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      Mit Menschen. Gegen Ignoranz.


      Mit offenem Blick und Bildung gegen die Ignoranz

      Ann-Kathrin Borchert ist entschlossen, die Welt durch Bildung zu verbessern. Aufgewachsen in einem Dorf im Emsland, geprägt von intensiven Begegnungen in Kenia, verfolgt die 30-jährige Lehrerin heute ein klares Ziel: "Ich möchte den Blick schärfen für die Länder des globalen Südens, für das Ungleichgewicht zwischen Nord und Süd, für mehr Offenheit, Respekt und Toleranz."

       

      "Ich will die vorherrschenden Bilder im Kopf durchbrechen und koloniale Denkstrukturen hinterfragen", sagt Ann-Kathrin Borchert. Deshalb spricht sie im Unterricht vom globalen Süden statt von Entwicklungsländern. Von informellen Siedlungen, nicht von Slums. Damit will sie ihren Schüler*innen vermitteln, allen Menschen und Kulturen mit Respekt und auf Augenhöhe zu begegnen.

      Seit ihrer Exkursion nach Kenia mit Misereor brennt Ann-Kathrins Herz für das ostafrikanische Land. Ihr Feuer überträgt sich auf die Jugendlichen im Erdkundekurs:

      "Wenn ich von meinen Erfahrungen erzähle, sind sie voll dabei."

      Nach den Projektbesuchen in Kenia hat sie mit Unterstützung von Misereor eine Unterrichtsreihe über informelle Siedlungen erstellt, die allen interessierten Lehrpersonen zur Verfügung steht.  

      "Kenia war eine ganz besondere Erfahrung", sagt Ann-Kathrin Borchert. Ein Schlüsselmoment war ihre Begegnung mit jungen Frauen in Kibera, einem informellen Stadtteil von Nairobi. "Eine lud uns spontan zu sich nach Hause ein" – in ihre vier Quadratmeter kleine Behausung ohne Wasser und Toilette


      Noch tiefer berührten die Besucherin die Geschichten der Frauen. Das Schlimmste war zu erfahren, dass manche minderjährige Mutter keinen Ausweg sah, als ihr Neugeborenes einfach am Flussufer abzulegen.


      In Kenia erkannte die angehende Lehrerin aber auch, was Bildung bewirken kann. Im Misereor-Partnerprojekt "Rescue Dada Centre" lernen junge Frauen von der Straße das Friseurhandwerk. "Jetzt führen sie ihre eigenen Haarstudios, in denen sie alle möglichen Styles anbieten, und ernähren damit die ganze Familie." Auch aus anderen Begegnungen hat Ann-Kathrin Borchert viel Positives mit nach Hause genommen. 


      "Es gibt so viel Innovation, Stolz, Fröhlichkeit, gegenseitige Unterstützung und eine herzenswarme Willkommenskultur." Genau diese Werte aus Kenia möchte Ann-Kathrin Borchert auch an ihrer Schule vermitteln. Deshalb engagiert sie sich weit über den Unterricht hinaus.  


      Ihre Arbeitsgruppe für Umweltschutz und Klimagerechtigkeit hat bereits einen Schulwald gepflanzt, Spendenläufe organisiert, über Plastikmüll aufgeklärt und ein Tauschregal aufgestellt. Weitere Aktionen sind geplant, deren Erlöse einem Misereor-Projekt zugutekommen könnten. Die Schulleitung unterstützt das Vorhaben mit Freude. 

      Der Zuspruch von allen Seiten zeigt der jungen Lehrerin, wie sehr sie mit ihrem Engagement die Menschen bewegt. Und er motiviert Ann-Kathrin Borchert, ihren Weg gegen die Ignoranz in der Welt weiterzugehen. 


      "Ich möchte den Blick schärfen für die Länder des globalen Südens, für das Ungleichgewicht zwischen Nord und Süd, für mehr Offenheit, Respekt und Toleranz."

      Ann-Kathrin Borchert 


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      Das Unterrichtsmaterial „Aufwertungsprozesse informeller Siedlungen in Nairobi“ ist für den Geographieunterricht der Sekundarstufe II konzipiert worden und in Kombination mit dem Erklärfilm „Slum Upgrading & People-led Settlement Improvement in Nairobi”  zu sehen. Das  Unterrichtsmaterial ermöglicht unter anderem eine klare Begriffsabgrenzung und eine kritische Auseinandersetzung mit den Wohn- und Lebensbedingungen in informellen Siedlungen. Die Schülerinnen und Schüler bewerten zudem anhand eines realen Beispiels zwei Möglichkeiten der Aufwertungsprozesse informeller Siedlungen am Beispiel der kenianischen Hauptstadt Nairobi. Das Unterrichtsmaterial beinhaltet unter anderem einen konkreten Vorschlag zur Unterrichtsgestaltung, Arbeitsblätter und Lösungen. Es ist im Nachgang einer Exkursion des geographischen Instituts der Universität Köln mit Misereor nach Kenia entstanden, die 2019 durchgeführt wurde.

      • Herausgeber: Misereor
      • Erscheinungsjahr: 2021
      • Seiten: 29
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      Kommentare unserer Spenderinnen und Spender


      Allen ein gesegnetes Weihnachtfest!

      Rubbert

      Bildung ist Macht!

      Kirsten G.

      Tolle Arbeit!! Erhaltet unsere schöne Erde….:)


      Misereor ist wegen Förderung der Entwicklungszusammenarbeit nach dem letzten uns zugegangenen Freistellungsbescheid des Finanzamtes Aachen-Stadt, Steuer-Nummer 201/5900/5748,nach § 5 Abs.1 Nr. 9 des Körperschaftssteuergesetzes von der Körperschaftssteuer befreit.