Geflüchtete und Migrant*innen schützen
Menschen auf der Flucht haben ein Recht auf Schutz. Mit unseren Partnerorganisationen unterstützen wir geflüchtete und vertriebene Menschen im Nahen Osten, in Afrika, Asien und Lateinamerika.
Schutz für Geflüchtete und Vertriebene
Flucht heißt, sich mit dem Notwendigsten auf den Weg zu machen. Flucht heißt Überleben auf der Straße, in Not-Unterkünften, in Zeltstädten. Flucht heißt, nicht zu wissen, was morgen, übermorgen, in einem Jahr ist. Flucht ist lebensgefährlich.
Flüchtende und Vertriebene brauchen mehr Schutz und echte menschenwürdige Antworten. Die Genfer Flüchtlingskonvention wurde nach dem Zweiten Weltkrieg aufgrund der dramatischen Lage der Flüchtlinge und Vertriebenen mit Fokus auf Europa entwickelt und verabschiedet. Heute beschneidet Europa Rechte und Schutz von Flüchtenden und stellt damit die Genfer Flüchtlingskonvention in Frage.
Misereor-Einsatz für Geflüchtete
Unsere Partnerorganisationen unterstützen Geflüchtete mit vielen verschiedenen Maßnahmen:
- Kurzfristig leisten unsere Partner*innen Nothilfe, verteilen Lebensmittel, Medikamente, Decken und Hygieneartikel.
- Kinder und Jugendliche werden auch unter schwierigen Bedingungen dabei unterstützt, wieder zu lernen. Mädchen und junge Frauen werden besonders gefördert.
- Wichtig sind auch langfristige Zukunftsperspektiven – in der neuen oder der alten Heimat. Bildung und Ausbildung sind immens wichtig für Geflüchtete.
- Angst ist ein steter Begleiter vieler Flüchtlinge. Traumatisierten Menschen wird psychotherapeutische Unterstützung angeboten.
- Begegnung unterstützt Versöhnungsarbeit und ein friedliches Zusammenleben von Geflüchteten und aufnehmenden Gemeinden.
- Misereor hilft den Menschen dort, wo sie sind: Die meisten Mittel fließen dabei in die Versorgung der Menschen in den Konflikt- und Krisengebieten in Syrien und seinen Nachbarstaaten. Aber auch der Südsudan, Kamerun, Mosambik, Südafrika, Myanmar oder Kolumbien sind Schwerpunkte der Arbeit.
Nach wie vor sind die meisten Geflüchteten und Migrant*innen innerhalb ihrer Heimatregionen vertrieben oder sind auf der Suche nach Schutz in ihrem eigenen Land. Wir unterstützen sie durch lokale Partnerorganisationen auf vielfältige Weise in ihren Herkunftsregionen und entlang ihrer Fluchtwege.
Wo Misereor Geflüchtete und Migrant*innen unterstützt
Misereor setzt sich weltweit für den Schutz von Geflüchteten und Migrant*innen ein – von akuter Nothilfe über psychosoziale Unterstützung bis hin zu Bildung, Integration und langfristigen Zukunftsperspektiven. Partnerorganisationen leisten dabei nicht nur humanitäre Hilfe, sondern stärken auch soziale Kohäsion und die Rechte Geflüchteter, um ein friedliches Zusammenleben mit Aufnahmegemeinschaften zu fördern.
- In Afrika stehen insbesondere Resilienz, Existenzsicherung und soziale Integration im Fokus – etwa durch Berufsbildung und Einkommensmöglichkeiten für Geflüchtete, wie im Beispiel von Mauretanien, wo gezielt berufliche Perspektiven für Migrant*innen geschaffen werden.
- In Lateinamerika und der Karibik liegt ein Schwerpunkt auf dem Schutz vulnerabler Gruppen und der Stärkung von Menschenrechten – beispielsweise in Haiti, wo Projekte den Schutz gefährdeter Kinder sowie die Unterstützung von Vertriebenen und Rückkehrenden in Krisensituationen fördern.
- In Südwestasien und Nordafrika (SWANA) konzentriert sich Misereor vor allem auf die Versorgung von Geflüchteten in langanhaltenden Krisen sowie den Zugang zu Bildung, Gesundheitsdiensten und psychosozialer Unterstützung – etwa im Libanon, wo Geflüchtete durch Bildungsangebote und soziale Dienste stabilisiert werden.
- Im Asien-Pazifik-Raum unterstützt Misereor insbesondere den Zugang zu Rechten, Bildung und Lebensgrundlagen sowie die Resilienz von Klimawandel-, Konflikt- und Krisenbetroffenen – etwa in Myanmar oder entlang der thailändischen Grenze, wo Geflüchtete rechtlich, sozial und wirtschaftlich gestärkt werden.
Mariana Ghawaly Giacaman
Flucht und Migration
- Telefon
- 030 443 5198 391
- mariana.ghawalygiacaman@misereor.de
Unsere Publikationen zum Thema Flucht
Sichere Rückkehr? Was Syriens Einstufung als sicherer Herkunftsstaat bedeuten würde
Wie prägt die Einstufung als "sicheres Herkunftsland" die Asylpolitik, und welche Auswirkungen hat…
Wie prägt die Einstufung als "sicheres Herkunftsland" die Asylpolitik, und welche Auswirkungen hat sie auf Syrien? Dieses Policy Papier analysiert rechtliche Grundlagen und Risiken und hinterfragt zentrale asylpolitische Standards.
