© Daniel Etter | MISEREOR

Miteinander Teilen - Gemeinsam Handeln

"Miteinander Teilen - Gemeinsam Handeln" ist eine Aktion, in der katholische und evangelische Christinnen und Christen gemeinsam ihre Solidarität mit den Armen und Rechtlosen in der Einen Welt zum Ausdruck bringen. Die beiden kirchlichen Hilfswerke MISEREOR und Brot für die Welt stellen dazu monatlich ein konkretes Projekt vor. 


Monatsprojekte 2017

Nightshelter Delhi
Foto: Daniel Etter / MISEREOR

Dezember: Indien - Endlich ein sicherer Schlafplatz

Monatelang lebte Sunita mit ihren vier kleinen Kindern auf den Straßen Neu Delhis. Immer wieder wurde sie von Polizisten von ihrem Schlafplatz verscheucht und manchmal auch geschlagen. Ihr erging es damit wie vielen der 150.000 Obdachlosen in der indischen Hauptstadt. Doch die junge Mutter hatte Glück. Mittlerweile ist die 28-Jährige in einer der inzwischen 60 Nachtunterkünfte der Stadt untergekommen. 

Zum Monatsprojekt Dezember 2017


Organisation CJA in Sucre, Bolivien (Centro Juana Azurduy)
Foto: Karin Desmarowitz / Brot für die Welt

November: Bolivien - Gutes Handwerk schafft gute Perspektiven

Frauen haben es in Bolivien immer noch schwer. Ihren Alltag im ärmsten Land Südamerikas prägen häufig Unterdrückung, Ausbeutung und Gewalt. Viele mittellose Familien aus  dem Umland zieht es in die Hauptstadt Sucre. Diese Landflucht geht häufig mit einem Zerfall kultureller und familiärer Werte einher. Das mündet oft in unerwünschten Schwangerschaften, Alkohol- und Drogenmissbrauch und in steigender Kriminalität. Frauen und ihre Kinder sind häufig Opfer sexueller Gewalt- und Misshandlungen.

Zum Monatsprojekt November 2017


Foto: MISEREOR-Projektpartner

Oktober: Madagaskar - Der Tag, der ihr Leben veränderte

Keine Minute hat sie ihre Entscheidung bereut. Und keine Sekunde muss Madame Justine nachdenken, an welchem Tag sich das Leben ihrer Familie grundlegend verändert hat: Am 4. September 2010 stellte Bakony, die Katechistin und Animateurin der Selbsthilfegruppe, ihnen eine andere, sehr aufwendige Technik des Reispflanzens vor, die mit sehr viel harter körperlicher Arbeit einhergeht.

Zum Monatsprojekt Oktober 2017


Foto: MISEREOR-Projektpartner

September: Syrien - Orte der Hoffnung für Aleppos Kinder

Nur noch jedes zweite Kind in Syrien kann zur Schule gehen. Was kaum jemandem bewusst ist: Das Land hat mittlerweile die schlechteste Einschulungsquote der Welt. Früher gingen 70 Prozent der Mädchen und Jungen auf weiterführende Schulen ? heute erhalten nur noch die Hälfte aller Kinder überhaupt Unterricht.

Zum Monatsprojekt September 2017


Einführung von Bewässerungssystemen und Schulungen in nachhaltiger Landwirtschaft
Foto: Jörg Böthling / Brot für die Welt

August: Malawi - Kostbares Nass für die Felder

Achtzig Prozent der Bevölkerung Malawis leben von der Landwirtschaft. Ob die Menschen eine Ernte einbringen, mit der sie durch das Jahr kommen, hängt vom Regen ab. Infolge des Klimawandels fällt der jedoch immer häufiger spärlich ? oder als Starkregen, der die Humusschicht von den Hängen spült und mit ihr Saatgut und Setzlinge. Dann sind die Menschen von Mangelernährung bedroht oder müssen sogar hungern.

Zum Monatsprojekt August 2017


Foto: Thomas Lohner | Brot für die Welt

Juli: Myanmar - Was zählt, ist der Mensch

Der frischgebackene Vater ist erleichtert. Dam Puia packt die Sachen seiner Frau in eine gelbe Kiste. Endlich können sie mit ihrer neugeborenen Tochter Emili nach Hause gehen! Lal Biak, seine Frau, sitzt auf der Bettkante, die dick eingepackte Emili in ihren Armen: "Die Geburt war schwierig, aber ich habe alle Schmerzen vergessen, als ich das Gesicht meines Babys gesehen habe!", sagt sie überglücklich. Es ist das erste Kind des jungen Paares. Insgesamt fünf Tage lang war die Mutter in der Klinik. Dann haben die Ärzte sie entlassen.

