Ein Mann, ein Berg – zehnmal Mount Everest: Wenn der Pfälzer Ausdauersportler Christoph Fuhrbach am 21. Juni seinen Rad-Weltrekordversuch in Kallstadt startet, geht es um mehr als sportliche Höchstleistung. Es geht um Haltung, Verantwortung – und die Frage, wie ein enkeltaugliches Leben aussehen kann.
Gemeinsam mit dem Hilfswerk Misereor und dem Bistum Speyer verbindet der Diplom-Theologe und Weltkirchenreferent sportliche Leistung mit einer klaren Botschaft: „Unser Lebensstil hat Grenzen – und zwar nicht nur unsere eigenen“, so Fuhrbach. In weniger als neun Tagen will der 54-Jährige 88.480 Höhenmeter bewältigen – das entspricht zehnmal der Höhe des Mount Everest, der Referenz für sogenannte Everesting-Projekte.
Einfach leben – für eine gerechtere Welt
„Ich bin kein Fan von Rekorden um ihrer selbst willen“, betont Fuhrbach. Vielmehr will er ein Zeichen setzen: für Klimagerechtigkeit, bewussteren Konsum und globale Solidarität. Damit trifft sein persönlicher Antrieb auf das Engagement von Misereor.
Dessen Einsatz für die UN-Nachhaltigkeitsziele (SDGs) bildet den inhaltlichen Rahmen des Festivals „Voll das Leben“, das vom 21. bis 29. Juni in Kallstadt stattfindet.
Mit seiner Aktion ruft Fuhrbach außerdem zu Spenden für die weltweite Projektarbeit von Misereor auf – für Menschen, die besonders unter den Folgen der Klimakrise leiden.
Kallstadt als Bühne für Veränderung
Nicht zufällig startet der Versuch in Fuhrbachs Heimatregion: Kallstadt ist Modellkommune im Projekt „Pfälzerwald: SDG-Modellregion“. Die Strecke zur Lindemannsruhe gilt als Radsport-Klassiker – für den Weltrekord muss sie 277 Mal bewältigt werden, aufwärts wie abwärts. Täglich versucht Fuhrbach dabei über 11.000 Höhenmeter zurückzulegen – bei Tag und Nacht, Wind und Wetter.
Festival für Kopf, Herz und Beine
„Voll das Leben“ ist weit mehr als ein sportliches Event: Schulaktionen, Ausstellungen, Kulturabende, Gesprächsrunden und eine Kinovorführung setzen in der Region starke Impulse für einen zukunftsfähigen Lebensstil.
Zu den kulturellen Highlights zählen Veranstaltungen mit Christian Englert (27.6.), Joshua Nichell sowie Konzerte von „Elsa & der Viertelton“ (22.6.) und „Khumo“ aus Mannheim (28.6. auf dem Platz der 100 Weine).
Ein geistlicher Impuls mit Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann (25.6.) im Rahmen einer Benefizwanderung des Pfälzerwald-Vereins (Hambach) setzt einen spirituellen Akzent. Schirmherr des Festivals ist Ministerpräsident Alexander Schweitzer. „Im Rahmen der Festivalwoche setzen Sie mit einem vielseitigen Bildungs- und Kulturprogramm gemeinsam Zeichen für eine lebenswerte und gerechte Zukunft. Der angekündigte Weltrekordversuch des Extremradsportlers Christoph Fuhrbach, während des Festivals innerhalb von acht Tagen zehn, Everestings' zu absolvieren, wird viele Menschen auf die Nachhaltigkeitsziele aufmerksam machen und begeistern."
Zum großen Finale am 29. Juni wird die Strecke selbst zur Bühne: Alle radbegeisterten Menschen sind eingeladen, mitzufahren und Teil dieser besonderen Bewegung zu werden.
Die Veranstaltungen sind kostenfrei – um Spenden für die weltweite Arbeit von Misereor wird herzlich gebeten.
12.06.2025
Festival „Voll das Leben“ vom 21. bis 29. Juni 2025 in Kallstadt
Weltrekordversuch trifft Weltethos: Christoph Fuhrbach startet zehnfaches Everesting in der Pfalz – Misereor ist dabei
Georg Thünemann
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