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      Angriffe in syrischem Rebellengebiet bei Damaskus
      © Samer Bouidani | dpa
      Aachen, 12. März 2020

      Vergesst die Menschen in Syrien nicht!


      (Aachen, 12. März 2020) Am neunten Jahrestag des Krieges ist die Lage der Zivilbevölkerung in ganz Syrien verzweifelter denn je: Eine halbe Million Menschen hat ihr Leben verloren, über 13 Millionen Syrer und Syrerinnen sind auf der Flucht, knapp die Hälfte von ihnen innerhalb Syriens. Sie alle sind auf humanitäre Hilfe angewiesen. Krankenhäuser und Schulen sind zerbombt, Lebensmittel und Medikamente fehlen oder sind unerschwinglich geworden.

      Deutschland braucht eine neue Syrienstrategie

      MISEREOR- Hauptgeschäftsführer Pirmin Spiegel: "Der Krieg in Syrien ist zu einer permanenten Katastrophe geworden. Auch wenn der Konflikt militärisch entschieden scheint, ist eine Friedensperspektive weit entfernt. Als Werk der Entwicklungszusammenarbeit, das seit Beginn des Krieges Menschen in Syrien und Flüchtlinge in den Nachbarländern unterstützt, appellieren wir an die Bundesregierung, eine Syrienstrategie zu erarbeiten und umzusetzen, die den Menschen ein Leben in Würde ermöglicht, so wie es die zivilen Proteste 2011 forderten. Dies muss auch ein Überdenken der  bisherigen, von Deutschland mitgetragenen  Sanktionen beinhalten. Letztlich muss im Interesse der Menschen in Syrien dafür Sorge getragen werden, dass alle, eben auch die Binnenflüchtlinge und die zurückkehrenden Menschen, Zugang zu den nötigen Hilfen bekommen. Gerade in den inzwischen vom Assad-Regime kontrollierten Gebieten gibt es eine gezielte Vernachlässigung der Menschen, die zur Opposition gerechnet werden. Zugleich könnte Deutschland als Mediator im europäischen Rahmen auf Russland und die Türkei einwirken und sich für eine dauerhafte politische Lösung stark machen."

      Das tägliche Leben ist ein Alptraum

      Nach neun Jahren Krieg reichten auch große humanitäre Gesten und Hilfszusagen an die Vereinten Nationen nicht mehr aus, wie sie kürzlich von Deutschland gemacht wurden. In der Region Idlib habe sich gezeigt, dass die UN-Hilfsorganisationen kaum Zugang zu den Menschen in den umkämpften Gebieten hat. „Was die Menschen in Syrien jetzt brauchen ist die Hoffnung, dass Länder wie Deutschland aktiv Friedensgespräche und Konferenzen zur Zukunft des Landes vorantreiben. Unsere Partner aus Syrien berichten, dass die Menschen am Ende ihrer Kräfte und Durchhaltevermögen sind. Das tägliche Leben ist vielerorts ein einziger Albtraum, nicht nur in den umkämpften Städten und Regionen, sondern im ganzen Land“, erklärte Spiegel.

      MISEREOR nimmt auch die diesjährige Fastenaktion unter dem Motto "Gib Frieden!" zum Anlass,  die Bundesregierung und die Europäische Union aufzurufen, den internationalen Schutz für vom Krieg betroffene Menschen durchzusetzen. Erfahrungen und Leiden wie an der griechischen Grenze schmerzen. Das bedeute auch, dass Europa schnell einen Aufnahmemechanismus für besonders schutzbedürftige Menschen schaffen muss.

      Spendenaufruf für die Menschen im Syrien und Nachbarländern

      Gleichzeitig bittet MISEREOR im Rahmen der Fastenaktion um Spenden für die Menschen in Syrien und im Libanon. Im Umfeld fortwährender Gewalt und Unsicherheit helfen die Partnerorganisationen von MISEREOR Menschen, wieder Lebensmut und Kraft für die Bewältigung ihres Alltags zu schöpfen. Bildung und psychosoziale Hilfe greifen so ineinander, dass sie Grundsteine legen für ein ersehntes friedliches Zusammenleben. Für diese Arbeit ist MISEREOR auf die Unterstützung der Menschen in Deutschland angewiesen.

      Spendenkonto:
      Pax-Bank Aachen
      IBAN:DE75 3706 0193 0000 1010 10 BIC:GENODED1PAX
      Stichwort: Nothilfe Naher Osten

      Zurzeit fördert MISEREOR in Syrien und den von den Auswirkungen des Kriegs betroffenen Nachbarländern 25 Projekte mit über 9 Millionen Euro. Seit Beginn des Syrienkriegs vor 9 Jahren hat MISEREOR in diesen Ländern rund 100 Hilfsprojekte  in Höhe von 24 Millionen Euro unterstützt

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