Fairer Kaffee aus Peru
Im Norden Perus bauen Kleinbäuerinnen und Kleinbauern Kaffee, Kakao und Zuckerrohr an. Auf dem Weltmarkt bekommen sie dafür nur wenig Geld. Der Faire Handel ermöglicht ihnen, angemessene Preise für ihre Ernte zu bekommen.
Der Wert eines guten Kaffees
In den kleinen peruanischen Ortschaften Tailin, Chonta und San Cristobal trifft man auf Kleinbäuerinnen und Kleinbauern, die in den Hügeln jenseits der trockenen Steppe Kaffee, Kakao und Zuckerrohr anbauen. Die Produkte werden später über die Kooperative Norandino nach Deutschland verschifft und dort über die GEPA verkauft.
Mit der Professionalisierung der kleinbäuerlichen Landwirtschaft wird im Dorf Arbeit geschaffen, für die die Menschen gerecht bezahlt werden: Die Kooperative zahlt ihnen für einen Sack Kaffee 400 Soles, rund 100 Euro. Auf dem Weltmarkt bekämen die Produzenten für den Kaffee nur umgerechnet 80 Euro.
Wilfried Wunden
Fairer Handel
- Telephone
- 0241 442 268
- fairerhandel@misereor.de
Kaffee-Kooperative steigert Einkommen und fördert Bildung
Aus der kleinen Kooperative Norandino ist mittlerweile ebenfalls ein florierendes Unternehmen geworden. Jährlich werden hier 95.000 Tonnen Kaffee produziert, von denen 70 Prozent in den Fairen Handel nach Europa gehen.
Seitdem die Kleinbäuerinnen und Kleinbauern ihre Ernte über die Kooperative als fair gehandelte Produkte ins Ausland verkaufen können, hat sich das Einkommen der Menschen deutlich erhöht. Und auch die Kinder profitieren davon. Sie arbeiten nicht mehr auf dem Feld mit, sondern gehen zur Schule.
Der Klimawandel bedroht die Zukunft
Dennoch werden die Bedingungen schwieriger, unter denen die Kleinbäuerinnen und Kleinbauern im Norden Perus, aber auch weltweit zukünftig arbeiten müssen: der Klimawandel bringt Dürren, Wasserknappheit und zunehmende Insektenplagen mit sich.
Neben diesen Herausforderungen muss es zudem langfristig eine Diskussion darüber geben, was ein fairer Preis ist und was wir im Norden für gute Produkte bereit sind zu zahlen. Angesichts der zunehmenden Qualität der Produkte, von Kaffee über Kakao bis Vollrohrzucker, ist es durchaus angemessen, von der „billig ist gut“ Devise wegzukommen.
Unsere Publikationen zum Thema Kaffee
Studie zu ökologischen und sozialen Externalitäten von Kaffee in Uganda und Honduras
Die Studie präsentiert versteckte Kosten bei Kaffee aus Uganda und Honduras und schlägt vor, wie sie…
Die Studie präsentiert versteckte Kosten bei Kaffee aus Uganda und Honduras und schlägt vor, wie sie in der Bilanz von Unternehmen berücksichtigt werden sollten. Neben den Umweltwirkungen werden auch erstmals soziale Kosten umfassend vorgestellt.
- Herausgeber: True Cost Alliance mit Misereor, Technische Hochschule Nürnberg, TMG - Thinktank for Sustainability
- Erscheinungsjahr: 2026
Seitenzahl: 24 Seiten
Französische und spanische Übersetzung auf misereor.org
Die Studie präsentiert versteckte Kosten bei Kaffee aus Uganda und Honduras und schlägt vor, wie sie in der Bilanz von Unternehmen berücksichtigt werden sollten. Neben den Umweltwirkungen werden auch erstmals soziale Kosten umfassend vorgestellt.
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Mit Agrarökologie in die Zukunft
Ein Aufruf an die Bundesregierung! Politische Lösungen für die Krise in Landwirtschaft und Ernährung
…Ein Aufruf an die Bundesregierung! Politische Lösungen für die Krise in Landwirtschaft und Ernährung
In dem Positionspapier fordern über 30 Organisationen die Bundesregierung auf, mit Agrarökologie Antworten auf die multiplen Krisen unserer Zeit zu geben. Für resiliente, demokratische und klimagerechte Ernährungssysteme.
- Herausgeber: Misereor, Inkota, Fian [et al]
- Erscheinungsjahr: 2026
- Seiten: 16
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EU-Mercosur-Abkommen ante portas? Warum eine Ratifizierung verhindert werden sollte
Im Dezember 2024 verkündete die Europäische Kommission, sie habe eine politische Einigung über ein…
Im Dezember 2024 verkündete die Europäische Kommission, sie habe eine politische Einigung über ein Handelsabkommen mit dem Mercosur erzielt. Dem südamerikanischen Staatenbund, mit dem die EU 25 Jahre über diesen Vertrag verhandelt hat, gehören Argentinien, Brasilien, Paraguay und Uruguay an. Im Sommer 2025 will die Kommission den politischen Prozess zur Ratifizierung des Abkommens einleiten. Doch welche Risiken birgt dieses Abkommen?
Auf diese Frage gibt die vorliegende Studie Antworten.
- Herausgeber: Brot für die Welt, Misereor, PowerShift
- Erscheinungsjahr: Juli 2025
- Seiten: 38
Im Dezember 2024 verkündete die Europäische Kommission, sie habe eine politische Einigung über ein Handelsabkommen mit dem Mercosur erzielt. Dem südamerikanischen Staatenbund, mit dem die EU 25 Jahre über diesen Vertrag verhandelt hat, gehören Argentinien, Brasilien, Paraguay und Uruguay an. Im Sommer 2025 will die Kommission den politischen Prozess zur Ratifizierung des Abkommens einleiten. Doch welche Risiken birgt dieses Abkommen?
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