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      Thema – Menschenrechte

      Alles, was Menschen Recht ist

      In vielen MISEREOR-Projekten spielt der Kampf für Menschenrechte eine wichtige Rolle. Wir ergreifen Partei für die Opfer, unterstützen Anwältinnen und Anwälte, Aktivistinnen und Aktivisten und setzen uns politisch für die Stärkung der Menschenrechte ein.


      Meine Spende für Menschenrechtsarbeit in Mexiko
      1 Kommentare
      4 Menschen haben schon
      535 € online gespendet!

      Menschenrechte gelten für alle Menschen

      Menschenrechte gelten überall und für alle – theoretisch. Praktisch sitzen Menschen hinter Gittern, weil sie Zeitungsartikel schreiben, werden ermordet, wenn sie streiken oder erleben, wie ihre Felder mit Öl verseucht werden. Obwohl alle UN-Mitgliedsstaaten die „Allgemeine Erklärung der Menschenrechte“ unterschrieben haben, erleiden selbst in Demokratien Menschen schwerste Menschenrechtsverletzungen. Wie zum Beispiel die „Verschwundenen“ in Mexiko und ihre Familien.

      Mexiko: Mehr als 40.000 Verschwundene

      In Mexiko gelten offiziell 40.000 Menschen als vermisst – die Vereinten Nationen schätzen die Zahl sogar noch weitaus höher. Es kann jeden treffen: jung, alt, arm oder reich. Manchmal geht es darum, junge Frauen für die Zwangsprostitution zu kapern. Manchmal darum, vermeintliche Gegner aus dem Weg zu räumen. Wenn man die Leichen in Säure auflöst oder verbrennt, ist das eine Strategie, sich der strafrechtlichen Verfolgung zu entziehen – ohne Leiche, kein Delikt, argumentierten die Behörden lange.


      Oft sind Polizisten, aktiv oder billigend, in die Taten verwickelt. Politiker schützen Verbrecherbosse und Justizbehörden lassen nicht ermitteln oder erheben keine Anklage. So enden noch nicht einmal fünf Prozent aller Straftaten in einer Verurteilung.

      Mutiger Einsatz für Opfer und ihre Familien

      Die von MISEREOR unterstützte Menschenrechtsorganisation CADHAC hilft den Familien der Verschwundenen in ihrer Suche und steht ihnen mit psychosozialem und juristischem Beistand zur Seite.



      Was CADHAC bisher erreicht hat

      • Dank des Einsatzes von CADHAC wurden bis heute 69 Vermisste lebend gefunden. Von 90 Opfern konnten die Überreste identifiziert werden.
      • 2012 wurde in Nuevo León der Straftatbestand des Verschwindenlassens geschaffen und erstmals deshalb Ermittlungen aufgenommen. Seither wurden 63 Verdächtige festgenommen und 22 Urteile gefällt.
      • 2013 wurde ein Suchprotokoll erstellt, das der Polizei verbindliche Verhaltensanweisungen in Fällen des Verschwindenlassens gibt. Insbesondere gibt es keine Wartefrist von 72 Stunden mehr, bevor eine Anzeige angenommen wird.
      • 2014 wurde eine Sonder-Suchtruppe (GEBI) geschaffen, die bei Verschwindenlassen unmittelbar zum Einsatz kommt.
      • 2015 wurde ein Gesetz erlassen, das eine Abwesenheitserklärung bei Verschwindenlassen vorsieht. Dieses Gesetz klärt den legalen Status der Verschwundenen und ermöglicht den Angehörigen, Geschäfte (z.B. Hypothekenabzahlungen) im Namen der Verstorbenen zu tätigen oder das Sorgerecht für minderjährige Kinder übertragen zu bekommen.


      Vom „Verschwindenlassen“ in Mexiko: Consuelo Morales Elizondo im Gespräch

      Consuelo Morales Elizondo ist die Direktorin der Menschenrechtsorganisation CADHAC. 2015 erhielt sie den französisch-deutschen Menschenrechtspreis „Gilberto Bosques“ für ihr…

      via Wordpress

      Folter und Justizwillkür in Mexiko: Erzwungene Geständnisse

      Seit Anfang der 2000er Jahre sind die Zahlen von Gewalt und Straflosigkeit in Mexiko alarmierend. Der Einsatz des Militärs durch den damaligen Präsidenten Calderón, ausgerufen als…

      via Wordpress

      Mirna Medina von der Organisation "Las Rastreadoras"  in Mexiko berichtet über die Suche von Angehörigen Verschwundener. Dolores González von der MISEREOR-Partnerorgansation Serapaz teilt ihre Einschätzung zur politischen Lage.


