Misereor - Ihr Hilfswerk
Suche schließen
Suchen nach:
    Top-Ergebnisse:
      Suchen in:

      Aachen, 22. Mai 2020

      Zyklon Amphan: MISEREOR stellt 20.000 Euro bereit

      Sturmschäden und Pandemie-Lockdown stürzen Menschen in noch größere Armut

      (Aachen, 22. Mai 2020). Die Schäden, die der Zyklon „Amphan“ an den Küsten des Golfs von Bengalen hinterlassen hat, sind gewaltig. MISEREOR-Partnerorganisationen in Indien und Bangladesch berichten von Toten und Verletzten und katastrophalen Schäden an Häusern, Infrastruktur und Telekommunikationsleitungen. MISEREOR stellt zunächst 20.000 Euro für Nothilfemaßnahmen zur Verfügung.

      Die MISEREOR-Partnerorganisation UTTARAN in Bangladesch hatte in den letzten Tagen die Evakuierung der Menschen in den Küstenregionen organisiert und versucht, Ängste aufgrund der mangelnden Abstandsmöglichkeiten zu nehmen. Weitere Schutzräume wurden gesucht und zur Verfügung gestellt, damit Risikogruppen, wie ältere Menschen und Schwangere getrennt von anderen untergebracht werden konnten. Desinfektionsmittel und Seife in ausreichendem Maße mussten zusätzlich organisiert werden. „Wir haben hart dafür gekämpft, dass so viele betroffene Menschen wie möglich in Sicherheit gebracht werden konnten und dadurch die Zahl der Toten und Verletzten nicht noch höher war“, berichten Mitarbeiter von UTTARAN.

      Mit dem Zyklon trifft eine zweite Katastrophe besonders die Armen

      In den besonders schwer betroffenen Distrikten Satkhira und Khulna versorgen die Teams von UTTARAN die obdachlos gewordenen Menschen mit Lebensmitteln, sauberem Trinkwasser, Hygiene-Artikeln und stellen Notunterkünfte sowie Zelte zur Verfügung. MISEREOR unterstützt die Hilfe zunächst mit 20.000 Euro und stellt sich auf weitere Hilfen in Bangladesch und Indien ein.

      UTTARAN unterstützt die Menschen in den Küstenregionen seit vielen Jahren in der Bewältigung der Folgen des Klimawandels, im Schutz der Küsten vor Hochwasser und extremen Wetterereignissen, aber auch in Maßnahmen zum Einkommenserwerb.

      „Mit Zyklon Amphan trifft die Menschen in Indien und Bangladesch nun eine zweite Katastrophe nach den Folgen des Lockdowns aufgrund der weltweiten Corona-Pandemie. Viele Familien, die an den Küstenregionen von der Fischerei gelebt haben oder Kleinbauern, die ihre Ernte nicht mehr verkaufen durften, sind nochmal in größere Armut gestürzt worden und haben nun auch noch ihr Hab und Gut verloren“, erklärt Benazir Lobo-Bader, MISEREOR-Länderreferentin für Bangladesch. „Wir stellen uns auf eine langfristige Unterstützung zur Bewältigung der Folgen sowohl des Zyklons als auch der Pandemie-Begleiterscheinungen ein.“

      Zurück

      Kontakt