Eine Gruppe afrikanischer Kinder und Jugendliche versammeln sich um fünf afrikanische Frauen, die sich gegen die Genitalverstümmelung einsetzten
Kampf gegen eine grausame Tradition, die in vielen Ländern Afrikas bis heute praktiziert wird. © Kaefer / MISEREOR
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Afrika - Die weibliche Genitalverstümmelung stoppen

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Mit Ihrer Spende finanziert MISEREOR Aufklärung und Beratung gegen den grausamen Brauch der weiblichen Beschneidung in Tansania, Äthiopien, Mali und Ägypten.

In 28 Ländern Afrikas, in einigen Ländern des Nahen Ostens und in Teilen Asiens wird die Beschneidung, die Verstümmelung der weiblichen Scheide, bis heute praktiziert. Die uralte Tradition ist eine fundamentale Verletzung der Menschenrechte.

Die Mädchen und Frauen leiden oft ein Leben lang unter den Folgen des Eingriffs, der meist ohne Betäubung unter unhygienischen Bedingungen vorgenommen wird; mit Rasierklingen, Scheren, Scherben oder rostigen Messern.

Für ein selbstbestimmtes Leben von Frauen

Nicht selten sterben Mädchen und Frauen durch die Beschneidung. Mit MISEREOR engagieren sich Projektpartner in Tansania, Äthiopien, Mali und Ägypten gegen diese grausame Tradition und für ein selbstbestimmtes Leben der Frauen.

Erfolgreich gegen weibliche Beschneidung

Mitarbeiterinnen des Badessa-Frauenzentrums der Diözese Soddo-Hosanna in Äthiopien sprechen mit den Beschneiderinnen und Dorfältesten. Sie informieren die Bevölkerung über die Risiken und sie haben Erfolg: Die Beschneidungsrate ist in vielen Dörfern deutlich zurückgegangen.

Genitalverstümmelung noch weit verbreitet

Weibliche Genitalverstümmelung ist auch in Ägypten, Tansania und Mali noch weit verbreitet. In manchen Regionen sind bis zu 90 Prozent der Mädchen und Frauen betroffen. Auch hier unterstützen MISEREOR-Projekte Aufklärung und Beratung.

Innovative und hilfreiche Maßnahmen

Unsere Partner nutzen auch Radio, Kino und Theater für ihre Kampagnen. Sie organisieren Camps, um Jugendliche zu sensibilisieren. Zum Projekt gehören auch Beratungsstellen, Hausbesuche und Hilfe für die Opfer von Beschneidungen. Ehemalige Beschneiderinnen bekommen Hilfe, um ihren Lebensunterhalt zu sichern.

Gemeinsam gegen diese Menschenrechtsverletzung

Wie MISEREOR beziehen die Vereinten Nationen, die Weltgesundheitsorganisation (WHO) und zahlreiche Organisationen eindeutig Position gegen die weibliche Genitalverstümmelung.

Ihre Spende hilft, diese grausame Verletzung des Menschenrechts auf körperliche Unversehrtheit aus der Welt zu schaffen. Unterstützen Sie uns jetzt.

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50 € kostet die Umschulung einer ehemaligen Beschneiderin (z.B. zu einem Handwerksberuf).
Spenden per Überweisung:      IBAN DE75 3706 0193 0000 1010 10      BIC GENODED1PAX     Pax-Bank Aachen     Betreff: P10002 Afrika

Das Land und unsere Partner

Tansania, Äthiopien, Mali, Ägypten

Projektpartner vor Ort

Im Kampf gegen die weibliche Genitalverstümmelung arbeitet MISEREOR unter anderem mit folgenden Partnerorganisationen zusammen:

Projektpartner in Äthiopien ist die Diözese Soddo-Hosanna, die die Bevölkerung seit 2004 über die Risiken und Folgen der Genitalverstümmelung informiert. Zudem wendet sich die Diözese gegen weitere schädliche Praktiken wie die Frühverheiratung von Mädchen und die Entführung junger Frauen, um eine Eheschließung zu erzwingen.

Die Association Tagnè in Mali ist eine Basisgruppe von 15 Frauen, die sich nicht nur gegen weibliche Beschneidung, sondern auch für die Rechte der Frauen und Kinder sowie für Aids-Aufklärung einsetzt.

NAFGEM (Network Against Female Genital Mutilation) im Norden von Tansania ist eine unabhängige Nichtregierungsorganisation, die sich mit fünf weiteren Organisationen zu einer Koalition gegen weibliche Genitalverstümmelung zusammengeschlossen hat.

In Deutschland arbeitet MISEREOR im „Deutschen Netzwerk zur Überwindung weiblicher Genitalverstümmelung“ (INTEGRA) mit.


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Es kommt vor, dass für ein Spendenprojekt mehr Spenden eingehen, als MISEREOR bewilligt hat. Spendenprojekte stehen beispielhaft für die Arbeit in den von MISEREOR-geförderten Projekten weltweit. Sollte das Spendenaufkommen höher als die Summe sein, die MISEREOR mit den Projektträgern vereinbart hat, schreiben wir deshalb den Überschuss Projekten mit ähnlichem Konzept gut.