Erst jetzt lernte Borsha die Grundlagen für ein menschenwürdiges Leben kennen: ihre Rechte als junge Frau und Bürgerin der Stadt, den Schutz vor Krankheiten oder vor den katastrophalen Folgen des Klimawandels.
Junge Frauen wie Borsha M. stärken: Dafür setzen sich Misereor-Partnerorganisationen auf der ganzen Welt ein. „Heute kann ich darüber lachen, wie wenig wir früher wussten“, sagt Borsha.
Heute trennt die Familie ihren Müll, statt ihn wie früher ums Haus abzulagern. Und die Familie hat den schmalen Streifen Land und das Dach ihrer Behausung bepflanzt, um die unerträgliche Sommerhitze und die Kälte im Winter zu mildern. „Jetzt wachsen Pflanzen und Bäume rund um unser Haus, die Früchte tragen und Schatten spenden.“
BARCIK unterstützt die Mädchen dabei, sich in Jugendgruppen zu organisieren.
Borsha M. ist stolz darauf, dass sie eine Gruppe von rund 20 Mädchen leiten konnte. In der Gruppe teilen die Heranwachsenden ihr Wissen, erkennen Probleme und finden gemeinsam Lösungen. Dank ihrer Aufklärungsarbeit verstehen mehr Eltern im Viertel, warum Bildung für die Zukunft ihrer Kinder entscheidend ist.
Gemeinsam mit BARCIK setzt sich Misereor dafür ein, dass Mädchen wie Borsha M. voller Selbstvertrauen ihren Weg aus dem Armenviertel finden können: die Schule abschließen, einen Beruf erlernen, anderen Menschen helfen. Damit mehr junge Frauen in Bangladesch heute sagen können: „Wir sind die Zukunft und gemeinsam sind wir stärker als je zuvor.“