Veranstalter: Renovabis und Misereor unter der Schirmherrschaft von Knut Abraham und Frank Schwabe, Mitglieder der Parlamentarischen Versammlung des Europarates (PACE)
Weltweit setzen sich junge Menschen für Menschenrechte, demokratische Teilhabe, soziale Gerechtigkeit und den Schutz unserer natürlichen Lebensgrundlagen ein. Gleichzeitig geraten zivilgesellschaftliche Akteure und Menschenrechtsverteidiger und -verteidigerinnen in vielen Ländern zunehmend unter Druck. Autoritäre Regierungen und populistische Bewegungen schränken Handlungsspielräume ein, diffamieren kritische Stimmen oder erschweren die Arbeit unabhängiger Organisationen. Strategien wie Desinformation, digitale Überwachung, repressive NGO-Gesetze oder die Kriminalisierung von Engagement ähneln sich dabei oft über Ländergrenzen hinweg.
Selten bietet sich die Gelegenheit, Stimmen aus drei unterschiedlichen Weltregionen gleichzeitig in Berlin zu versammeln, die aus erster Hand berichten können, was es heute konkret bedeutet, sich für Menschenrechte einzusetzen. Wo geraten Menschenrechte derzeit besonders unter Druck? Welche Muster autoritärer Politik begegnen unseren Gästen? Vor allem aber: Welche Verantwortung tragen Europa und die internationale Gemeinschaft, wenn Menschenrechtsverteidiger -verteidigerinnen bedroht werden? Sind die bestehenden internationalen Schutzmechanismen stark genug oder müssen wir die globale Menschenrechtsarchitektur neu denken?
Diesen Fragen gehen wir gemeinsam mit internationalen Gästen aus Serbien, Simbabwe und El Salvador nach. Dabei wird auch die Rolle von Environmental Human Rights Defenders beleuchtet, also von Menschen, die den Schutz von Umwelt und natürlichen Ressourcen als Teil ihres menschenrechtlichen Engagements verstehen.