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      © Olaf Rohl
      Aachen, 26. Januar 2019

      Zum Kohleausstieg gehört die globale Perspektive

      Aachen (26. Jan. 2019) MISEREOR-Chef Pirmin Spiegel zur Einigung der deutschen Kohlekommission über Eckpunkte zum Kohleausstieg in Deutschland:

      "Es ist gut, dass der für den globalen Klimaschutz so drängende Ausstieg aus der Kohle nun auch in Deutschland klare Konturen annimmt. Allerdings muss er, wenn die Bundesregierung die im IPCC-Sonderbericht zu 1,5 Grad zusammengefassten Erkenntnisse der Klimawissenschaftlerinnen und -wissenschaftler ernst nimmt, beschleunigt werden. Es ist gut, dass ein gesellschaftlicher Aushandlungsprozess wie der der Kohlekommission einen Kompromissvorschlag ergeben hat, der auch regelmäßige Schritte zur Überprüfung in den nächsten Jahren enthält und wohl eine beschleunigende Dynamik entwickeln wird. Für die Umsetzung muss die Bundesregierung fortan in ihren Entscheidungen verstärkt das gesamtgesellschaftliche Wohl im Blick behalten. Dazu gehört die globale Perspektive und die Übernahme von Verantwortung für den Klimawandel und seine Folgen für Millionen Betroffene weltweit."

      Schon heute verursacht auch Deutschlands Energiesystem Schäden in mehr oder weniger weit entfernten Regionen dieser Erde: So weist MISEREOR immer wieder auf die Umweltschäden und schweren Menschenrechtsverletzungen in den Abbauregionen von Steinkohle hin, die in den hiesigen Kraftwerken weiterhin verbrannt wird. Verantwortliches Handeln bedeutet aus Sicht von MISEREOR, Energieunternehmen nicht aus der Verantwortung zu entlassen, ihrer menschenrechtlichen Sorgfaltspflicht über die gesamte Lieferkette nachzukommen.

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      Mehr zur globalen Perspektive des Kohleausstiegs finden Sie auf unserer Seite Kohlestopp global