© Gudrun Petersen / MISEREOR
Aachen, 15. Juni 2018

Wenders: "Die Papst-Vision einer anderen Welt ist möglich"

Filmemacher besucht MISEREOR und stellt sich in Aachen Fragen zu Film über Franziskus

 
(Aachen, 15. Juni 2018) Vor der Vorführung seines neuen Werks "Papst Franziskus - Ein Mann seines Wortes" im Rahmen seiner Kinotour in Aachen hat der Filmemacher Wim Wenders die Zentrale von MISEREOR besucht.
Im Rahmen der Filmproduktion hatte der renommierte Regisseur mit MISEREOR-Hauptgeschäftsführer Pirmin Spiegel in Verbindung gestanden und war dessen Einladung gefolgt, im Aachener Cineplex-Kino mit dem Publikum über seinen Papst-Film zu sprechen.
 
Spiegel sagte während der Diskussion im Kinosaal 1, Wenders' Film arbeite auf beeindruckende Weise das gegenwärtige globale Ungleichgewicht zwischen Menschen heraus, die in großem Wohlstand leben und denjenigen, "die ausgegrenzt sind und nicht dazugehören". Von der monumentalen Dokumentation des Regisseurs gehe gleichwohl eine außerordentlich ermutigende Botschaft aus: "Ja, wir können etwas ändern. Ja, das Weltgemeinwohl für alle Bewohnerinnen und Bewohner unseres Planeten ist machbar!" Wenders zeige Papst Franziskus als einen Menschen, der allein mit machtvollen Worten und ansteckender Überzeugungskraft den Weg weise zu einer Welt, "in der niemand
zurückgelassen wird". Das sei im Übrigen auch das Oberziel der 17 Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen.
 
Positive Energie
 
Wenders betonte, der positiven Energie und Überzeugungskraft des Papstes könne sich niemand entziehen. Was Franziskus sagt, spreche unter den Mächtigen dieser Welt sonst niemand in dieser Klarheit aus: "Nämlich dass wir alle gleich sind. Und dass wir aufhören müssen mit dem Wachstumswahn auf Kosten anderer Menschen und des gesamten Planeten." Ebenso kenne er niemanden anderen außer dem Papst, der auf so konsequente Weise "dorthin geht, wo es wehtut: zu Flüchtlingen, in Slums, in Gefängnisse". Franziskus lebe mit seiner bescheidenen Art vor, was er sagt und vermittele die berechtigte Hoffnung, dass seine "Vision und Utopie von einer anderen Welt, wie wir sie uns alle wünschen, möglich ist".
Spiegel kündigte an, MISEREOR werde den Film, in dem wesentliche Ziele der Arbeit des Werks für Entwicklungszusammenarbeit auf den Punkt gebracht werden, über seine eigenen Kontakte und Netzwerke weiter mitbewerben. So sollen Schulen und Partner MISEREORS eingeladen werden, den Film anzuschauen und sich mit seinen Inhalten auseinanderzusetzen.

Wenders hatte sich bei MISEREOR zum Austausch mit der Geschäftsführung getroffen.

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