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      Thema - Frieden

      Gerechtigkeit schafft Frieden

      Frieden ist für MISEREOR ein zentrales Anliegen. Denn Entwicklung und Frieden hängen eng miteinander zusammen. Gewalttätige Konflikte und Krieg bedeuten für die Menschen neben direkter Waffengewalt und unmittelbarem Leid den Entzug ihrer Lebensgrundlage. Millionen von Menschen müssen jedes Jahr aufgrund von Krieg und Gewalt ihre Heimat verlassen.

      Der lange Schatten des Krieges

      Im Jahr 2017 wurden weltweit 222 Konflikte gewalttätig und 20 sogar als ausgewachsene Kriege ausgetragen (Heidelberger Institut für Internationale Konfliktforschung). Kriege und Bürgerkriege fordern nicht nur Menschenleben durch Schlachten oder Bombardements. Kriege zerstören Straßen, Krankenhäuser, Schulen oder Felder. Menschen sterben, weil sie keine Medikamente bekommen oder nicht operiert werden können. Sie hungern, weil die Ernte ausfällt und sterben an Entkräftung. Hunger wird in einigen Konflikten sogar gezielt als Waffe eingesetzt, zum Beispiel indem ganze Regionen vom Erhalt humanitärer Hilfe ausgeschlossen werden. Weltweit lebt mehr als die Hälfte der hungernden Menschen in Konfliktländern (Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen/Stand 2017).


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      Frieden ist mehr als die Abwesenheit von Krieg

      Dabei geht es beim Thema Friedensförderung nicht darum, Konflikte zu vermeiden. Konflikte gehören zum Zusammenleben notwendig dazu, und ohne Konflikte gäbe es in einer Gesellschaft keine Veränderung und Weiterentwicklung. Vielmehr geht es darum, diese Konflikte gewaltfrei und im Sinne eines gerechten Interessenausgleichs für alle zu lösen.

      Gewalt herrscht jedoch überall dort, wo Menschen ihre Menschenrechte und ein menschenwürdiges Leben vorenthalten werden. Diese Art von Ungerechtigkeit kann in offenen gewalttätigen Auseinandersetzungen münden, wenn konstruktive Mechanismen der Konfliktlösung und des Wandels versagen.

      "Eine Welt, in der den meisten Menschen vorenthalten wird, was ein menschenwürdiges Leben ausmacht, ist nicht zukunftsfähig. Sie steckt auch dann voller Gewalt, wenn es keinen Krieg gibt. Verhältnisse fortdauernder schwerer Ungerechtigkeit sind in sich gewaltgeladen und gewaltträchtig. Daraus folgt positiv: ‚Gerechtigkeit schafft Frieden'."

       

      Deutsche Bischofskonferenz, 2000, Hirtenwort „Gerechter Frieden"

      Zu einem nachhaltigen Frieden gehört somit mehr als das Ende direkter Gewalt. Gerechter Zugang zu Bildung, Arbeitsplätzen, begrenzten Ressourcen (wie Land, Wasser oder Bodenschätzen) und politischer Teilhabe führen dazu, dass Menschen sich aus eigener Kraft weiterentwickeln und Perspektiven für ihr Leben erarbeiten können. So entstehen stabile und friedliche Gesellschaften. Fortschritte in diesen Bereichen können durch Gewaltkonflikte jedoch gefährdet werden. Frieden und Entwicklung bedingen sich so gegenseitig.


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      Frieden durch gerechte Teilhabe

      Friedensförderung muss daher einem ganzheitlichen Ansatz folgen. Hierfür ist es wichtig, dass alle Bevölkerungsgruppen und Konfliktparteien einbezogen, ihre Interessen berücksichtigt werden. Denn nur ein inklusiver Frieden ist dauerhaft. Mit gutem Grund haben die Vereinten Nationen 2015 in ihre „Nachhaltigen Entwicklungsziele" auch ein eigenes Friedensziel aufgenommen. Es verpflichtet die Mitgliedsstaaten, friedliche und inklusive Gesellschaften zu fördern. Dazu gehört, dass allen Menschen Zugang zur Justiz ermöglicht wird und effektive, rechenschaftspflichtige und inklusive Institutionen auf allen Ebenen aufgebaut werden.


      Umrahmter Text: Wir brauchen nicht mehr Waffen und mehr Mittel für militärische Lösungen.

      MISEREOR auf dem Weg zu mehr Frieden in der Welt

      Menschen in Asien und Ozeanien, in Afrika und dem Nahen Osten, in Lateinamerika und der Karibik setzen sich mit Mut, Kreativität, Energie und Erfolg gegen Gewalt und für Frieden ein. Diese Menschen unterstützt MISEREOR, auch an Orten, an denen die Kameras der internationalen Medien nicht hinschauen. Diese kontinuierliche und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit unseren Partnerorganisationen ist wichtig, denn Friedensprozesse brauchen Zeit und Geduld. Sie sind geprägt von Rückschlägen, Enttäuschungen und Neuanfängen.

