Die Auswirkungen der Klimakrise

Der Klimawandel treibt schon heute Hunger, Armut und Konflikte an. Ausgerechnet Jene, die ohnehin in Armut leben, sind am meisten betroffen. Ihre einfachen Behausungen, oft an Steilhängen und Ufern, bieten keinen Schutz gegen die zunehmend zerstörerischen Stürme und Starkregen. Kleinbauernfamilien fehlt es an Rücklagen, um Ernteausfälle zu überbrücken. Staatliche Unterstützung zur Katastrophenprävention und -hilfe sind selten. 

Anpassung an die Veränderungen

In Misereor-Projekten passen sich viele Menschen erfolgreich an die Folgen der Klimakrise an. Zum Beispiel durch die Verbesserung von Praktiken des ökologischen Landbaus und die Vermehrung und Weiterentwicklung von traditionellem Saatgut. Wissenschaftler*innen aus aller Welt bestätigen im Weltklimabericht des IPCC, dass erfolgreiche Anpassung dort erfolgt, wo die Erfahrungen der Bevölkerung wertgeschätzt, unterstützt, und in Regierungsprogramme einfließen. Sie empfehlen dringend, die lokale Bevölkerung in Klimastrategien einzubeziehen. Darin stärkt Misereor auch seine Partnerorganisationen.

Fokus auf verwundbare Bevölkerungsgruppen

Doch vielerorts sind Schäden und Verluste nicht abwendbar, zum Beispiel wenn im Zuge des steigenden Meeresspiegels Grundwasser und Böden versalzen und Landflächen im Meer versinken oder Wirbelstürme bisher unbekannten Ausmaßes ganze Landstriche verwüsten. Besondere Aufmerksamkeit lenkt Misereor auf Menschen in informellen Siedlungen der Städte. In Kooperation mit der Wissenschaftler*innen haben Partnerorganisationen erfasst, wie sie schon heute betroffen sind und wie die Entwicklungszusammenarbeit, Klimapolitik und lokale Entscheidungsträger*innen sie besser unterstützen können. Auf internationaler Ebene setzt Misereor sich dafür ein, dass sie bei der Bewältigung der Schäden und Verluste (Loss and Damage) durch die Verursacher der Klimakrise unterstützt werden und Regierungsprogramme diese marginalisierten Bevölkerungsgruppen in den Blick nehmen. 

Klimaschutz ist eine Frage der Gerechtigkeit

Die bereits spürbare Klimakrise vergrößert die Kluft zwischen den armgemachten und den reich gewordenen Ländern und Menschen. Ungerechterweise leiden die Menschen und Länder, die bislang am wenigsten zur Klimakrise beigetragen haben. Die Hauptverursacher der Klimakrise können sich hingegen besser an die Folgen anpassen. Daher setzt sich Misereor zusammen mit seinen Partnerorganisationen vor Ort sowie auch in Deutschland und auf internationaler Ebene für eine klimafreundliche Entwicklung und die Unterstützung jener ein, die schon heute unter der Klimakrise leiden. Dabei arbeiten wir aktiv in zivilgesellschaftlichen Netzwerken und gestalten diese mit. 

Unsere Themen zu Klimagerechtigkeit

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