Brasilien: Hilfe für Straßenkinder
Viele Kinder und Jugendliche in Brasiliens Großstädten leben auf der Straße. Engagierte Partnerorganisationen eröffnen ihnen neue Chancen für die Zukunft.
Ihre Spende schenkt Straßenkindern eine ganzheitliche Betreuung, Bildung und Ausbildung.
- Latein- & Mittelamerika
Das Leben der Straßenkinder in Großstädten wie Recife und Caruaru ist mühsam und gefährlich. Manche sind vor Elend und Gewalt von zu Hause geflohen. Andere müssen auf der Straße zum Lebensunterhalt ihrer Familien beitragen. Viele stehlen oder prostituieren sich aus der Not heraus und haben weder Schulabschluss noch Berufsausbildung.
Vertrauen in die eigenen Stärken entwickeln
Ein Gemüsegarten auf dem Dach, Computerkurse, Theater - mit vielfältigen Aktivitäten entfalten die Kinder und Jugendlichen in den Misereor-Projekten für Straßenkinder ihre Begabungen und entwickeln Vertrauen in die eigenen Stärken. Darüber hinaus begleitet das Team die Familien, es unterstützt Eltern bei Behördenangelegenheiten, der Versorgung ihrer Kinder und steht mit psychologischer Beratung zur Seite.
Lobbyarbeit für Kinderrechte
Bei der Organisation "Grupo Ruas e Praças" stehen Sozialarbeit, pädagogische Angebote und die Begleitung der Familien im Fokus der Arbeit. Täglich pflegen die Mitarbeitenden ihre Kontakte zu Behörden und Sozialdiensten, zum Beispiel in den Bereichen Sozialhilfe, Gesundheitsversorgung oder politischen Institutionen.
Ihre Vernetzung ist wichtig für den Erfolg ihrer Arbeit, denn die Probleme der Kinder in ihrer Obhut haben vielschichtige Ursachen. Nur ein ganzheitlicher Ansatz kann nachhaltig wirken. Gerade dann, wenn niemand mehr daran glaubt, dass ein Kind eine Zukunft hat. So geht es besonders den Jugendlichen, die mit Drogen in Kontakt kommen und deren Familien selbst so belastet sind, dass sie ihnen keinen Halt geben können.
Berufsausbildung für Straßenkinder
In Caruaru kümmert sich die Initiative "COMVIVA" um Straßenkinder. Neben Freizeitangeboten können die Mädchen und Jungen hier eine Berufsausbildung machen, zum Beispiel zum Bäcker. Elementarbildungskurse bereiten sie auf die staatlichen Schulen vor. Mit Erfolg! 95 Prozent der Kinder erreichen dort einen staatlichen Schulabschluss.
Unterstützen Sie mit Misereor Straßenkinderprojekte, damit Mädchen und Jungen in Brasilien menschenwürdig und ohne Gewalt leben können.
So sieht unser gemeinsamer Erfolg im letzten Jahr aus
- 100 Familien in 3 Stadteilen werden vom Team von Ruas e Praças individuell betreut.
- 39 dieser Familien engagieren sich in Gemeinschaftsprojekten, unter anderem auch durch Teilnahme an politischen Aktionen.
- 78% der begleiteten Kinder und Jugendlichen können über ihre Gefühle sprechen und erleben, dass sich die Verbindung zu ihren Familien verbessert hat.
- 54 Frauen wurden gezielt darauf vorbereitet, ein Kleinstunternehmen im Kunsthandwerk oder der Konditorei aufzubauen.
- 22 junge Menschen fördern als Mediatorinnen und Mediatoren in Schulen und Gemeinden eine Kultur des Friedens.
Bei Spenden per Überweisung geben Sie bitte die Projektnummer “P20057” im Verwendungszweck an.
Damit Ihre Spende nachhaltig wirkt, nutzt Misereor einen kleinen Teil für wichtige Verwaltungs- und Begleitaufgaben. So stellen wir sicher, dass Projekte sorgfältig ausgewählt, verantwortungsvoll umgesetzt und ihre Wirkung zuverlässig überprüft werden. Sollte Ihre Spende wider Erwarten nicht wie vorgesehen eingesetzt werden können, verwenden wir sie dort, wo die Unterstützung aktuell am nötigsten ist.
Unsere Partnerorganisationen vor Ort
COMVIVA
1987 wurde mit Hilfe der örtlichen Diözese die Misereor-Partnerorganisation "COMVIVA" gegründet. In Caruaru kümmert sie sich um Kinder und Jugendliche aus instabilen Familienverhältnissen und fördert unter anderem ihre Bildung.
Grupo Ruas e Praças
Die Misereor-Partnerorganisation "Grupo Ruas e Praças" wurde 1989 von ehemaligen Mitarbeitern staatlicher Fürsorgeeinrichtungen ins Leben gerufen. Die Grupo Ruas e Praças reicht Kindern und Jugendlichen in Recife die Hand und gibt ihnen den Glauben an ihre eigene Kraft und ihren Wert.
Suzanne Lemken
Spenderkommunikation
- Telefon
- 0241 442 127
- suzanne.lemken@misereor.de
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