      MISEREOR-Partnerorganisationen …

      • … leisten in vielen Ländern einen wichtigen Beitrag, um die Lebenssituation der oft in extremer Armut lebenden Menschen konkret zu verbessern und beugen somit der Eskalation von Konflikten vor.
      • … verschaffen den berechtigten Bedürfnissen und Interessen der Menschen im Rahmen von Friedensverhandlungen auch auf nationaler oder internationaler Ebene Gehör.
      • … beobachten Waffenstillstandsvereinbarungen und melden Verstöße .
      • … schaffen sichere Räume, in denen Betroffene sich äußern und austauschen können, und fördern Dialogforen, um mit allen Konfliktparteien ins Gespräch zu kommen.
      • … engagieren sich in Mediationsprozessen, um eine Konfliktlösung voranzutreiben .
      • … widmen sich der Bearbeitung und Bewältigung von Traumata.
      • … organisieren Trainings in Konfliktanalyse und Friedensarbeit für unterschiedliche Akteure.
      • … unterstützen Flüchtlinge, die vor Krieg und Gewalt fliehen mussten und arbeiten dort eng mit den aufnehmenden Gemeinden zusammen, um Verteilungskonflikte zu vermeiden. Lokale Gesundheits-, Bildungs- und Sozialdienste werden perspektivisch gestärkt.
      • … stoßen eine transparente Vergangenheitsbewältigung an, so dass (Kriegs-)Verbrechen aufgearbeitet werden können und der Übergang von Krieg zu Frieden unterstützt wird.
      • … fördern die Umsetzung fairer Wahlen und guter Regierungsführung, beobachten Wahlen und motivieren die Bevölkerung zur Wahrnehmung ihrer politischen Teilhaberechte.
      • In Deutschland, Europa und auf internationaler Ebene ist MISEREOR in verschiedenen Netzwerken und entwicklungspolitischen Verbänden vertreten und engagiert sich hier gemeinsam mit anderen Organisationen in der Lobby-, Advocacy- und Öffentlichkeitsarbeit für eine kohärente Friedens- und Menschenrechtspolitik, beispielsweise beim Thema Rüstungsexporte.

      Obwohl der Südsudan nach  Jahrzehnten des Krieges seit 2011 endlich ein unabhängiger Staat ist, kommt das Land nicht zur Ruhe. Politische Machtkämpfe um Rohstoffe und alte Stammesrivalitäten prägen die aktuelle Lage im Land. Der Bürgerkrieg hat Generationen von Analphabeten hinterlassen. MISEREOR unterstützt den Aufbau von Schulen, die Ausbildung von Lehrerinnen und Lehrern und die Umsetzunvg von Friedenserziehung.


      31.12.2016 - 12:04

      Gewaltfreiheit: Stil einer Politik für den Frieden

      In seiner diesjährigen Botschaft zum Welttag des Friedens spricht Papst Franziskus davon, dass wir es heute mit einem schrecklichen, „stückweisen“ Weltkrieg zu tun haben, und meint damit die vielen –...

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      18.03.2019 - 15:08

      Zentralafrikanische Republik: Fragile Staatlichkeit jenseits der internationalen Aufmerksamkeit

      Die Bevölkerung der Zentralafrikanischen Republik befindet sich in Geiselhaft, während der Krieg um Macht und Ressourcen andauert.

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      28.01.2019 - 14:39

      Eritrea: Ein Volk im Ungewissen

      Nach dem Krieg steht das Land Eritrea vor neuen Bedrohungen: der rapide fortschreitende Klimawandel beschert dem Land in immer kürzeren Abständen verheerende Dürren, die die Zukunft der ohnehin schon...

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      Positionspapier Traumaarbeit
      Publikation

      Gewalterfahrungen verletzen Körper und Seele. Stabiler Frieden und langfristige Entwicklung werden...

      Gewalterfahrungen verletzen Körper und Seele. Stabiler Frieden und langfristige Entwicklung werden erst möglich, wenn Menschen ihre Angst, ihr verallgemeinertes Misstrauen und ihre Trauer bewältigen können. Hier setzt Traumaarbeit an.

      • Herausgeber: MISEREOR
      • November 2018
      • Seiten: 6

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      Factsheet Kolumbien: Friedensvereinbarung mit der FARC-Guerilla
      Publikation

      Historischer Fortschritt - große Herausforderungen bleiben

      • Herausgeber: MISEREOR, kolko -...

      Historischer Fortschritt - große Herausforderungen bleiben

      • Herausgeber: MISEREOR, kolko - Menschenrechte für Kolumbien e.V., Caritas International und weitere
      • Erscheinungsjahr: 2018

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      Für eine gerechte und nachhaltige Welt!
      Publikation

      Positionen zur Bundestagswahl 2017

      Von der künftigen Bundesregierung erwarten wir einen...

