Erdbeben-Nothilfe

Im März 2025 ereignete sich in Myanmar und Thailand ein schweres Erdbeben mit tausenden Todesopfern. Viele Menschen verloren ihr Zuhause, ihr Hab und Gut oder Angehörige. Unsere Partnerorganisationen sind vor Ort in Myanmar und helfen wo sie können. 

Helfen auch Sie und spenden für die Erdbebenopfer in Myanmar!

Der Militärputsch 2021 markiert die Wende Myanmars zu einem bitterarmen Bürgerkriegsland. Das Wirtschaftssystem ist zusammengebrochen. Das Militär geht brutal gegen die eigene Zivilgesellschaft vor. Auch die Misereor-Partnerorganisationen geraten ins Visier des Militärs. Unter schwierigsten Bedingungen setzen sie sich für die Menschen vor Ort ein.

Wandel in den Köpfen

Die so wichtige Landwirtschaft funktioniert infolge von Gewalt, Flucht und Vertreibung nicht mehr. In dieser Situation knüpft der Misereor-Partner an das immer schon starke Potenzial der Landwirtschaft an und schafft mit der lokalen Bauernschaft die Grundlagen für eine Verbesserung der Versorgung mit Lebensmitteln.

Gemeinsam lernen

In einem Trainingszentrum wird nun getüftelt, ausprobiert, getestet und vor allem gelernt: Alles mit dem Ziel, morgen etwas zu essen zu haben. Im Zentrum steht die Idee, Reis, Senf, Kartoffeln, Paprika, Gurken, Kürbis und andere Gemüsesorten für den Eigenbedarf anzubauen.

Auch der nachhaltige Umgang mit Ressourcen wie Wald und Wasser steht auf dem Programm. Da die Wetterextreme der Bauernschaft zunehmend zu schaffen machten, müssen die Folgen des Klimawandel mitbedacht werden.

Eigenes Saatgut schafft Unabhängigkeit

Der Schlüssel dabei ist das richtige Saatgut. Das lokale, traditionelle Saatgut widersteht den Herausforderungen des Klimawandels. Dieses Wissen wurde in der Exportwirtschaft kaum berücksichtigt. Die Menschen besinnen sich nun wieder auf den Wert ihrer traditionellen Praktiken. Mit Erfolg: Die Familien beginnen, ihr eigenes Saatgut zu gewinnen und untereinander zu tauschen.

Bleibeperspektiven

Das gemeinsame Schaffen und der Erfolg stärken das Gemeinschaftsgefühl und geben jungen Menschen eine Perspektive. Diese würden sonst vom Militär rekrutiert werden oder aufgrund der Hoffnungslosigkeit ihre Familie verlassen. Nur so hat Myanmar eine Chance auf eine Zukunft.

So sieht unser gemeinsamer Erfolg aus

  • 3.100 Menschen haben Zugang zu Trinkwasser.
  • Mindestens 10 Prozent der Monokultur-Bauern erhöhen den Anteil ihrer Kulturen für den Eigenverbrauch
  • Das Metta-Zentrum produziert 35 lokale Saatgutsorten, davon profitieren über 200 Bauern
  • Mehrere Austauschtreffen mit insgesamt mehr als 200 Bauern aus 20 Dörfern finden unter schwierigsten Bedingungen statt
  • Mindestens 20 junge Landwirte sind auf lokaler Ebene aktiv an der Ernährungssicherung beteiligt
  • 15 Dörfer haben Strategien gegen Nahrungsmittelknappheit entwickelt
     
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