Zum Monatsprojekt Juli 2017


Florian Kopp / MISEREOR

Juni: Brasilien - Menschenwürdig leben

Nur stundenweise Wasser oder Elektrizität: In São Paulo leben rund zwei Millionen Menschen unter ärmlichen Verhältnissen. Oftmals ist das Centro Gaspar Garcia die letzte Hoffnung für die Bewohner, denn Räumungsklagen gehören in der Megacity zum Alltag. Doch wo sollen sie hin? Schon heute gibt es 16.000 Obdachlose in der Stadt.

Zum Monatsprojekt Juni 2017


Landwirtschaftsprojekt mit Bewaesserung
Foto: H. Schwarzbach /argus

Mai: Uganda - Wissen und Wasser machen satt

D wie Dürre, H wie Hunger, W wie Wasser ? das ABC lernen die Mütter ganz lebensnah. Das sind die Wörter, die ihr Leben prägen. Was braucht man, um auch in der Trockenzeit einigermaßen satt zu werden? G wie Gemüse zum Beispiel, sagt die Lehrerin. Für die Familien, die seit Jahrhunderten als umherziehende Viehhirten gelebt haben, ist das ein Fremdwort.

Zum Monatsprojekt Mai 2017


April: Timor-Leste - Unternehmen Zukunft

Morgens um vier beginnt der Tag von Maria de Suarez: Noch bevor ihre drei Kinder aufwachen, heizt sie den Ofen an, um Kuchen und andere Spezialitäten zu backen, die sie ab acht Uhr vor ihrem Haus in Suai, etwa 180 Kilometer von Timor-Lestes Hauptstadt Dili entfernt, verkauft. Anschließend näht und repariert Maria Kleider aller Art und stellt Sto? taschen her. Ihre ähmaschine steht nur kurz gegen Mittag still, wenn sie das Essen für die Kinder zubereitet.

Zum Monatsprojekt April 2017


Gesundheitsvorsorge im Bezirk Boh

März: Kamerun - In guten Händen

Eine katastrophale Gesundheitsversorgung kennzeichnet die ländlichen Regionen Kameruns. Schwangere und Mütter von kleinen Kindern leiden besonders darunter. "Vor der Gründung unseres Gesundheitszentrums
starben manchmal innerhalb eines Monats zwei Mütter während oder nach der Geburt", erinnert sich Wongeh Happiness Bindeh. Die 41-jährige Hebamme aus dem Dorf Boh weiß, wovon sie spricht. Als sie vor 25 und 22 Jahren ihre beiden Töchter zur Welt brachte, befand sich das nächste Gesundheitszentrum noch sechs Kilometer entfernt. Unter Wehen machte sie sich nachts auf den beschwerlichen Weg dorthin.

Zum Monatsprojekt März 2017


Johanna, die Schwester von Karen, bereitet die Kinderspeisung vor.
Foto: Christian Nusch | Brot für die Welt

Februar: Argentinien - Zuflucht vor Gewalt

La Esperanza bedeutet Hoffnung. So heißt ein Vorort der argentinischen Hauptstadt Buenos Aires. Doch von Hoffnung ist hier wenig zu spüren, denn die Menschen hier leben in Armut. In dem kirchlichen Jugendzentrum Enrique Angelelli ?nden Kinder und Jugendliche aus zerrütteten Verhältnissen Zu?ucht vor der alltäglichen Gewalt.

Zum Monatsprojekt Februar 2017


Bioladen von ICRA, Bangalore, Indien
Foto: Christof Krackhardt | Brot für die Welt

Januar: Indien - Neue Märkte für Indiens Bauern

Die Nachfrage nach Bio-Produkten steigt auch in Indien, zumindest in den großen Städten. Für Kleinbauernfamilien in ländlichen Regionen ist das eine Riesenchance. Die Organisation ICRA unterstützt sie bei der Umstellung auf nachhaltigen Anbau und hilft ihnen bei der Vermarktung ihrer Produkte.

Zum Monatsprojekt Januar 2017


Monatsprojekte 2016

Nuevos Horizontes kuemmert sich um Frauenrechte in Guatemala
Foto: Thomas Lohnes | Brot für die Welt

Dezember: Guatemala - Schutz und Gerechtigkeit für misshandelte Frauen

Brutale Gewalt und alltägliche Diskriminierung prägen das Leben vieler Mädchen und Frauen in Guatemala. Besonders für Menschen in ländlichen Gebieten gelten sie als dem Mann "von Natur aus" untertan. Frauen müssen dienen, leiden und schweigen. Traditionen, geringe Bildung und gesellschaftliche Tabus tragen maßgeblich zur Unterdrückung bei. Hilfe und Hoffnung für die Opfer von Misshandlungen schenkt die Partnerorganisation "neue Horizonte" (ANH)..

