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      Thema – Menschenrechte

      Alles, was Menschen Recht ist

      In vielen MISEREOR-Projekten spielt der Kampf für Menschenrechte eine wichtige Rolle. Wir ergreifen Partei für die Opfer, unterstützen Anwältinnen und Anwälte, Aktivistinnen und Aktivisten und setzen uns politisch für die Stärkung der Menschenrechte ein.


      Menschenrechte gelten für alle Menschen

      Menschenrechte gelten überall und für alle – theoretisch. Praktisch sitzen Menschen hinter Gittern, weil sie Zeitungsartikel schreiben, werden ermordet, wenn sie streiken oder erleben, wie ihre Felder mit Öl verseucht werden. Obwohl alle UN-Mitgliedsstaaten die „Allgemeine Erklärung der Menschenrechte“ unterschrieben haben, erleiden selbst in Demokratien Menschen schwerste Menschenrechtsverletzungen. 

      Beispiel Mexiko: Mehr als 95.000 Verschwundene

      In Mexiko gelten offiziell mehr als 95.000 Menschen als vermisst – die Vereinten Nationen schätzen die Zahl sogar noch weitaus höher. Es kann jeden treffen: jung, alt, arm oder reich. Manchmal geht es darum, junge Frauen für die Zwangsprostitution zu kapern. Manchmal darum, vermeintliche Gegner aus dem Weg zu räumen. Wenn man die Leichen in Säure auflöst oder verbrennt, ist das eine Strategie, sich der strafrechtlichen Verfolgung zu entziehen – ohne Leiche, kein Delikt, argumentierten die Behörden lange. Meistens werden Männer zwischen 15 und 40 Jahren zum Opfer der Straftat. Zu der Gruppe der Verschwundenen zählen jedoch auch immer häufiger Kinder, Jugendliche und Frauen.

      Oft sind Polizisten, aktiv oder billigend, in die Taten verwickelt. Politiker schützen Verbrecherbosse und Justizbehörden lassen nicht ermitteln oder erheben keine Anklage. So enden maximal sechs Prozent aller Straftaten in einer Verurteilung.


      Das Phänomen "Verschwindenlassen" wurde 2015 medial bekannt, als in Mexiko 43 Student*innen aus Ayotzinapa entführt wurden. Das Internationale Übereinkommen zum Schutz aller Personen vor dem Verschwindenlassen definiert Verschwindenlassen als "die Festnahme, Haft, Entführung oder jede andere Form von Freiheitsentzug durch Bedienstete des Staates, durch eine Person oder durch Personengruppen, die mit der Erlaubnis, Unterstützung oder Duldung (billigende Inkaufnahme) des Staates handeln, gefolgt von der Weigerung, die Freiheitsberaubung zu bestätigen, oder von einer Verschleierung des Schicksals oder des Aufenthaltsortes der verschwundenen Person, wodurch sie dem Schutz des Gesetzes entzogen wird."


      Verschwindenlassen: Trauma für die ganze Gesellschaft

      Auf den Angehörigen und Betroffenen lastet ein hoher psychosozialer Druck: zum einen die oft jahrelange Ungewissheit, ob die geliebte Person überhaupt noch lebt, was ihr angetan wurde und zum anderen, ob man nun selbst bedroht, erpresst oder angegriffen wird. Gerade in finanziell weniger gut gestellten Familien kann das Verschwindenlassen den Rest der Familie in die Armut drängen. Aufklärungsversuche und das Einfordern der Menschenrechte können im schlimmsten Fall zur eigenen Ermordung führen. Insgesamt werde nicht nur betroffene Familien, sondern ganze Dörfer, Städte und Regionen in ein tiefes Trauma gestürzt und das Vertrauen in (rechts)staatliche Institutionen geht verloren, was Unruhen und Destabilisierung der Gesellschaft fördert .


      Mutiger Einsatz für Opfer und ihre Familien

      Die von Misereor unterstützte Menschenrechtsorganisation CADHAC hilft den Familien der Verschwundenen in ihrer Suche und steht ihnen mit psychosozialem und juristischem Beistand zur Seite.


      Beitragsbild zum Post 684

      Vom „Verschwindenlassen“ in Mexiko: Consuelo Morales Elizondo im Gespräch

      Consuelo Morales Elizondo ist die Direktorin der Menschenrechtsorganisation CADHAC. 2015 erhielt sie den französisch-deutschen Menschenrechtspreis „Gilberto Bosques“ für ihr…

      via Wordpress
      Beitragsbild zum Post 8814

      Folter und Justizwillkür in Mexiko: Erzwungene Geständnisse

      Seit Anfang der 2000er Jahre sind die Zahlen von Gewalt und Straflosigkeit in Mexiko alarmierend. Der Einsatz des Militärs durch den damaligen Präsidenten Calderón, ausgerufen als…

      via Wordpress

      Mirna Medina von der Organisation "Las Rastreadoras"  in Mexiko berichtet über die Suche von Angehörigen Verschwundener. Dolores González von der MISEREOR-Partnerorgansation Serapaz teilt ihre Einschätzung zur politischen Lage.


      Publikationen zum Thema

      Menschenrechtsverteidiger*innen in Kolumbien: Gefährliches Engagement

      Menschenrechtsverteidiger*innen in Kolumbien: Gefährliches Engagement

      Publikation

      Mit diesem Factsheet blickt die „Menschenrechtskoordination Kolumbien“ auf die Lage von

      Mit diesem Factsheet blickt die „Menschenrechtskoordination Kolumbien“ auf die Lage von Menschenrechtsverteidiger*innen in Kolumbien. Seit Unterzeichnung des Friedensvertrags 2016 hat sich ihre Situation nicht verbessert, im Gegenteil.