      Positionen zur Bundestagswahl 2017

      Von der künftigen Bundesregierung erwarten wir einen entschiedenen Einsatz für Menschenrechte, Demokratie und globale Gerechtigkeit, für Frieden und menschliche Sicherheit, für die Überwindung von Armut und Ausgrenzung sowie für die Bewahrung der Schöpfung. Dafür sehen wir in allen Politikfeldern konkrete Ansatzpunkte.

      • Herausgeber: MISEREOR
      • Seiten: 4
      • Erscheinungsjahr: 2017

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      Sexualisierte Gewalt als Mittel der Kriegsführung
      Publikation

      Anlässlich des Internationalen Frauentages macht MISEREOR auf das erschreckende Ausmaß und die...

      Anlässlich des Internationalen Frauentages macht MISEREOR auf das erschreckende Ausmaß und die langfristigen Folgen sexualisierter Gewalt als Mittel der Kriegsführung aufmerksam.

      • Herausgeber: MISEREOR
      • März 2016
      • Seiten: 7

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      Wer Frieden will, muss vom Frieden her denken!
      Publikation

      Positionspapier zum Syrien-Einsatz der Bundeswehr. MISEREOR begründet seine kritische Haltung zur...

      Positionspapier zum Syrien-Einsatz der Bundeswehr. MISEREOR begründet seine kritische Haltung zur Entscheidung der Bundesregierung: von der fehlenden Friedenslogik, über die umstrittene völkerrechtliche Grundlage und nicht ausgeschöpfte zivile Mittel zum Schutz der Zivilbevölkerung, bis hin zur fehlenden Zukunftsperspektive für eine friedliche und inklusive Gesellschaft in Syrien.

      • Herausgeber: MISEREOR
      • Januar 2016
      • Seiten: 16

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      Mediation und Entwicklungszusammenarbeit
      Publikation

      Ein wirkungsvolles Zusammenspiel

      Seit Mitte der 1980-er Jahre sind 75 Prozent der bewaffneten...

      Ein wirkungsvolles Zusammenspiel

      Seit Mitte der 1980-er Jahre sind 75 Prozent der bewaffneten Konflikte in der Welt durch Verhandlungen beendet worden. Mediation erweist sich als flexibles und wirkungsvolles Instrument, das einen Kontext fördert, in dem Entwicklung möglich wird. Viel ist erreicht worden – und es zeigen sich interessante Chancen zur Weiterentwicklung, denen sich MISEREOR und seine Partnerorganisationen in den Ländern des Südens weiter stellen wollen.

      • Mediation und Entwicklungszusammenarbeit
      • Herausgeber: MISEREOR
      • Erscheinungsjahr: September 2015
      • Seiten: 4

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      Frieden schaffen - mit immer mehr Waffen?
      Publikation

      Ein Meinungsbeitrag von Pirmin Spiegel. Waffen haben kein Verfallsdatum. Deshalb heißt es jetzt...

      Ein Meinungsbeitrag von Pirmin Spiegel. Waffen haben kein Verfallsdatum. Deshalb heißt es jetzt dringender denn je, Verantwortung zu übernehmen. Denn dem grausamen Wüten der IS zuzuschauen, ist keine Option.

      • Herausgeber: MISEREOR
      • September 2014
      • Seiten: 4

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      Frieden und Gerechtigkeit nachhaltig aufbauen
      Publikation

      Krisen, Konflikte und Kriege weltweit werfen die Frage auf: Wie kann Frieden geschaffen werden? In...

      Krisen, Konflikte und Kriege weltweit werfen die Frage auf: Wie kann Frieden geschaffen werden? In der Reihe "Nachhaltig predigen" geht dieser Artikel auf die Rolle der Gesellschaft im Umgang mit Konflikten ein.

      • Herausgeber: Evangelischer Entwicklungsdienst & MISEREOR
      • Erscheinungsjahr: 2010
      • Seiten: 14

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      Gemeinsam für Gerechtigkeit und Frieden
      Publikation

      40 Jahre entwicklungspolitische Zusammenarbeit zwischen der Bundesregierung und den Kirchen

      • Herausg...

      40 Jahre entwicklungspolitische Zusammenarbeit zwischen der Bundesregierung und den Kirchen

      • Herausgeber: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Evangelischer Entwicklungsdienst &  MISEREOR
      • Erscheinungsjahr: 2002
      • Seiten: 30

       

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      MISEREOR ist wegen Förderung der Entwicklungszusammenarbeit nach dem letzten uns zugegangenen Freistellungsbescheid des Finanzamtes Aachen-Stadt, Steuer-Nummer 201/5900/5748,nach § 5 Abs.1 Nr. 9 des Körperschaftssteuergesetzes von der Körperschaftssteuer befreit.