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      Aachen, 04. Februar 2020

      MISEREOR-Statement zu Landminen/USA

      US-Präsident Donald Trump hat das von seinem Amtsvorgänger Barack Obama verfügte Verbot des unbegrenzten Einsatzes von Landminen durch die US-Armee aufgehoben. Dazu äußert sich nachfolgend Martin Bröckelmann-Simon, Geschäftsführer von MISEREOR:

      „Die Ächtung von Landminen war vor über 20 Jahren eine große Errungenschaft der internationalen Kampagne gegen diese inhumanen Waffen, die von MISEREOR als Mitglied unterstützt und 1997 mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet wurde. Das Signal, das die USA mit der Aufhebung des beschränkten Einsatzes senden, ist fatal und rückwärtsgewandt. In vielen Konflikten dieser Welt werden Minen gezielt auch gegen Zivilisten eingesetzt, häufig werden Kinder Opfer dieser Waffen. In Ländern wie Kambodscha hat sich gezeigt, welch große Opfer Landminen verursachen, wie gefährlich sie auch Jahrzehnte nach dem Kriegsgeschehen bleiben und wie aufwändig, teuer und langwierig ihre Beseitigung ist. MISEREOR ruft alle Staaten dieser Welt dazu auf, Minen zu ächten und nicht mehr zu produzieren. Der Einsatz durch Terrororganisationen wie etwa den IS im Irak zeigt, dass sich die Verbreitung nicht staatlich kontrollieren lässt. Bis heute fördert MISEREOR in verschiedenen Ländern wie etwa Kambodscha Projekte, die der Unterstützung von Landminenopfern dienen.“

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