Zum Monatsprojekt Dezember 2016


Relocation-Arbeit in Phnom Penh
Achim Pohl Misereor

November: Kambodscha - Jeder Mensch braucht ein Zuhause

Die Wirtschaft Kambodschas boomt. Doch wie so häufig zahlen die Menschen, die an den Rändern der Gesellschaft leben und nicht um ihre Rechte wissen, den Preis dafür. Im Zentrum der Hauptstadt Phnom Penh ist das offensichtlich: Seit Jahren kaufen Investoren ganze Armutsviertel auf – um Geschäfts- und Bankgebäude, Hotels und Luxuswohnungen zu bauen.

Zum Monatsprojekt November 2016


Projekt für Ernährungssicherung und Einkommenssteigerung für ländliche Haushalte in Ruanda
Karin Desmarowitz | Brot für die Welt

Oktober: Ruanda - 43.000 Familien helfen sich selbst

Ruandas Bevölkerung ist jung und hoffnungsvoll. Auch wenn fast jede zweite Familie in Armut lebt, gibt es doch bescheidene Fortschritte, wie eine verbesserte medizinische Grundversorgung. Doch in Ruanda lebt die Mehrheit der Menschen von der Landwirtschaft. Sie leiden nach wie vor unter zu geringen Ernten und zu kleinen Feldern. Zudem können sich viele Bauern weder Saatgut noch Gemüsesetzlinge oder Material zum Zisternenbau leisten.

Zum Monatsprojekt Oktober 2016


Hausgarten
Uta Wagner | Brot für die Welt

September: Kuba - Mit Gemeindearbeit den Hunger stillen

In den Armenvierteln Havannas sind die Lebensbedingungen nach wie vor sehr schwierig. Wohnungen und Häuser befinden sich oft in einem maroden Zustand, viele Familien müssen ihr Leben mit sehr geringen Gehältern bestreiten oder haben ihre Arbeit verloren. Gesunde Lebensmittel und Dinge des täglichen Bedarfs sind damit für sie unerreichbar teuer.

Zum Monatsprojekt September 2016


Christoph Püschner | Brot für die Welt

August: Tschad - Leben retten und Gesundheit schenken

Es gibt nur einen Arzt und der Weg zu ihm ist für viele weit - und dennoch: Das Krankenhaus von Koyom im Süden des Tschad ist für viele Menschen ein Segen. Wer es hierher schafft, kann sich glücklich schätzen. Das Hospital versorgt 82.000 Einwohner - dort wo die Strecken zwischen den Dörfern weit und die meisten Menschen bettelarm sind. Tausende von ihnen behandeln Dr. Ndita und die 20 Pfleger und Hebammen jedes Jahr.

Zum Monatsprojekt August 2016



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"Miteinander Teilen – Gemeinsam Handeln" ist eine Aktion, in der katholische und evangelische...

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Was ist "Miteinander Teilen - Gemeinsam Handeln"?

Miteinander Teilen ist eine bundesweite Eine-Welt-Aktion, an der sich katholische und evangelische Christinnen und Christen beteiligen. Sie sehen in der Kluft zwischen Nord und Süd, in der Existenznot von fast einer Milliarde Menschen eine tägliche Herausforderung. Die Aktion versteht sich daher als eine Initiative für das ganze Jahr.


Wer trägt die Aktion?

Die Aktion wurde 1967 von der katholischen deutschen Bischofskonferenz und vom Rat der Evangelischen Kirche in Deutschland gegründet. Mit der Durchführung wurden die beiden Hilfswerke MISEREOR und Brot für die Welt beauftragt. Diese wenden sich vorwiegend an die Kirchengemeinden und an örtliche Gruppen als Mithelfer und „Vermittler“, die die Themen der Aktion in den Gottesdienst und das Gemeindeleben einbeziehen, aber auch an Gemeinschaften, Schulen und sonstige Bildungseinrichtungen, die Familien und jede(n) Einzelne(n) ansprechen.


Wie werden die Ziele erreicht?

Die Hilfswerke stellen in jedem Monat ein konkretes Entwicklungsprojekt vor. Es dient als Bezugspunkt für solidarisches Beten, Denken und Handeln. Die Menschen, die im Projekt als Betroffene eine Rolle spielen, sollen als Partner bewusst werden. Für das Projektvorhaben kann auch ein finanzieller Beitrag geleistet werden. Die Spende ist aber nicht das einzige und ausschließliche Anliegen der Aktion.


Wofür werden die Mittel verwandt?

MISEREOR und Brot für die Welt bemühen sich, als Projektträger und Partner ökumenisch arbeitende Gruppen in der sog. Dritten Welt zu finden. Dies gelingt nicht immer. Doch werden stets Partner angesprochen, die eine prinzipielle Bereitschaft zur Zusammenarbeit mit unterschiedlichen religiösen und gesellschaftlichen Gruppen zeigen. Die auf diesen genannten Beträge bezeichnen die Mittel, die MISEREOR und Brot für die Welt gemeinsam für eine dreijährige Förderung der Projekte zugesagt haben.


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