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      Das MISEREOR-Hungertuch

      Das Hungertuch ist ein zentraler Bestandteil der MISEREOR-Fastenaktion. 


      "WAS IST UNS HEILIG?"

      Klima, Kriege, Pandemien: Die komplexen Multikrisen unserer Tage führen uns vor Augen, wo die Schwachstellen unserer politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Strukturen liegen. Auch wenn Krisen immer verzahnter werden und sich gegenseitig verstärken, ist und bleibt die Klimaveränderung die fundamentale Frage unseres Überlebens.

      Dieses Szenario zielt mitten in das Hungertuch von Emeka Udemba. Sein farbenstarkes Bild ist als Collage aus vielen Schichten ausgerissener Zeitungsschnipsel, Kleber und Actyl aufgebaut: Nachrichten, Infos, Fakten, Fakes - Schicht um Schicht reißt und klebt der Künstler diese Fragmente und komponiert aus ihnen etwas Neues.

      In einen freien rötlichen Raum ohne Horizont hineingesetzt, ragen zwei Unterarm- und Hand-Paare offen in die Fläche hinein: Form und Farbe nach gehören sie zu einem dunkelhäutigen Mann und einer weißen Frau, Ihre Hände berühren gemeinsam sachte die Erdkugel, die sie gemeinsam halten, ihr aber auch Spielraum lassen. Die Kugel bleibt in der Schwebe von Halten und Loslassen, Schutz und Preisgabe. Rollt die Kugel im nächsten Moment nach links unten in den roten aufgeheizten Raum hinein? Wird sie kippen wie unser Klima? Die Erdkugel, gute Schöpfung und Heimatplanet oder Spielball verschiedener Interessen?

      „Vom Anfang“ lesen wir im Zentrum des Hungertuchs. Lassen wir uns zurück zu diesem Anfang führen: Von Schöpfung zu sprechen ist mehr, als nur Natur zu meinen. Es hat mit einem Plan der Liebe Gottes zu tun, in dem jedes Geschöpf einen Wert besitzt und nicht verfügbar ist.  

      Was ist uns noch heilig?
      Was ist unverfügbar?
      Was tasten wir nicht an?
      Was ist uns das Leben wert?

      Diese Fragen laden ein, das Bild miteinander zu entdecken und so Teil einer neuen, weltumspannenden Schöpfungs-Erzählung zu werden.

      Weitere Informationen erhalten Sie hier


      Der Künstler

      „Wir haben nur diese Welt, und wenn wir sie nicht richtig behandeln, wird sie uns ins Gesicht springen.“

      Emeka Udemba

      Emeka Udemba, 1968 geboren in Enugu (Nigeria), studierte Kunst an der Universität von Lagos in Nigeria und bekam einige Stipendien in Deutschland, Frankreich und Südafrika. Heute lebt und arbeitet er in Freiburg.

      Mit seiner Kunst verbindet Emeka Udemba verschiedene Medien und nutzt die Überschneidung von Bildern und Strukturen als Mittel. Er versucht damit einen tieferen Einblick in die Art und Weise zu gewinnen, wie wir miteinander kommunizieren, wie wir Identität und Kultur formulieren (oder verbergen) - und wie diese Elemente unser kollektives Bewusstsein beeinflussen. 

      Weitere Informationen: emeka-udemba.com


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      Ausstellung der MISEREOR-Hungertücher

      Die MISEREOR-Hungertücher sind seit mehr als 30 Jahren zentraler Bestandteil der Fastenaktionen. Alle zwei Jahre gestaltet eine Künstlerin oder ein Künstler das aktuelle Hungertuch. Gemeinden und Schulen verwenden das Bild, um sich in der Fastenzeit und darüber hinaus mit drängenden Themen der sozialen Gerechtigkeit auseinander zu setzen.
      Aus Anlass des 50-jährigen Jubiläums von MISEREOR im Jahr 2008 konnten die Originale der Hungertücher erstmals in einer Ausstellung gezeigt werden. Aufgrund der großen Nachfrage nach der Hungertuch-Ausstellung wurden von allen Hungertüchern Kunstdrucke angefertigt. Diese können nun ebenfalls als Ausstellung bei MISEREOR ausgeliehen werden.
      Möchten Sie eine Ausstellung organisieren? Dann wenden Sie sich an Marlinde Nikol

      Haben Sie weitere Fragen zu den Hungertüchern? Dann wenden Sie sich an Dr. Claudia Kolletzki

      Die MISEREOR-Hungertücher

      Die MISEREOR-Hungertücher

      Publikation

      Seit 1976 präsentiert MISEREOR jedes zweite Jahr zur Fastenzeit ein Hungertuch, das von engagierten

      Seit 1976 präsentiert MISEREOR jedes zweite Jahr zur Fastenzeit ein Hungertuch, das von engagierten KünstlerInnen aus Afrika, Lateinamerika und Asien gestaltet wird. Kunst soll zum Ort des Dialogs werden: Die Hungertücher laden zur Betrachtung ein, geben Einblicke in das Leben und den Glauben von Menschen uns fremder Kulturen. In diesem Heft finden Sie eine Darstellung aller erschienen Hungertücher mit weiterführenden Informationen zum Hintergrund der Werke und den Künstlern.

      • Herausgeber: MISEREOR
      • Januar 2019
      • Seiten: 52

      Ausstellung der Hungertücher


      Wir haben alle wichtigen Informationen für Sie zusammengefasst.

      Infos zur Ausstellung (PDF)

      Ausstellung der Hungertücher (Kunstdrucke)


      Alle wichtigen Informationen für Sie in einem Dokument zusammengefasst.

      Infos zur Ausstellung (PDF)