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      Aachen, 13. Dezember 2019

      MISEREOR begrüßt Ermittlungsverfahren gegen TÜVSüd

      (Aachen, 13.12.2019) Im Fall des verheerenden Dammbruchs in einer Eisenerzmine im brasilianischen Brumadinho Anfang des Jahres hat die Staatsanwaltschaft München gestern bestätigt, dass sie ein Ermittlungsverfahren gegen TÜV Süd und einen seiner Mitarbeiter eingeleitet hat. Bei dem Dammbruch waren über 270 Menschen durch eine Schlammlawine ums Leben gekommen. Am 15. Oktober haben fünf Hinterbliebene gemeinsam mit MISEREOR und ECCHR bei der Münchner Staatsanwaltschaft Anzeige gegen TÜV Süd und einen Mitarbeiter wegen fahrlässiger Tötung, Privatbestechung und Herbeiführung einer Überschwemmung erstattet. Das brasilianische Tochterunternehmen von TÜV Süd hatte trotz erheblicher Zweifel die Stabilität des Damms zertifiziert.

      MISEREOR-Menschenrechtsexperte Armin Paasch erklärt zu dem Ermittlungsverfahren:

      "Der Dammbruch hat unsägliches Leid über die Menschen in Brumadinho gebracht, einen Fluss verseucht und in der Region die Lebensgrundlagen lokaler Gemeinschaften zerstört. Wir begrüßen daher die Entscheidung der Münchner Staatsanwaltschaft, aufgrund der Anzeige ein formelles Ermittlungsverfahren einzuleiten. Es bietet die Chance, die Rolle der Unternehmenszentrale von TÜV Süd vollständig aufzuklären sowie den Opfern und Hinterbliebenen zu ihrem Recht zu verhelfen."

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