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      Portrait eines Mannes mit Brille und Schnäuzer (Felix von Löwenstein)
      © privat
      Aachen, 13. Juli 2021

      Neuer Vorsitzender des MISEREOR-Beirats

      (Aachen, 7. Juli 2021). Felix Prinz zu Löwenstein ist neuer Vorsitzender des Beirats von MISEREOR. Zu Löwenstein löst in diesem Amt zum 1. August Michael Schöpf ab, der das Gremium seit 2016 geleitet hatte.

      Der promovierte Agrarwissenschaftler und Biobauer ist seit 19 Jahren Vorstandsvorsitzender des Bunds Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW), dem Spitzenverband der deutschen Bio-Branche. Zehn Jahre war er als Entwicklungshelfer und Evaluierer in MISEREOR-Projekten in Haiti und in mehreren Ländern Afrikas tätig. Zu Löwenstein gilt als die deutsche Stimme des ökologischen Landbaus und engagiert sich im Naturland-Verband, auf politischer Ebene und als Buchautor für den Wandel hin zu einer umweltfreundlicheren und nachhaltigeren Landwirtschaft. Zuletzt war zu Löwenstein für den BÖLW Mitglied der von der Bundesregierung einberufenen Zukunftskommission Landwirtschaft.

      „MISEREOR macht sich seit vielen Jahren für einen umfassenden sozial-ökologischen Wandel der Land- und Ernährungswirtschaft stark, der die planetaren Grenzen achtet und der eine gerechtere und gesündere Ernährung für alle Menschen möglich macht. Noch nie gab es für diesen Wandel einen breiteren gesellschaftlichen Konsens. Gemeinsam mit MISEREOR möchte ich mich besonders in den nächsten Jahren dafür einsetzen, dass der Umbau mit politischen Rahmenbedingungen zügig angepackt wird, so dass wir Herausforderungen, wie die Klimakrise und den Kampf gegen Armut und Hunger meistern können “, erklärt zu Löwenstein.

      Ökologische Landwirtschaft hat zentrale Bedeutung für Menschen im globalen Süden

      „Wie wir in Europa Landwirtschaft betreiben und uns ernähren hat globale Auswirkungen – insbesondere in den Ländern des globalen Südens.  Wir befinden uns an einer Weggabelung, was die Zukunft der Landwirtschaft angeht. Die Vorgaben der Europäischen Union für eine gemeinsame Europäische Agrarpolitik (GAP) sind wenig ambitioniert. Andererseits gibt es ein klares Bekenntnis im Abschlussbericht der Zukunftskommission Landwirtschaft zu einer sozial-ökologischen Transformation. Wir freuen uns  sehr, die jahrzehntelange praktische Erfahrung von Felix Prinz zu Löwenstein in der ökologischen Landwirtschaft, in der Entwicklungszusammenarbeit und in der politischen Lobbyarbeit an unserer Seite zu wissen im Einsatz für eine Welt ohne Hunger, im Geiste der Nachhaltigkeitsziele und von ‚Laudato si‘ “, so MISEREOR-Hauptgeschäftsführer Pirmin Spiegel.

      Der MISEREOR-Beirat ist ein Gremium von Fachleuten aus  verschiedenen, für die kirchliche Entwicklungszusammenarbeit relevanten Bereiche und berät die MISEREOR-Gremien - insbesondere die Unterkommission für Entwicklungsfragen der Deutschen Bischofskonferenz - in allen das Werk, die Hilfs- und Projektpolitik betreffenden Fragen. Dazu gehören die Beurteilung der entwicklungspolitischen, gesellschaftspolitischen und kirchenpolitischen Dimensionen der Arbeit mit ihren vielfältigen Auswirkungen im weltkirchlichen Zusammenhang ebenso wie auf die Pastoral in den Bistümern in der Bundesrepublik Deutschland.

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