Projekt Bangladesch - Hilfe für Kleinbauern
Ramen Chandra Barman bei der Reisernte. ©Kathrin Harms
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Bangladesch - Mit nachhaltiger Landwirtschaft gegen den Hunger

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Helfen Sie mit Ihrer Spende, damit MISEREOR in Bangladesch Kleinbauern unterstützen kann. Biologischer Landbau und traditionelle Reissorten sichern Ernährung und Existenz.

Die von MISEREOR finanzierten Projekte in Bangladesch setzen dem teuren Anbau von Hochertrags-Reis Landwirtschaft mit traditionellen Reissorten und Pflanzenvielfalt entgegen. So finden arme Familien auf dem Land ihr Auskommen.

Denn jede Saison müssen sie ihr Saatgut neu kaufen. Und nur mit teurem, chemischem Dünger und Pestiziden gelingen gute Ernten. Die Kredite, die sie dafür aufnehmen, können sie selbst bei guter Ernte kaum zurückzahlen. So beginnt für viele Kleinbauern in Bangladesch der Teufelskreis der Verschuldung durch Hochertragsreis. Bei vielen Familien endet er damit, dass sie ihr Land verlieren und in die Slums der Städte ziehen.

Die Kleinbauern profitieren von ökologischer Landwirtschaft

Die Folgen: Weniger Artenvielfalt und ausgelaugte Böden führen eher zu Ernteausfällen, das belastete Grundwasser macht Mensch und Tier krank.

Die von MISEREOR mit Ihrer Spende unterstützten Organisationen BARCIK und Caritas Bangladesch bieten Workshops in nachhaltiger und ökologischer Landwirtschaft an. So gewinnen die Kleinbauern ihre Unabhängigkeit zurück und lernen mit den Folgen des Klimawandels besser zurechtzukommen.

Saatgut für den Reisanbau selbst züchten

Wie viele andere hat auch der Kleinbauer Sentu Kumar Hajong bis vor wenigen Jahren die von der Regierung propagierten Hochertragsreissorten angebaut. Trotzdem brachten die Felder immer weniger Ertrag. Als er schließlich seine Familie nicht mehr ernähren konnte, hat er einen der Workshops besucht.

In den Workshops hat Sentu Kumar gelernt, Saatgut für den Reisanbau wieder selber zu züchten. Dünger und Pestizide stellt er nun aus organischen Substanzen her. Um dieses traditionelle Wissen über Reisanbau und biologische Produktionsmethoden wiederzubeleben, trifft er sich regelmäßig mit anderen Bauern zum Erfahrungsaustausch. "Ich wollte endlich wieder unabhängig sein von den großen Konzernen. Jetzt geht es uns deutlich besser als früher", sagt Sentu Kumar zufrieden.

Zukunft durch Artenvielfalt

Die MISEREOR-Partnerorganisationen ermutigen die Kleinbauern, verschiedene Reissorten und zusätzlich Obst, Gemüse und Gewürze anzubauen. Künstlich angelegte Bewässerungsteiche können für die Fischzucht genutzt werden. Neben einer ausgewogeneren Ernährung schützt die Vielfalt auch vor Folgen extremer Wetterlagen oder Schädlingsbefall.

Mit Hilfe Ihrer Spende diskutieren Mitarbeiter von Barcik auch die Bedeutung der Artenvielfalt besonders mit Kindern und Jugendlichen in den Schulen. Eine Gruppe von Jugendlichen hat mittlerweile ein Komitee gegründet, das sich bei Lokalpolitikern nachdrücklich für die Umwelt einsetzt.


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Mit 75 € helfen Sie Kleinbauern, ihren Anbau von teuren Monokulturen wieder auf traditionelle, aber einträgliche Sortenvielfalt umzustellen.
Spenden per Überweisung:      IBAN DE75 3706 0193 0000 1010 10      BIC GENODED1PAX     Pax-Bank Aachen     Betreff: P30602 Bangladesch

Stand der Hilfe

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Das Land und unsere Partner

Bangladesch

Projektpartner vor Ort

In Bangladesch arbeitet MISEREOR u.a. mit diesen
beiden Partnerorganisationen zusammen:

Das "Bangladesh Resource Centre for Indigenous  Knowledge" (BARCIK) ist eine 1995 von Entwicklungsarbeitern gegründete Nichtregierungsorganisation. BARCIK beschäftigt sich praktisch und theoretisch mit den Themenbereichen Klimawandel, Umweltschutz, Entwicklung und Partizipation.

Die Caritas Bangladesch, entwicklungspolitische Fachstelle der bangladeschischen Bischofskonferenz, unterstützt seit vielen Jahren Kleinbauern, deren Land geraubt und deren Traditionen zerstört wurden. Der Umstellung der Landwirtschaft auf ökologische, traditionelle Anbaumethoden kommt dabei eine zentrale Bedeutung zu

Zwei Männer unterhalten sich

Touhidul Alam, Agrarfachmann bei BARCIK in Bangladesch


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