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      Während bei uns sogar die Innengastronomie in den meisten Landkreisen wieder geöffnet ist, leiden die Ärmsten der Armen nach wie vor stark unter der Wirtschaftskrise als Folge der Pandemie. Mit einem speziellen Kindermenü wollen Gastronomen und das Hilfswerk MISEREOR Spenden sammeln.
      © Natalie Lehmler
      Aachen | Hamburg 25. Juni 2021

      MISEREOR verwandelt soziale Distanz in soz. Hilfe

      Mehr Hunger durch Corona-Pandemie: MISEREOR verwandelt soziale Distanz in soziale Hilfe

      (Aachen/Hamburg, 25. Juni 2021) Diese Restaurantbesucher sind etwas ganz Besonderes: Pünktlich zur Wiedereröffnung der Innengastronomie in den meisten Landkreisen setzt das Hilfswerk MISEREOR Kuscheltiere und Puppen an die Tische mehrerer deutscher Restaurants. Die Idee hinter der Aktion „Ein Platz am Tisch“ ist simpel: In vielen Restaurants und Cafés bleiben aktuell Tische frei, um die Abstandsregeln einzuhalten. An diesen Tischen werden Plüschtiere so platziert, als hätten Kinder gerade ein imaginäres Kaffeekränzchen mit ihnen. Gäste können den niedlichen Teepartys symbolisch ein Essen spendieren, das sie dann zusammen mit ihrer eigenen Rechnung bezahlen. Der Erlös versorgt Straßenkinder in Indien mit einer warmen Mahlzeit. Interessierte Restaurants deutschlandweit können noch mitmachen.

      Prominente Unterstützung aus der Gastronomie

      Gestartet in der Hansestadt haben die kleinen Gäste bisher vor allem Hamburger Restaurants bei sich platziert und generieren neben Aufmerksamkeit so direkt auch Spendengelder. Darunter auch das Sternerestaurant HACO. Doch dabei soll es nicht bleiben, weshalb die Aktion „Ein Platz am Tisch“ von der Gastro-Initiative #PayNowEatLater unterstützt wird. Mit einer Email an mitmachen@paynoweatlater.de können sich Restaurants aus ganz Deutschland melden, die sich der Aktion anschließen wollen.

      Durch die Pandemiebekämpfung in Armut und Elend zurückgestoßen

      Indien wurde besonders hart von Covid-19 getroffen. Unter den Folgen der Pandemie leiden vor allem die Ärmsten der Armen. Nach Schätzungen von Unicef und Weltbank zeigen rund 38,4 Prozent, etwa 130 Millionen indische Kinder, erste Folgeschäden von Mangel- und Unterernährung. „Die eigentlichen Opfer der Krise bleiben bisher unsichtbar. Viele Menschen haben ihre Einkommensquelle verloren. Sie können ihre Familien nicht mehr ausreichend mit Lebensmitteln versorgen, Kinder können nicht mehr zur Schule gehen“, sagt Anselm Meyer-Antz, Länderreferent für Indien bei MISEREOR. Schon zu Beginn der Pandemie prophezeite er: „Es werden Kinder in ihrer Entwicklung geschädigt. Wenn wir nichts tun, sterben Kinder an Hunger“. Björn Juhnke vom Restaurant HACO ergänzt: „Durch die Kuscheltier-Aktion wollen wir die Aufmerksamkeit spielerisch auf dieses wichtige Thema lenken und auf eine Weise Spenden sammeln, die bei den Menschen ein Lächeln zurücklässt.“

      Vom Sternerestaurant direkt in die Straßenkinderküche

      Auf dem Kindermenü von „Ein Platz am Tisch“ finden sich eine Vorspeise für acht Euro, ein Hauptgang für 25 Euro und ein Nachtisch für zehn Euro. Der Kauf eines symbolischen Gerichts ist natürlich völlig freiwillig, wird sich aber bei den Gästen sicher großer Beliebtheit erfreuen, ist Juhnke überzeugt. Bezahlt wird per QR-Code – der Erlös geht an das Butterflies Projekt in Delhi. Der lokale Partner von MISEREOR betreibt dort im Rahmen des Straßenkinderprogramms eine eigene Küche. Diese ermöglicht den Straßenkindern einerseits eine Berufsausbildung und dadurch Jobperspektiven, andererseits bereiten die Köche und Köchinnen in Ausbildung gesunde und warme Mahlzeiten für zahlreiche Straßenkinder zu. Um in der Pandemie zu helfen wurden täglich hunderte zusätzliche Mahlzeiten gekocht und verteilt.

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      Kontakt

      Weitere Informationen

      Für Ihre Berichterstattung finden Sie zur freien Verfügung Pressefotos zur Aktion „Ein Platz am Tisch“ hier