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      Thema - Welthandel

      Handel in den Dienst von Menschen und Umwelt stellen

      Ungerechte Handelsbedingungen führen in vielen Ländern der Welt zu Armut und Elend. Deshalb tritt MISEREOR für eine neue Handelspolitik ein, die Menschenrechte und Umwelt in den Mittelpunkt stellt.

      Hier finden Sie unsere Publikationen zum Thema

      Unternehmen neue Märkte öffnen und ein günstiges Klima für Investition schaffen – das ist bislang das vorrangige Ziel internationaler Handelspolitik Auf der Strecke bleiben dabei oft soziale Standards, Umweltschutz und Menschenrechte.   

      Handel für Alle?

      Auch die neue Handelsstrategie der EU unter dem Motto "Handel für Alle" zielt vor allem darauf ab, die Wettbewerbsfähigkeit und die Gewinnaussichten europäischer Unternehmen zu verbessern. Die EU fordert von anderen Staaten möglichst uneingeschränkten Marktzugang für ihre Güter, Dienstleistungen und Investitionen, ungehinderten Zugang zu öffentlichen Aufträgen und Rohstoffen sowie mehr Schutz von Investitionen und geistigem Eigentum. Das gilt für Handelsabkommen mit einzelnen Ländern wie auch bei der Welthandelsorganisation (WTO).


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      Bilaterale Handelsabkommen auf dem Vormarsch

      TTIP, das EU-Handelsabkommen mit den USA, ist einstweilen vom Tisch. Aber das CETA-Abkommen mit Kanada wurde mit nur geringfügigen Verbesserungen verabschiedet. Und was nur Wenige wissen: Ähnliche Abkommen strebt die EU auch mit zahlreichen Entwicklungs- und Schwellenländern an, z.B. den MERCOSUR-Staaten Argentinien, Brasilien, Paraguay und Uruguay,  mit Mexiko , Indonesien, den Philippinen und Indien. Über Investitionsschutzabkommen verhandelt sie mit China und Myanmar. Und mit den Ländern Afrikas, der Karibik und des Pazifiks hat sie sogenannte Wirtschaftspartnerschaftsabkommen (EPAs) ausgehandelt, gegen deren Ratifizierung sich viele afrikanische Länder allerdings noch wehren.

      Agrarexporte führen zu Hunger

      Denn Agrarexporte aus der EU führen seit vielen Jahren in anderen Teilen der Welt zu Armut und Existenzverlust. Milchpulver in Burkina Faso und Nigeria, Schweinefleisch in der Elfenbeinküste oder auch Tomatenpaste oder Geflügelteile in Ghana: das Muster ist stets das Gleiche. Wenn die billigen weil oft subventionierten EU-Produkte ein Land überschwemmen, verfallen dort die Preise. Die einheimischen Bauernfamilien können mit ihren Produkten nicht konkurrieren, verarmen oder werden ganz aus dem Markt gedrängt. Mit "Wirtschaftspartnerschaftsabkommen" will die EU die Einfuhrzölle der westafrikanischen Länder fast vollständig abschaffen. Dann wären die afrikanischen Landwirte der europäischen Konkurrenz noch schutzloser ausgeliefert.

      Menschenrechte in Gefahr

      Diese EU-Handelspolitik gefährdet die Menschenrechte auf Nahrung, Gesundheit und andere soziale Rechte. Zum Beispiel:

      • wenn allzu strikte geistige Eigentumsrechte in Kolumbien, Peru oder Indien verhindern, das AIDS- und Krebspatienten günstige Medikamenten bekommen.
      • wenn rigider Patentschutz dazu führt, das Kleinbauern ihr Saatgut  plötzlich kaufen müssen.
      • wenn in Argentinien, Brasilien und Mexiko die öffentliche Daseinsvorsorge bei der Wasser- und Stromversorgung privatisiert werden soll.
      • wenn Sonderklagerechte für Investoren in Myanmar eine Landreform und andere Maßnahmen zur Förderung sozialer Rechte behindern.

