Frauen auf einem Feld bei einer Schulung
Frauen wirtschaften anders! Frauengruppen sind der Schlüssel zu einer ausreichenden, gesunden Ernährung - auch in Zeiten der Dürre. © Bachmann / MISEREOR
Spendenprojekt

Indien - Das Wachstumswunder der Frauen

Ich unterstütze dieses Projekt 0 Kommentare
Menschen haben schon
€ online gespendet!

Stärken Sie den Pioniergeist der Armen im weltweiten Kampf gegen den Hunger.

Mehr als 300 Millionen Menschen sind in Indien von einer Jahrhundertdürre betroffen. Frauengruppen in 2000 Dörfern jedoch beweisen mithilfe von MISEREOR, dass es auch in diesen schweren Zeiten möglich ist, die Familien satt zu bekommen. Sie haben ihre Männer überzeugt, ihnen ein kleines Stück Land abzugeben. Dort bauen die Frauen heute erfolgreich Nahrungsmittel mit angepassten Methoden an.

Frauen suchen nach Wegen aus der Abhängigkeit

Shantabai Rathore hat fünf Kinder. Wie viele Mädchen und Jungen in Indien waren diese lange unterernährt. Der dringende Wunsch der Mutter: die Familie gesund zu ernähren und möglichst viel davon selbst anzubauen. Gemüse, Hülsenfrüchte, Getreide und Ölsaaten wie Soja, Sonnenblumenkerne und Sesam – all das gehört in Indien zu einer abwechslungsreichen, gesunden Ernährung.

Mit ökologischem Anbau den Teufelskreis durchbrechen

Shantabais Beispiel zeigt: Frauen denken anders. Denn wo Männer die Felder bestellen, findet man kaum Nahrungsmittel für den Eigenbedarf, sondern „cash crops“ – also Produkte, die sich gut zu Geld machen lassen. Zum Beispiel Zuckerrohr, für dessen Anbau viel Wasser benötigt wird. In Zeiten der Dürre ist das ein hohes Risiko.

Beratung macht 60000 Familien satt

MISEREOR unterstützt die Gründung von Frauengruppen in den Dörfern. Mitarbeiterinnen unserer Partnerorganisation Swayam Shikshan Prayog (SSP) beraten die Frauen: Welche Gemüsesorten pflanzt man am besten zusammen an? Wie kann man biologische Pflanzenschutzmittel herstellen? Wie lässt sich Wasser am effektivsten nutzen? Wie sieht eine ausgewogene Ernährung aus dem eigenen Nutzgarten aus?

Seit 2009 hat SSP 60 000 Frauen in 2000 Dörfern gefördert – vor allem in den besonders armen Bundesstaaten Maharashtra, Gujarat, Tamil Nadu und Bihar. Davon profitieren nicht nur die Familien; viele Nachbarn lernen von den Frauen und werden ermutigt, auch etwas zu verändern. So hat die Arbeit von SSP fast vier Millionen Menschen erreicht – das ist mehr als die Bevölkerung Berlins!

Der Schlüssel: Ein kleines Stück Land in Frauenhand

In Shantabais kleinem Dorf überzeugte eine Vereinigung von Frauen in harten Verhandlungen ihre Männer davon, jeder von ihnen ein kleines Stück Land abzutreten. So konnten sie die neu erworbenen Kenntnisse aus der Frauengruppe direkt anwenden, um ihre Familien besser zu ernähren. Und das funktioniert – auch in Zeiten der Dürre und des Klimawandels!

Mehr Ertrag und ein Drittel weniger Kosten

Wie machen die Frauen das? Die Entscheidung, auf teures Hybridsaatgut, teure Dünger und Pestizide zu verzichten, spart immense Kosten. Die Rückbesinnung auf traditionelle, an das Klima angepasste Sorten erweist sich als sinnvoll. Der Fruchtwechsel auf den Feldern verbessert den Boden und führt zu höheren Erträgen. Auch für die Viehhaltung haben sich die Frauen etwas einfallen lassen: Sie pflanzen in kleinen Tümpeln eine bestimmte Algenart an, die sich als Futtermittel für die Tiere eignet.

Shantabai verdient mehr als vier Euro am Tag

Die Mutter von fünf Kindern hat es mit ihren Auberginen zu einer gewissen Berühmtheit gebracht. Sie war damit schon mehrfach auf Landwirtschaftsausstellungen und verkauft den Überschuss ihrer Ernte auf dem Markt und an Hochzeitsgesellschaften. Auch als Büffelmilch-Produzentin ist sie erfolgreich. Sie hat mittlerweile sechs Büffelkühe, die mehr Milch liefern, als die Familie benötigt. Mit dem Verkauf erzielt sie ein regelmäßiges Einkommen von vier Euro am Tag. Den Dung ihrer Tiere nutzt sie als organischen Dünger, zum Beispiel für ihre Auberginen.

Wie lässt sich „Hilfe zur Selbsthilfe“ besser zeigen als am Beispiel dieser Frauengruppen in Indien? Mit unglaublicher Beharrlichkeit zeigen die Mütter, dass sie selbst in Zeiten der Dürre ihre Familien aus eigener Kraft ernähren können.

MISEREOR und seine Projektpartner fördern weltweit diesen Pioniergeist. Bitte helfen Sie uns heute dabei mit Ihrer Spende.


Ich unterstütze dieses Projekt
EINMALIG
MONATLICH
25 € 75 € 94 € 150 €  €
beträgt das Monatsgehalt einer Beraterin, die den Frauen hilft, sich und ihre Familie dauerhaft gesund zu ernähren.
Spenden per Überweisung:      IBAN DE75 3706 0193 0000 1010 10      BIC GENODED1PAX     Pax-Bank Aachen     Betreff: P64119 Philippinen

Das Land und unsere Partner

Indien

MISEREOR ist seit 1959 in Indien tätig. Im letzten Jahr wurden 128 Projekte mit 18,66 Millionen Euro neu bewilligt. Der Schwerpunkt unserer Arbeit ist die soziale, wirtschaftliche und politische Integration ausgeschlossener Bevölkerungsgruppen.

Projektpartner vor Ort

Die indische Organisation SSP (Swayam Shikshan Prayog) wurde 1993 von einigen engagierten Frauen und Männern gegründet, die in ländlichen Gebieten vor allem Frauen stärken wollten. Sie glauben daran, dass Frauen in Führungsrollen ein großes Potential entwickeln können – für die Verbesserung ihrer eigenen Situation, aber auch der Familien und dörflichen Gemeinschaften. SSP ist heute eine international anerkannte Nichtregierungsorganisation mit einem Büro in Pune in Maharashtra und weiteren kleinen Regionalbüros.


Was kann ich tun?

Haben Sie Fragen?

Spenden sammeln
Unterstützen Sie dieses Projekt mit einer Spendenaktion. Wir helfen gerne dabei!

Es kommt vor, dass für ein Spendenprojekt mehr Spenden eingehen, als MISEREOR bewilligt hat. Spendenprojekte stehen beispielhaft für die Arbeit in den von MISEREOR-geförderten Projekten weltweit. Sollte das Spendenaufkommen höher als die Summe sein, die MISEREOR mit den Projektträgern vereinbart hat, schreiben wir deshalb den Überschuss Projekten mit ähnlichem Konzept gut.