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Armut in der Stadt

Armenviertel in Nairobi

Die Hälfte der Menschheit lebt inzwischen in Städten. Und auch in den kommenden Jahrzehnten wird die Zunahme der Weltbevölkerung überwiegend in Städten stattfinden. Besonders schnell wachsen dabei die Armenviertel der Metropolen in Afrika, Asien und Lateinamerika. Die städtische Armut ist daher eine der großen Herausforderungen der kommenden Jahre.

Eine allgemein gültige Definition dessen, was ein städtisches Armenviertel ist, gibt es nicht. Das Wohn- und Siedlungsprogramm der Vereinten Nationen, UN-Habitat, ordnet den Armensiedlungen folgende fünf Kriterien zu:

  1. Kein sicherer Zugang zu Trinkwasser
  2. Unzureichende sanitäre Anlagen
  3. Schlechte Bausubstanz
  4. Ungewisse Wohn- und Aufenthaltsrechte
  5. Zu wenig Raum zum Leben

Rund eine Milliarde Menschen lebt nach aktuellen Schätzungen in solchen Armenvierteln. Bis 2030 könnte sich ihre Zahl verdoppeln, sollte die aktuelle Tendenz bestehen bleiben. Besonders dynamisch wachsen afrikanische Städte, die schon heute restlos mit der Aufgabe überfordert sind, die städtische Armut zu lindern. Neu ist, dass es nicht mehr in erster Linie arme Zuwanderer vom Land sind, die für das Wachstum der Slums sorgen, sondern die Geburtenüber- schüsse: Die Armensiedlungen wachsen also mittlerweile aus sich selbst heraus.

Das Menschenrecht auf Wohnen

Alle Menschen haben das "Recht auf menschenwürdigen Wohnraum", also auf einen Ort, an dem sie in Frieden und Würde leben können. Dies wurde bereits 1966 von der Vollversammlung der Vereinten Nationen bekräftigt. mehr

 

 

Leben im Slum

Slum in Nairobi

Die Menschen in den Slums leben in der Regel nicht nur in Armut und beengten Verhältnissen. Sehr oft siedeln sie auch in gefährlichen Gebieten, etwa an steilen Hängen mit Erdrutschgefahr, in Über- schwemmungsgebieten oder in der Nähe von Müllkippen und Indus-trieanlagen. mehr

Gewalt gegen die Armen

In einem Armenviertel Jakartas

Wer in "informellen Siedlungen" wohnt, lebt in ständiger Furcht. Die Not fördert häusliche Gewalt und Straßenkriminalität. Da die Slum- bewohner keinen rechtlich abge- sicherten Anspruch auf ihr Zuhause haben, können ihre Interessen von Grundeigentümern und Stadtplanern jederzeit übergangen werden. Zwangsumsiedlungen und Vertreibungen drohen. mehr

"Die Stadt, die wir wollen"

Arme Stadtbewohner sind keine gesichtslose und ohnmächtige Masse. Es sind Menschen, die ihr Leben selbst in die Hand nehmen. In Netzwerken und Selbsthilfe- gruppen planen und verwirklichen sie die Zukunft ihrer Wohnquartiere. Sie wissen, dass sie gemeinsam mehr erreichen können. Unterstützt werden sie von MISEREOR und seinen Partnerorganisationen. mehr

Menschenwürdig leben. Überall!

Die Menschen in den Armenvierteln standen 2011 im Zentrum der MISEREOR-Fastenaktion. Lesen Sie hier, wie sich MISEREOR und seine Partnerorganisationen für städtische Arme einsetzen, am Beispiel von Projekten in Phnom Phen, Nairobi und Lima.

Kontoinformationen
Konto 10 10 10 MISEREOR
BLZ 370 601 93 PAX-Bank

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Film "Dear Mandela"

Dokumentarfilm über die mutwillige Zerstörung von Hüttensiedlungen in Südafrika. Und die MISEREOR-Partnerorganisation Abahlali base Mjondolo, die sich für die Rechte der Bewohner einsetzt. zum Video

Kontakt

Dr. Almuth Schauber
Fachreferentin städtische Entwicklung
Tel.: 0241 442 423
Klaus Teschner
Fachreferent städtische Entwicklung
Tel.: 0241 442 210