      • Herausgeber: MRKK – Menschenrechtskoordination Kolumbien; Erscheinungsjahr: März 2022

      Factsheet Kolumbien: Die Landfrage Ein Kernelement des Friedensabkommens mit der FARC-Guerrilla

      Factsheet Kolumbien: Die Landfrage Ein Kernelement des Friedensabkommens mit der FARC-Guerrilla

      Publikation

      Mit diesem Factsheet macht die „Menschenrechtskoordination Kolumbien“ auf die Konflikte um Land

      Mit diesem Factsheet macht die „Menschenrechtskoordination Kolumbien“ auf die Konflikte um Land aufmerksam. Sie stehen im Zentrum des bewaffneten Konflikts in Kolumbien, in der Umsetzung des Friedensabkommens macht die umfassende Landreform jedoch kaum Fortschritte. Um die erneute Ausbreitung des Konflikts zu bremsen, muss die Regierung ihre Implementierung stärker vorantreiben.

      • Herausgeber: MRKK – Menschenrechtskoordination Kolumbien; Erscheinungsjahr: März 2022

      Gewalt gegen Frauen und Mädchen in Mexiko

      Gewalt gegen Frauen und Mädchen in Mexiko

      Publikation

      Mit diesem Factsheet macht das Netzwerk "Deutsche Menschenrechtskoordination Mexiko" auf die Gewalt

      Mit diesem Factsheet macht das Netzwerk "Deutsche Menschenrechtskoordination Mexiko" auf die Gewalt gegen Frauen und Mädchen in Mexiko aufmerksam. Täglich leiden diese dort unter unzähligen Sexualstraftaten, unter Gewalt im häuslichen Umfeld durch Partner, im öffentlichen Raum durch Polizei oder Militär sowie unter Angriffen in den sozialen Medien.

      • Herausgeber: Netzwerk Deutsche Menschenrechtskoordination Mexiko
      • Erscheinungsjahr: 2021
      • Seiten: 2

      Orientierungsrahmen zur Kooperation mit indigenen Völkern und Gemeinschaften Lateinamerikas

      Orientierungsrahmen zur Kooperation mit indigenen Völkern und Gemeinschaften Lateinamerikas

      Publikation

      Die Bedrohungsszenarien für die indigene Bevölkerung erreichen aktuell eine neue Dynamik, auf die es

      Die Bedrohungsszenarien für die indigene Bevölkerung erreichen aktuell eine neue Dynamik, auf die es zu antworten gilt.

      Trotz der speziellen Rechte, die den Ureinwohnerinnen und Ureinwohner inzwischen in fast allen Staaten Lateinamerikas gewährt wurden, leiden sie sehr häufig weiterhin unter besonderer gesellschaftlicher und politischer Diskriminierung, Rassismus und Gewalt.

      Der Orientierungsrahmen wurde entwickelt, um die weitere Zusammenarbeit mit indigenen Völkern noch sensibler zu gestalten.

      • Herausgeber: MISEREOR; Brot für die Welt
      • Erscheinungsjahr: 2018
      • Seiten: 40

      Verschwindenlassen in Mexiko: Ein systematisch begangenes Verbrechen

      Verschwindenlassen in Mexiko: Ein systematisch begangenes Verbrechen

      Publikation

      Die Studie von MISEREOR, Brot für die Welt und der Deutschen Menschenrechtskoordination Mexiko

      Die Studie von MISEREOR, Brot für die Welt und der Deutschen Menschenrechtskoordination Mexiko belegt, dass es sich beim „Verschwindenlassen“ um ein systematisch begangenes Verbrechen handelt und formuliert Empfehlungen an die Bundesregierung und das EU-Parlament.

      • Herausgeber: Brot für die Welt, MISEREOR, Deutsche Menschenrechtskoordination Mexiko
      • Erscheinungsjahr: April 2018, 2. Ausgabe, aktualisiert und überarbeitet
      • Seiten: 28

      Bausteine für Andacht zum Internationalen Tag der Opfer des Verschwindenlassens

      Bausteine für Andacht zum Internationalen Tag der Opfer des Verschwindenlassens

      Gemeindematerial

      Nutzen Sie anlässlich des Gedenkens der Opfer von Menschenrechtsverletzungen am 30. August die

      Nutzen Sie anlässlich des Gedenkens der Opfer von Menschenrechtsverletzungen am 30. August die Bausteine für einen Gottesdienst oder Andacht.

      • Herausgeber: MISEREOR
      • Erscheinungsjahr: 2017
      • Seiten: 3


      Alles, was MENSCHEN RECHT ist

      Alles, was MENSCHEN RECHT ist

      Publikation

      Menschenrechte: Die Idee ist in den verschiedensten Kulturen und Religionen der Welt auf die eine

      Menschenrechte: Die Idee ist in den verschiedensten Kulturen und Religionen der Welt auf die eine oder andere Art wiederzufinden. Mehr erfahren Sie im Themenheftchen Menschenrechte.

      • Herausgeber: MISEREOR
      • Erscheinungsjahr: 2012
      • Seiten: 28

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      Das Bischöfliche Hilfswerk MISEREOR e. V. ist wegen Förderung der Entwicklungszusammenarbeit nach dem Freistellungsbescheid des Finanzamtes Aachen-Stadt, Steuer-Nr. 201/5900/5748, vom 28.09.2021 für das Jahr 2020 nach § 5 Abs. 1 Nr. 9 des Körperschaftsteuergesetzes von der Körperschaftsteuer befreit.