Sudan und Südsudan: Hilfe für Opfer von Krieg und Hunger
Zerstörung, Gewalt und Vertreibung. Der anhaltende Bürgerkrieg im Sudan gleicht einer humanitären Katastrophe und führt zu Not in der ganzen Region.
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Dankbar versorgt die 20-jährige Nyikueth Chuol Yoah sich und ihre Kinder mit einer warmen Mahlzeit. Im Bürgerkrieg im Südsudan und Sudan verlor sie ihre Eltern, ihren Mann und ihr Zuhause. Im Transitcamp in Malakal findet sie Zuflucht. Hier bekommt sie Nahrung. Hier fühlt sie sich sicher.
33 Millionen Menschen brauchen humanitäre Hilfe
Der Krieg im Sudan gilt weiterhin als die größte humanitäre Krise weltweit. Mehr als 14 Millionen Menschen sind seit Beginn des Konfliktes vor Krieg, Hunger und Zerstörung geflüchtet. Sie suchen sowohl innerhalb des Landes als auch in den Nachbarstaaten, wie dem Südsudan, nach Schutz. Die anhaltende Gewalt, zerstörte Infrastruktur und der Zusammenbruch lebenswichtiger Dienste haben eine dramatische Krisenlage geschaffen.
Zwei Drittel der Bevölkerung sind auf humanitäre Hilfe angewiesen. 21 Millionen Menschen leiden unter akutem Hunger. Besonders betroffen sind Kinder und schwangere Frauen. Die Nachbarländer, die große Teile der Flüchtlinge aufgenommen haben, sind mit der Versorgung überlastet. Seien Sie an der Seite der notleidenden Menschen. Jede Unterstützung ist entscheidend.
Ein sicherer Ort für Rückkehrer*innen
Auch fast drei Jahre nach Beginn des Krieges im Sudan fliehen weiterhin täglich Menschen in den Südsudan – viele von ihnen körperlich geschwächt und traumatisiert. Seit 2023 sind etwa eine Million Menschen allein im Bundesstaat Upper Nile angekommen.
Nyikueth Chuol Yoah ist, wie die meisten der Geflüchteten, im Südsudan aufgewachsen und floh als Kind vor dem Bürgerkrieg in den Sudan. Nach Ausbruch des Krieges im Sudan kehrte sie zurück in ihre Heimat. In den UN-Camps im Südsudan werden allerdings nur sudanesische Geflüchtete dauerhaft aufgenommen, die Rückkehrer*innen fallen durch das internationale Hilfsnetz und sind auf sich allein gestellt. Im Transitcamp in Malakal finden sie zunächst ihre erhoffte Unterstützung, bevor sie an die Orte weiterreisen, an denen sie bleiben wollen. Dort können sie sich ausruhen, essen und durchatmen. Erfahren Sie mehr im Video:
So helfen Misereor und seine Partner
Das Transitlager beherbergt derzeit 1.200 Personen. Die Lage im Camp ist angespannt: Trotz aller Bemühungen verloren Menschen ihr Leben – geschwächt von Erschöpfung, Hunger und Krankheiten.
In dieser Notsituation versorgt Misereor gemeinsam mit Caritas Malakal die Menschen mit notwendigen Hilfsmitteln. Besonders alleinstehende Frauen mit Kindern brauchen dringend Nahrung und Schutz. Caritas Malakal hilft gezielt dort, wo staatliche Strukturen und internationale Hilfe nicht ausreichen. Mit regelmäßigen Mahlzeiten erhalten die Ankommenden die nötige Kraft, um ihren Weg fortzusetzen. An verschiedenen Zielorten der Great Upper Nile Region haben sie die Chance einen Neuanfang zu beginnen.
Sven Brieger
Spenderkommunikation
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