Bilder als "Bibel der Armen"

Die Hungertuch-Idee entstammt einem alten, kirchlichen Brauch, der bis vor das Jahr 1000 n. Chr. zurückgeht. Die Tücher zeigten Bildmotive aus der Heilsgeschichte des Alten und Neuen Testaments. Einerseits verdeckten sie das heilige Geschehen am Altar, andererseits erzählten sie die biblischen Geschichten und stellten sie als »Armenbibel« der des Lesens meist unkundigen Gemeinde in Bildern vor Augen.

Kunst als Ort des Dialogs

Kunst ist mehr als schöner Schein. Sie ist Element der Gestaltung des gemeinschaftlichen Lebens. Sie entspringt dem tiefsten Wesen des Menschen und gründet auf einem Schatz allgemein verständlicher Muster. Deshalb kann sie universal verstanden werden. Kunst, Kultur und Religion sind Orte, an denen Utopien entworfen und diskutiert werden. Künstler können Anstöße geben und bei der Orientierung helfen.

Die Misereor-Hungertücher als Schaubilder des Glaubens

Im Laufe der Jahrzehnte wurden die Misereor-Hungertücher in vielen christlichen Kirchen und weltweit zu einem festen Bestandteil der Fastenzeit. Sie geben mit ihrer eindrucksvollen Bildsprache Zeugnis von der Solidarität mit den Armen, Schwachen und Ausgegrenzten und sind immer auch Anfrage an unser Christsein und unseren Lebensstil.

Die Misereor-Hungertücher
Die Misereor-Hungertücher

Seit 1976 präsentiert Misereor jedes zweite Jahr zur Fastenzeit ein Hungertuch, das von engagierten

Seit 1976 präsentiert Misereor jedes zweite Jahr zur Fastenzeit ein Hungertuch, das von engagierten KünstlerInnen aus Afrika, Lateinamerika und Asien gestaltet wird. Kunst soll zum Ort des Dialogs werden: Die Hungertücher laden zur Betrachtung ein, geben Einblicke in das Leben und den Glauben von Menschen uns fremder Kulturen. In diesem Heft finden Sie eine Darstellung aller erschienen Hungertücher mit weiterführenden Informationen zum Hintergrund der Werke und den Künstlern.

  • Herausgeber: Misereor
  • Seiten: 56
  • Erscheinungsjahr: 2025

Seit 1976 präsentiert Misereor jedes zweite Jahr zur Fastenzeit ein Hungertuch, das von engagierten KünstlerInnen aus Afrika, Lateinamerika und Asien gestaltet wird. Kunst soll zum Ort des Dialogs werden: Die Hungertücher laden zur Betrachtung ein, geben Einblicke in das Leben und den Glauben von Menschen uns fremder Kulturen. In diesem Heft finden Sie eine Darstellung aller erschienen Hungertücher mit weiterführenden Informationen zum Hintergrund der Werke und den Künstlern.

  • Herausgeber: Misereor
  • Seiten: 56
  • Erscheinungsjahr: 2025

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