Heavy rain in Mumbai
Aachen, 1. September 2017

MISEREOR hilft Flutopfern in Indien, Nepal, Bangladesch und Pakistan

Ärmste der Armen im Blickpunkt der Überschwemmungskatastrophe


(Aachen, 1. September 2017) Angesichts der nach wie vor verheerenden Überschwemmungen in Teilen Indiens, verstärkt MISEREOR die Nothilfe in den Bundesstaaten Bihar und Assam in Höhe von über 120.000 Euro. In Bihar, dem momentan am stärksten betroffenen Bundesstaat, stellt MISEREOR der einheimischen Partnerorganisation IGSSS (Indo-Global Social Service Society) 60.000 Euro zur
Verfügung, um in den nächsten drei Monaten die besonders arme Bevölkerung mit dem Nötigsten zu versorgen. An über 2.800 Haushalte (ca. 14.000 Menschen) werden im Distrikt West Champaran/Bihar u.a. Hygienesets, Desinfektionsmittel, Waschbehälter und  Bettlaken verteilt. "Wichtigste Aufgabe ist es jetzt, die Verbreitung von Krankheiten und Epidemien zu verhindern", berichtet Anna Dirksmeier, Indien-Expertin bei MISEREOR. "Das Trinkwasser ist durch die Vermischung mit Abwassern zu einer giftigen Brühe geworden und die Menschen brauchen Wasserreinigungstabletten, um sich vor Cholera und anderen Infektionskrankheiten zu schützen. Auch Moskitonetze werden in großen Mengen verteilt, denn die Überschwemmungen bringen unweigerlich Moskitoplagen und damit die Gefahr der Übertragung von Malaria mit sich". 

Oberste Priorität: Sauberes Trinkwasser

Im Bundesstaat Assam werden die Menschen, die durch die Fluten alles verloren haben, durch den lokalen MISEREOR Partner "Caritas India" mit Utensilien für den Lebensunterhalt versorgt: Auch hier ist oberste Priorität,  für ca. 1000 Familien sauberes Trinkwasser herzustellen und die Menschen mit Medikamenten, Wasserfiltern und Brunnenreinigungssets auszustatten. Schon jetzt erhalten die Menschen Saatgut und Anbauhilfen, damit sie möglichst schnell wieder ernten und so den Lebensunterhalt aus eigenen Kräften bewältigen können. MISEREOR stellt für diese Maßnahmen zunächst 50.000 Euro zur Verfügung.

Im Fokus der MISEREOR-Hilfe stehen insbesondere indigene Bevölkerungsgruppen, die von den immer häufigeren Überflutungen am meisten betroffen sind. "Naturkatastrophen verschärfen die sozialen Gefälle innerhalb der indischen Gesellschaft. Die ärmste Bevölkerung, untere Kasten oder Ureinwohner sind überproportional von den Folgen von Überschwemmungen betroffen, da sie in entlegenen Gebieten wohnen", erklärte Dirksmeier.

Rund 41 Millionen Menschen sind in Südasien insgesamt von den Folgen heftiger Monsun-Regenfälle und den Folgen des Klimawandels  betroffen. Bei Überschwemmungen kamen seit Juni bereits mehr als 1500 Menschen in Indien, Nepal und Bangladesch ums Leben. Allein in Indien starben seit Juni mehr als 1300 Menschen. Insgesamt stellt MISEREOR Nothilfen in den betroffenen Gebieten in Indien, Nepal,
Bangladesch und Pakistan von über 200.000 Euro zur Verfügung.

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