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      Aachen, 24.09.2019

      Klimagipfel: Deutschland hat zu wenig vorzuweisen

      Zur Rede der Bundeskanzlerin Angela Merkel beim UN Climate Action Summit in New York kommentiert MISEREOR-Hauptgeschäftsführer Pirmin Spiegel:

      „Bundeskanzlerin Angela Merkel spricht vom ‚Weckruf der jungen Menschen‘, die weltweit für echten Klimaschutz demonstrieren und dazu aufrufen, sich ‚hinter der Wissenschaft zu versammeln‘. So sehr wir die Ankündigung begrüßen, dass Deutschland seine Mittel für den internationalen Kampf gegen den Klimawandel deutlich erhöhen will ist es doch umso bedauerlicher, dass die Bundeskanzlerin  in New York als konkrete Maßnahme nur das unzureichende Klimaschutzpaket ihres Klimakabinetts präsentieren konnte. Denn für die Ziele des Pariser Abkommens, die sie ebenfalls zitiert, sind echte Klimaschutzmaßnahmen, die auf nationaler, lokaler und auf Länderebene umgesetzt werden, das, was wirklich zählt. Und hier hat Deutschland zu wenig vorzuweisen. Die Eckpunkte des Klimaschutzpakets, die vom Klimakabinett am vergangenen Freitag präsentiert wurden, stießen auf einhellige Kritik der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. „Unite behind the science“ gilt nicht für die Bundesregierung. Das ist umso bedauerlicher, da im Moment die Mehrheit der Bevölkerung den Klimaschutz mehr unterstützt, als eine einseitige Ausrichtung der Politik auf Wirtschaftswachstum. Breite Teile der Bevölkerung sind überzeugt: Ohne Klimaschutz ist alles nichts!

      Wir hoffen, dass Bundeskanzlerin Merkel vom Climate Action Summit und dem anschließenden Nachhaltigkeitsgipfel weitere Inspirationen zur Überarbeitung des Klimaschutzpakets mitnimmt, denn nachhaltige Entwicklung geht nur mit echtem Klimaschutz. Klimawandel macht arm. Klimaschutz bietet Chancen für Armutsbekämpfung.“

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