Bangladesch: Neubeginn für Rohingya-Familien
Auf ihrer Flucht aus Myanmar mussten die Rohingya alles zurücklassen. Im Flüchtlingslager Kutupalong wagen sie unter schwersten Bedingungen einen Neuanfang.
Mit Ihrer Spende stärken Sie die Hilfe für geflüchtete Familien vor Ort und unterstützen die weltweite Arbeit von Misereor für Menschen in Not.
- Asien
Große Not auf engstem Raum
Bald 10 Jahre ist es her, dass Hunderttausende Rohingya vor massiver Gewalt in Myanmar fliehen mussten. Seither leben über eine Million Geflüchtete im Lager Kutupalong in Bangladesch – eingeengt auf nur 13 Quadratkilometern. Bangladesch gehört selbst zu den wirtschaftlich am stärksten geforderten Ländern der Welt und stößt bei der humanitären Versorgung an Grenzen: Es mangelt an Nahrung, Einkommensperspektiven, medizinischer Grundversorgung und Bildung.
Zerstörung durch Brände im Lager
Immer wieder brechen in den dicht bebauten Lagern Großbrände aus, durch die Tausende Familien ihr ohnehin spärliches Obdach verlieren. Feuer zerstören Gesundheitsposten, beschädigen Brunnenanlagen und vernichten das letzte Hab und Gut. Der Wiederaufbau aus dem Nichts bedeutet insbesondere für Familien und Kinder eine erneute schwere Belastung.
Brücken bauen zwischen den Gemeinschaften
Auch in den umliegenden Dörfern ist die Lage angespannt: Da Ressourcen wie Land, Brennholz und Trinkwasser knapp sind, wachsen soziale Spannungen zwischen der einheimischen Bevölkerung und den Geflüchteten. Neben akuter Nothilfe setzt sich die Misereor-Partnerorganisation Uttaran deshalb gezielt für ein friedliches Miteinander ein.
In eigens eingerichteten Begegnungszentren – den Community Cohesion Centers (CCCs) – kommen Rohingya-Frauen mit Nachbarinnen aus den umliegenden Gemeinden zusammen, tauschen Erfahrungen aus und knüpfen Netzwerke. Fortbildungskurse für Mädchen und Frauen schaffen zusätzlich neues Wissen und stärken das gegenseitige Vertrauen.
Selbstständigkeit und gesichertes Einkommen
Das Team von Uttaran ist sowohl im Camp als auch in den Nachbardörfern aktiv, um Einkommensmöglichkeiten für beide Seiten zu eröffnen. Mit fachlicher Begleitung setzen Frauen gemeinsame Geschäftsideen um – so wie die 26-jährige Ayesha Akter. Sie eröffnete eine kleine Gärtnerei und schuf damit sogar neue Arbeitsplätze. Zur Vorbereitung erhielt sie praxisnahe Schulungen, Startkapital sowie Saatgut und Dünger.
Die Familie mit dem eigenen Einkommen zu ernähren, schenkt den Menschen ihre Würde und Hoffnung auf eine selbstbestimmte Zukunft zurück.
Das haben unsere Partner vor Ort im vergangenen Jahr erreicht:
- Nothilfe nach Lagerbränden: 850 Familien erhielten neue Küchensets, Lampen und lebenswichtige Alltagsgüter.
- Unterstützung für Neuankömmlinge: 350 geflüchtete Familien wurden mit Basisausstattungen für ihre Notunterkünfte versorgt.
- Längerfristige Einkommensförderung: 40 Jugendliche absolvierten praktische Trainings zur Kleintierhaltung und Einkommensschaffung.
- Zusammenhalt und Bildung: 6 Nachbarschaftszentren bieten kontinuierlich Kurse, Begegnungsformate und Rechtsaufklärung an.
Sie wollen mehr über unsere Spendenprojekte erfahren? Dann lesen Sie jetzt unser Magazin “Weiter.wirken”. Das Magazin über und für Menschen, die Misereor bewegen.
Bei Spenden per Überweisung geben Sie bitte die Kennung „S63701 Bangladesch: Rohingya-Familien“ im Verwendungszweck an. Damit teilen Sie uns mit, welches Projekt Ihnen besonders am Herzen liegt; Ihre Zuwendung fließt als freie Spende in diese Arbeit und die weltweite Gesamtaufgabe von Misereor.
Damit Ihre Spende nachhaltig wirkt, nutzt Misereor einen angemessenen Teil für wichtige Verwaltungs- und Begleitaufgaben. Ihre Spende unterstützt neben Ihrem Wunschprojekt andere Projekte, die nicht im Fokus der Öffentlichkeit stehen, und zugleich die Arbeit von Misereor. Nur so können wir unserer Verantwortung gegenüber den Partnern im Süden wie auch in Deutschland gerecht werden und die Wirkung ihrer Arbeit zuverlässig überprüfen.
Unsere Partnerorganisationen vor Ort
UTTARAN
Seit 1996 fördert Misereor die bangladeschische Partnerorganisation UTTARAN. Sie hilft armen Bevölkerungsgruppen im Südwesten von Bangladesch, sich an den Klimawandel anzupassen und die Ernährungssituation verbessert.
Seit 2017 arbeitet UTTARAN auch im Flüchtlingslager Kutupalong und gehört zu den Pionieren der Flüchtlingsarbeit im größten Flüchtlingslager der Welt.
Miriam Thiel
Spenderkommunikation
- Telephone
- 0241 442 506
- miriam.thiel@misereor.de
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