011 führt in das Thema „Armut in der Stadt“ ein. Sein…

        Der Grundlagenartikel der Fastenaktion 2011 führt in das Thema „Armut in der Stadt“ ein. Sein Anliegen ist es, Sachzusammenhänge in Kürze deutlich zu machen und Gesichter der Armut in den Elendsvierteln von Lima, Nairobi und Phnom Penh zu zeigen. Die Hauptststädte von Peru, Kenia und Kambodscha stehen stellvertretend für viele andere Großstädte des Südens, deren Bevölkerung – zum Teil zu 50 Prozent – in innerstädtischen sogenannten „Slums“ oder in Stadtrandsiedlungen lebt. In den Armenvierteln unterstützen MISEREOR-Partner die Menschen bei ihren Bemühungen, den Alltag zu gestalten, Einkommen zu finden und eine bessere Zukunft für sich und ihre Kinder zu schaffen.

        • Herausgeber: MISEREOR
        • Erscheinungsjahr: 2011
        • Seiten: 36

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        Das Bischöfliche Hilfswerk MISEREOR e. V. ist wegen Förderung der Entwicklungszusammenarbeit nach dem Freistellungsbescheid des Finanzamtes Aachen-Stadt, Steuer-Nr. 201/5900/5748, vom 07.03.2019 für das Jahr 2017 nach § 5 Abs. 1 Nr. 9 des Körperschaftsteuergesetzes von der Körperschaftsteuer befreit.