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      Mit Menschen. Gegen Landraub.


      Mit Würde und Widerstand gegen den Landraub

      Es gibt drei Dinge, die Habibe B. fürchtet: Armut, Würdelosigkeit, Unrecht. Beinahe wären alle drei Dinge auf einmal eingetreten: als das Land seiner Vorfahren einem ausländischen Großunternehmen verkauft wurde.

      Habibe B. ist kein ängstlicher Mensch. Als Marabout ist der 67-jährige in seinem Dorf im Senegal die höchste Autorität. Obwohl er seit einem Schlaganfall kaum noch laufen kann, nimmt der aufrechte Mann den Weg zu den Feldern auf sich, um dabei zu sein, wenn seine Gemeinde ihr Land bearbeitet.

       "Wir haben nur dieses Land: Wir leben hier, ernähren uns davon und kommen auf ihm als Gemeinschaft zusammen."

      Doch vor ein paar Jahren überschrieb ein korrupter Bürgermeister tausende Hektar Land an Großinvestoren aus Marokko. Das angestammte Land der Gemeinschaft sollte in eine Reis-Plantage umgewandelt werden. Die Dorfbewohner hätten ihre Heimat verlassen müssen.

      Geboren in der Kolonialzeit, ist Habibe B. mit dem Widerstand gegen die Ausbeutung gross geworden. Unter seiner Führung organisierten sich die Dorfbewohner. Unterstützt wurden sie dabei von ENDA Pronat, der MISEREOR-Partnerorganisation im Senegal. Als sich der Marabout Habibe B. gefolgt von Anhängern und Kameras zum Staatspräsidenten in die Hauptstadt Dakar aufmachte, wendete sich das Blatt. Der Präsident erkannte, dass das Großinvestitionsvorhaben weder rechtlich noch politisch haltbar war, zog seine Unterstützung für dieses Projekt zurück und machte so alle Entscheidungen des Bürgermeisters rückgängig.

      Endlich gehört das Land den Menschen, die seit Generationen darauf und davon leben.

      Es ist ein karges Land, und doch kann es seine Menschen ernähren. Der Boden muss nur fruchtbar gemacht werden. Auch dabei unterstützen die MISEREOR-Partner die Menschen mit Workshops im ökologischen Landbau: Wie man Kompost einsetzt, Schädlinge fernhält, welche Pflanzen am besten kombiniert werden können. 

      Das steigert die Erträge, die Menschen können sich selbst versorgen. Habibe B. lächelt. In seiner Dorfgemeinschaft herrschen wieder Recht und Würde.

      *Der Name wird zum Schutz der Person nicht ausgeschrieben.


      "Ich kämpfe gegen das Unrecht, seit ich ein kleines Kind bin."

      Habibe B.


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      Mit bisher mehr als 6,6 Milliarden Euro haben wir Menschen weltweit unterstützt, ihr Leben aus eigener Kraft nachhaltig zu verändern.


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      Rubbert

      Das Bischöfliche Hilfswerk MISEREOR e. V. ist wegen Förderung der Entwicklungszusammenarbeit nach dem Freistellungsbescheid des Finanzamtes Aachen-Stadt, Steuer-Nr. 201/5900/5748, vom 30.03.2020 für das Jahr 2018 nach § 5 Abs. 1 Nr. 9 des Körperschaftsteuergesetzes von der Körperschaftsteuer befreit.