- Seitenanzahl: 11
- Herausgeber: Misereor
- Erscheinungsjahr: 2025
Wie prägt die Einstufung als "sicheres Herkunftsland" die Asylpolitik, und welche Auswirkungen hat sie auf Syrien? Dieses Policy Papier analysiert rechtliche Grundlagen und Risiken und hinterfragt zentrale asylpolitische Standards.
- Seitenanzahl: 11
- Herausgeber: Misereor
- Erscheinungsjahr: 2025
Monitoring der EU-Externalisierungspolitik - Bulletin 05
Alle zwei Monate veröffentlichen Statewatch und migration-control.info ein Bulletin, in dem die…
Alle zwei Monate veröffentlichen Statewatch und migration-control.info ein Bulletin, in dem die wichtigsten Dokumente und Protokolle relevanter EU-Arbeitsgruppen zusammengestellt und analysiert werden. Ziel ist es, einer breiten Öffentlichkeit einen Überblick laufender und geplanter Maßnahmen im Bereich der Externalisierung europäischer Migrationspolitik zu verschaffen. Die gesammelten Informationen können als Grundlage für rechtliche, Kampagnen- und Advocacy-Arbeit der Zivilgesellschaft, journalistische Recherchen und der Kontrolle durch nationale und europäische Parlamentarier*innen dienen.
- Herausgeber: Statewatch & migration-control.info
- Seitenzahl: 16
- Erscheinungsjahr: Februar 2025
- weitere Bulletins unter www.statewatch.org/outsourcing-borders-monitoring-eu-externalisation-policy
Alle zwei Monate veröffentlichen Statewatch und migration-control.info ein Bulletin, in dem die wichtigsten Dokumente und Protokolle relevanter EU-Arbeitsgruppen zusammengestellt und analysiert werden. Ziel ist es, einer breiten Öffentlichkeit einen Überblick laufender und geplanter Maßnahmen im Bereich der Externalisierung europäischer Migrationspolitik zu verschaffen. Die gesammelten Informationen können als Grundlage für rechtliche, Kampagnen- und Advocacy-Arbeit der Zivilgesellschaft, journalistische Recherchen und der Kontrolle durch nationale und europäische Parlamentarier*innen dienen.
- Herausgeber: Statewatch & migration-control.info
- Seitenzahl: 16
- Erscheinungsjahr: Februar 2025
- weitere Bulletins unter www.statewatch.org/outsourcing-borders-monitoring-eu-externalisation-policy
Länderdossier zur EU-Migrationspartnerschaft mit Ägypten
Country brief
The migration partnership between Egypt and the EU has gained new momentum thanks to…
Country brief
The migration partnership between Egypt and the EU has gained new momentum thanks to the most recent agreement on March 17. The background to this is the EU's concern about an increase in irregular arrivals, which is putting previous cooperation in the externalization of European asylum responsibility to the test. How will the partnership be implemented in practice? What impact does it have on migrants, refugees and the partner country? These questions are answered in the current country brief by Misereor and Brot für die Welt on the EU migration partnership with Egypt. (Die deutsche Version folgt in Kürze)
Country brief
The migration partnership between Egypt and the EU has gained new momentum thanks to the most recent agreement on March 17. The background to this is the EU's concern about an increase in irregular arrivals, which is putting previous cooperation in the externalization of European asylum responsibility to the test. How will the partnership be implemented in practice? What impact does it have on migrants, refugees and the partner country? These questions are answered in the current country brief by Misereor and Brot für die Welt on the EU migration partnership with Egypt. (Die deutsche Version folgt in Kürze)
Neues von Misereor
Krieg in Nahost: Reißt die Hisbollah den Libanon in den Abgrund?
Die Lage im Libanon spitzt sich durch die Angriffe der Hisbollah und Gegenschläge der israelischen Armee immer weiter zu. Längst hat sich hier eine eigene, gefährliche Dynamik…m via BLOG
Migrationsabkommen mit Folgen: Arbeitsverbot für Partnerorganisation in Tunesien
Für einen Monat darf unsere tunesische Partnerorganisation, das Tunesische Forum für wirtschaftliche und soziale Rechte (FTDES), ihre Arbeit nicht fortsetzen. Angesichts des…m via BLOG
Flucht, Hunger und Gewalt: Die Tragödie des Sudan und Südsudan
Der sich jährende Bürgerkrieg im Sudan ist inzwischen die größte humanitäre Krise, die jemals verzeichnet wurde. Etwa 25 Millionen Menschen sind von Hunger bedroht, rund 14…m via BLOG
Frauen auf der Flucht
Der Krieg in Syrien ist auch nach über zwölf Jahren nicht vorbei. Rola Roukbi ist 2016 aus Syrien in den Libanon geflüchtet und hat dort die Frauenrechtsorganisation „Women Now…m via BLOG