      Publikationen zum Thema

      Orientierungsrahmen zur Kooperation mit indigenen Völkern und Gemeinschaften Lateinamerikas

      Publikation

      Die Bedrohungsszenarien für die indigene Bevölkerung erreichen aktuell eine neue Dynamik, auf die es

      Die Bedrohungsszenarien für die indigene Bevölkerung erreichen aktuell eine neue Dynamik, auf die es zu antworten gilt.

      Trotz der speziellen Rechte, die den Ureinwohnerinnen und Ureinwohner inzwischen in fast allen Staaten Lateinamerikas gewährt wurden, leiden sie sehr häufig weiterhin unter besonderer gesellschaftlicher und politischer Diskriminierung, Rassismus und Gewalt.

      Der Orientierungsrahmen wurde entwickelt, um die weitere Zusammenarbeit mit indigenen Völkern noch sensibler zu gestalten.

      • Herausgeber: MISEREOR; Brot für die Welt
      • Erscheinungsjahr: 2018
      • Seiten: 40

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      Verschwindenlassen in Mexiko: Ein systematisch begangenes Verbrechen

      Publikation

      Die Studie von MISEREOR, Brot für die Welt und der Deutschen Menschenrechtskoordination Mexiko

      Die Studie von MISEREOR, Brot für die Welt und der Deutschen Menschenrechtskoordination Mexiko belegt, dass es sich beim „Verschwindenlassen“ um ein systematisch begangenes Verbrechen handelt und formuliert Empfehlungen an die Bundesregierung und das EU-Parlament.

      • Herausgeber: Brot für die Welt, MISEREOR, Deutsche Menschenrechtskoordination Mexiko
      • Erscheinungsjahr: April 2018, 2. Ausgabe, aktualisiert und überarbeitet
      • Seiten: 28

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      Cover Bausteine Gedenken Mexiko

      Bausteine für Andacht zum Internationalen Tag der Opfer des Verschwindenlassens

      Gemeindematerial

      Nutzen Sie anlässlich des Gedenkens der Opfer von Menschenrechtsverletzungen am 30. August die

      Nutzen Sie anlässlich des Gedenkens der Opfer von Menschenrechtsverletzungen am 30. August die Bausteine für einen Gottesdienst oder Andacht.

      • Herausgeber: MISEREOR
      • Erscheinungsjahr: 2017
      • Seiten: 3

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      Alles, was MENSCHEN RECHT ist

      Publikation

      Menschenrechte: Die Idee ist in den verschiedensten Kulturen und Religionen der Welt auf die eine

      Menschenrechte: Die Idee ist in den verschiedensten Kulturen und Religionen der Welt auf die eine oder andere Art wiederzufinden. Mehr erfahren Sie im Themenheftchen Menschenrechte.

      • Herausgeber: MISEREOR
      • Erscheinungsjahr: 2012
      • Seiten: 28

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      Das Bischöfliche Hilfswerk MISEREOR e. V. ist wegen Förderung der Entwicklungszusammenarbeit nach dem Freistellungsbescheid des Finanzamtes Aachen-Stadt, Steuer-Nr. 201/5900/5748, vom 30.03.2020 für das Jahr 2018 nach § 5 Abs. 1 Nr. 9 des Körperschaftsteuergesetzes von der Körperschaftsteuer befreit.


      Kommentare unserer Spenderinnen und Spender


      Ich spende, da ich die Arbeit für die Angehörigen von Verschwundenen in Mexiko unterstützen möchte. Ich lese gerade Don Winslow das Kartell. Und mit ihrem Bericht verschwimmen die Grenzen von Fiktion und Realität noch mehr. Aber Menschen geben aus dem Glauben anderen Menschen eine Hoffnung und Mut zum Weiterleben.

      Dr. Stephan Engels