       

      Eine neue Handelspolitik für Menschen und Umwelt

      MISEREOR lehnt aus diesen Gründen gemeinsam mit Partnerorganisationen die bisherigen Handelsabkommen der EU ab. Wir fordern stattdessen eine Handelspolitik, die Menschenrechte und die Umwelt in den Mittelpunkt stellt. Den Vorrang von Menschenrechten vor Investoreninteressen gilt es auch in einem Völkerrechtsabkommen für Wirtschaft und Menschenrechte klarzustellen, über das eine Arbeitsgruppe des UN-Menschenrechtsrats derzeit verhandelt.


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      Publikation zum Thema Welthandel

      Das EU-Mercosur-Abkommen auf dem Prüfstand - Soziale, ökologische und menschenrechtliche Folgen
      Publikation

      Handelsabkommens in den MERCOSUR. Denn unfaire Handelsabkommen könnten viele Menschen in Ländern …

      Handelsabkommens in den MERCOSUR. Denn unfaire Handelsabkommen könnten viele Menschen in Ländern  des globalen Südens ungleich härter treffen als in Europa, Kanada und den Vereinigten Staaten.

      • Autor: Thomas Fritz
      • Herausgeber: MISEREOR
      • Erscheinungsjahr: 2017
      • Seiten: 48

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      Menschenrechte auf dem Abstellgleis - Die Neuverhandlung des EU-Handelsabkommens mit Mexiko
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      Die vorliegende Studie untersucht, inwieweit die Europäische Union mit dem "moderrnisierten"…

      Die vorliegende Studie untersucht, inwieweit die Europäische Union mit dem "moderrnisierten" Handelsabkommen mit Mexiko ihren eigenen menschenrechtlichen Verpflichtungen gerecht wird und zu einer Verbesserung der sozialen und ökologischen Situation in Mexiko beiträgt. Die möglichen Folgen des Abkommens werden anhand der Schwerpunkte Menschenrechte, Landwirtschaft, Investitionen, Extraktivismus und Wertschöpfungsketten untersucht.

      • Herausgeber: MISEREOR, Forschungs- und Dokumentationszentrum Chile-Lateinamerika e. V. (FDCL), Brot für die Welt
      • Erscheinungsjahr: 2017
      • Seiten: 40

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      Genug? Gerecht? Gesund? Ein Factsheet über globale Agrarmärkte und die Zukunft lokaler…

      Genug? Gerecht? Gesund? Ein Factsheet über globale Agrarmärkte und die Zukunft lokaler Ernährungssysteme.

      • Herausgeber: MISEREOR
      • November 2015
      • Seiten: 4

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      Das Hintergrundpapier thematisiert die Milcherzeugung in Deutschland und der EU sowie das Auslaufen…

      Das Hintergrundpapier thematisiert die Milcherzeugung in Deutschland und der EU sowie das Auslaufen der EU-Milchquote. Agrarpolitik und Milchwirtschaft setzen auf Exporte für den Weltmarkt, um weiteres Wachstum im Milchsektor zu ermöglichen. Welche Konsequenzen dies hat, zeigt das aktuelle Papier von Germanwatch in Zusammenarbeit mit der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft, Brot für die Welt und MISEREOR.

      • Herausgeber: Germanwatch e.V.
      • Oktober 2015
      • Seiten: 32

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      Zukunftsfähige Handelspolitik statt weiterer Liberalisierung. Ein Dossier von Brot für die Welt und MISEREOR in Zusammenarbeit mit der Redaktion welt-sichten.

      • 12-2014/01-2015
      • A4-Format (farbig)
      • 28 Seiten

       

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      Das Bischöfliche Hilfswerk MISEREOR e. V. ist wegen Förderung der Entwicklungszusammenarbeit nach dem Freistellungsbescheid des Finanzamtes Aachen-Stadt, Steuer-Nr. 201/5900/5748, vom 07.03.2019 für das Jahr 2017 nach § 5 Abs. 1 Nr. 9 des Körperschaftsteuergesetzes von der Körperschaftsteuer befreit.