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Die Katholische Zentralstelle für Entwicklungshilfe

Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) und andere öffentliche Geldgeber fördern Projekte zur Armutsbekämpfung

Seit dem Jahr 1962 existiert zwischen der Bundesregierung, der evangelischen und der katholischen Kirche in Deutschland eine entwicklungspolitische Zusammenarbeit. Für die Abwicklung der Projektarbeit wurden im gleichen Jahr die Evangelische und Katholische Zentralstelle für Entwicklungshilfe (EZE und KZE) gegründet.

Die kirchlichen Zentralstellen treffen die Auswahl der jeweiligen Projekte vollkommen eigenständig. Sie bestimmen mit ihren Partnern selbst das Projektprogramm. Mit der Vergabe der finanziellen Mittel sind keine politischen Auflagen verbunden. Projekte mit missionarischem Charakter werden nicht gefördert. Die Geschäfte der KZE werden vollständig von MISEREOR wahrgenommen.

Im vergangenen Jahr wurde mit über 110,4 Millionen Euro Bewilligungsvolumen des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) die Zahl des Vorjahres leicht gesteigert. Insgesamt wurden damit 453 Projekte gefördert. Davon befanden sich 132 Projekte mit 29,8 Millionen Euro in Afrika und sieben Projekte mit 1,8 Millionen Euro im Nahen Osten, 121 Projekte mit 28,9 Millionen Euro in Asien und Ozeanien und 161 Projekte mit einem Volumen von 30,6 Millionen Euro in Lateinamerika. Es gab zudem acht überregionale Projekte mit 7,9 Millionen Euro Förderung (Auswertung und Evaluierung von Programmen und Entsendung von Entwicklungshelfern und Beratungsfachkräften).

In Zusammenarbeit mit Renovabis förderte die KZE fünf Vorhaben in Osteuropa und der Balkanregion mit 5,8 Millionen Euro Zuschuss aus öffentlichen Mitteln.Für den Freiwilligendienst „weltwärts“ wurden 3,8 Millionen Euro bereitgestellt. Ein Projekt wurde aus den Sondermitteln Klimaschutz in Höhe von 1,5 Millionen Euro gefördert. Hinzu kommt eine Soforthilfe des Landes Nordrhein- Westfalen für Wiederaufbaumaßnahmen nach dem Erdbeben in Haiti in Höhe von 0,3 Millionen Euro. 

In folgender Graphik aus dem Jahresbericht 2010 sind alle Einnahmequellen MISEREORs aufgeführt. Für die Vergabe und Weiterleitung öffentlicher Mittel an kirchliche Partnerorganisationen in Afrika, Naher Osten, Asien, Ozeanien und Lateinamerika ist MISEREOR Treuhänder.

Deshalb bearbeiten die Mitarbeiter von MISEREOR auch alle Projekte der katholischen Zentralstelle für Entwicklungshilfe e.V. Sie überprüfen die Anträge auf ihre entwicklungspolitische Relevanz, fachliche Richtigkeit und insbesondere auf ihre Übereinstimmung mit den Förderkriterien der Bundesregierung im Bereich der Entwicklungspolitik. Gleichfalls gehört zur treuhänderischen Bewirtschaftung auch die fachliche und finanzielle Begleitung der Vorhaben sowie die Rechenschaftslegung gegenüber der Bundesregierung. Jedes einzelne Projekt wird abgerechnet und es findet eine inhaltliche Erfolgskontrolle während und am Ende des Vorhabens statt.

Einnahmestruktur 2009
Kontoinformationen
Konto 10 10 10 MISEREOR
BLZ 370 601 93 PAX-Bank

Mehr zum Thema

Kirchenbericht 2002 (pdf, 2,2MB)
Gemeinsam für Gerechtigkeit und Frieden - 40 Jahre entwicklungspolitische Zusammenarbeit zwischen der Bundesregierung und den Kirchen

Kirchenbericht 1997 (pdf, 1,2 MB)
Gemeinsam Zukunft sichern - Die entwicklungspolitische Zusammenarbeit zwischen der Bundesregierung und den Kirchen

Zahlenblatt zur Jahresrechnung 2010 (pdf, 256 KB)