South Sudan Famine
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Aachen, 22. Februar 2017

Hunger in Ost-Afrika : MISEREOR bittet dringend um Spenden

(Aachen, 22. Februar 2016) Angesichts der dramatischen Zuspitzung der Hungersnot im Südsudan, aber auch in weiteren ostafrikanischen Ländern, verstärkt MISEREOR die Nothilfemaßnahmen für die hungernden Menschen und bittet die deutsche Bevölkerung um Unterstützung.

Hunger im Südsudan nach jahrelangen Bürgerkriegen

Viele afrikanische Länder erleben derzeit schwere Hungerkrisen. Im Südsudan wurde gerade der Notstand ausgerufen.  Dort hungern nach drei Jahren Bürgerkrieg inzwischen nach offiziellen Angaben 4,9 Millionen Menschen. Sowohl während des jahrzehntelangen Bürgerkriegs mit dem Norden des Landes als auch während der innerstaatlichen Auseinandersetzungen der letzten Jahre seit der Unabhängigkeit im Südsudan sind die örtlichen Partnerorganisationen von MISEREOR vor Ort geblieben, um der notleidenden Zivilgesellschaft beizustehen und ihren Anteil an einem Friedensprozess und an der Entwicklung des jüngsten Staates in Afrika zu leisten. So kümmern sie sich auch jetzt um die akut notleidenden Menschen in der Hauptstadt Juba, in Wau sowie den Regionen Western Equatoria und Warrap und versorgen sie mit Nahrungsmitteln wie Hirse, Bohnen, Öl und Salz, aber auch mit Decken und Kleidung.Insgesamt stellt MISEREOR derzeit 340.000 Euro für die akute  Nothilfe und Nahrungsmittelsicherung im Südsudan zur Verfügung.

Dürre und Hunger in Ostafrika

Auch in weiteren ostafrikanischen Ländern spitzen sich die Nahrungsmittelkrisen zu. "Schon seit zwei Jahren können die Menschen aufgrund der langanhaltenden Dürre nicht mehr ernten", so MISEREOR-Hauptgeschäftsführer Pirmin Spiegel. Mehr als 50 Millionen Menschen sind laut den Vereinten Nationen in Ost- und Südlichen Afrika auf Nahrungsmittelhilfe angewiesen. Äthiopien sieht sich der schlimmsten Dürre seit Jahren ausgesetzt. Auch Kenia, Somalia und Uganda durchleiden große Trockenheit und haben teilweise offiziell den Notstand ausgerufen. "Unsere Partnerorganisationen berichten von Kämpfen um Wasserstellen, massenweise verendeten Tieren, von unterernährten Kindern und Erwachsenen. Auch Todesfälle als direkte Folge des Hungers wurden gemeldet", so Spiegel. Die kenianische Bischofskonferenz hat sich mit einem eindringlichen Appell an die internationale Gemeinschaft gewendet und auf die verzweifelte Situation der Hungernden in ihrem Land aufmerksam gemacht. Die bisher eingeleiteten Nahrungsmittelhilfen der kenianischen Regierung, aber auch der internationalen Organisationen seien bei weitem nicht ausreichend, um den Bedarf zu decken, heißt es in ihrer Erklärung vom 7. Februar.

Äthiopien: extreme Dürre im Süden des Landes

In Äthiopien stellt MISEREOR seinem langjährigen Partner IDURUS im Süden des Landes  254.000 Euro zur Verfügung. Damit können in der extrem trockenen Dawa Zone insgesamt etwa 2.500 Haushalte mit Trinkwasser, Nahrungsmitteln, Ergänzungsnahrung für Kleinkinder und Säuglinge und Futter für mehr als 1.300 vom Hungertod bedrohte Tiere finanziert werden. Auch im angrenzenden Gebiet auf kenianischer Seite werden die Anstrengungen verstärkt, der Bevölkerung, oftmals Nomaden und Tierhalter, in dieser dramatischen Situation zu helfen.
 
Die langjährigen Präventivmaßnahmen, die MISEREOR-Partner gezielt unternommen haben, um die dort ansässige Bevölkerung gegen den Klimawandel und  Wetterphänomene, wie "el Niño", zu stärken, bewähren sich in dieser Notlage. So fördert MISEREOR in der kenianischen Diözese Marsabit seit der letzten großen Hungersnot im Jahr 2011 ein Wasserprogramm, um für Dürreperioden gewappnet zu sein. Hier gibt es mittlerweile in zahlreichen Siedlungen Zisternen und Regenrückhaltebecken. Die Menschen haben gelernt, ihre Felder mit einfachen Bewässerungsmaßnahmen vorzubereiten, um möglichst großen Nutzen aus den viel zu kurzen Regenzeiten zu ziehen.
 
"Alle Hoffnungen der Menschen liegen jetzt auf der nächsten Regenzeit, die ab April erwartet wird. Sollte auch diese ausfallen, sehen wir uns einmal mehr einer humanitären Katastrophe in Ost-Afrika gegenüber, der nur mit massiver internationaler Hilfe begegnet werden kann", erklärte Spiegel.

Angesichts dieser vielen Herausforderungen und der benötigten Hilfen ist MISEREOR dringend auf Spenden für die Menschen in Ostafrika angewiesen.

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