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      Aachen, 09.10.2020

      MISEREOR beglückwünscht WFP zum Nobelpreis

      Zur heutigen Verleihung des Friedensnobelpreises an das World Food Programme äußert sich MISEREOR-Hauptgeschäftsführer Pirmin Spiegel:

      (Aachen, 9. Oktober 2020) MISEREOR beglückwünscht das WFP (World Food Programme) zum Nobelpreis. Ohne Organisationen wie das WFP würden noch mehr Menschen weltweit an Hunger leiden, insbesondere in Konflikt- und Krisenregionen, wo sich das WFP dafür einsetzt, Lebensmittel verfügbar zu machen. Null Toleranz mit Hunger weltweit ist ein wichtiger Beitrag für eine friedliche Welt.

      Wir begrüßen, dass das WFP in den letzten Jahren zunehmend Lebensmittel lokal und aus kleinbäuerlicher Produktion einkauft, da dadurch die lokale Landwirtschaft und Bauern gestärkt werden. Die Entscheidung des Nobelpreiskomitees ist vor allem eine Aufforderung an die Weltgemeinschaft, die dramatischen Folgen, die die Corona-Pandemie gerade für die Ärmsten hat, in den Blick zu nehmen. Das WFP hat bereits frühzeitig vor den negativen Folgen der Corona-Pandemie für die Welternährungslage gewarnt. Bis zu 132 Millionen Menschen geraten dadurch in akute Hungergefahr. Passiert ist seitdem zu wenig.
      Ernährung ist ein Menschenrecht. Damit wir als Welt- und Wertegemeinschaft der enormen Herausforderung begegnen können, braucht es uns alle. Es braucht Geschwisterlichkeit und Solidarität, wie es Papst Franziskus in seiner neuen Enzyklika formuliert hat. Es braucht die Unterstützung der FAO, es braucht gute Regierungsführung, internationale Zusammenarbeit und zivilgesellschaftliche Präsenz, um politische Rahmenbedingungen zu schaffen, die eine Welt ohne Hunger ermöglichen. Hunger ist kein Problem des Nahrungsmangels, er ist ein Problem der gerechten Verteilung.

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