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      Aachen, 19.09.2019

      „Klimakrise ist längst Überlebenskrise“

      Verursacher der Klimakrise müssen jetzt Mittel für Hauptbetroffene bereitstellen - MISEREOR mit dabei beim globalen Klimastreik

      (Aachen/Berlin, 19. September 2019) Der globale Klimawandel gefährdet vor allem jene, die schon heute in Armut leben und treibt weitere Millionen Menschen in die Armutsfalle. Das verstärkt globale Ungerechtigkeit und Konflikte. MISEREOR, das Werk für Entwicklungszusammenarbeit, fordert konkrete und wirksame Klimapolitik von der Bundesregierung und beteiligt sich am globalen Klimastreik von „Fridays for Future“.

      „Klimaschutz ist hierzulande keineswegs Luxus und schon gar nicht in Ländern des globalen Südens. Klimaschutz ist Bedingung für die Chance auf ein Leben in Würde für alle Menschen“, erklärt MISEREOR-Hauptgeschäftsführer Pirmin Spiegel im Vorfeld des vom Aktionsbündnis „Fridays for Future“ ausgerufenen Klimastreiks.

      Viele der rund 2.500 Projekte, die MISEREOR unterstützt, seien betroffen von der Klimakrise, die für immer mehr Menschen zur Überlebenskrise geworden sei. „Mit MISEREOR können unsere Projektpartner weltweit Betroffene stärken, mit den Folgen besser zurechtzukommen. Aber in einem nur wenig oder ungebremsten Klimawandel sind die Grenzen der Handlungsmöglichkeiten schnell erreicht“, so Spiegel weiter. Wie der UN-Sonderberichterstatter für Menschenrechte und extreme Armut Philip Alston im Juni betonte, droht die Klimakrise das zunichte zu machen, was in den vergangenen Jahrzehnten an Armutsreduzierung erreicht worden sei. Um diese Dringlichkeit zu unterstreichen, beteiligt sich MISEREOR am 20.9. auf der Straße am Klimastreik und schaltet symbolisch für einen Tag seine Website ab.

      Deutschland muss auf internationaler Ebene glaubwürdig bleiben

      „Die Zeit drängt, und Deutschland muss endlich zu Taten schreiten“, fordert Spiegel. Mit dem Klimaschutzpaket, das morgen vom Klimakabinett vorgelegt werden soll, wird Deutschland hoffentlich Weichen stellen, um seiner völkerrechtlichen Verpflichtung aus dem Pariser Klimaabkommen nachzukommen. Es muss jetzt ein fairer Beitrag zur Begrenzung der Erderhitzung auf 1,5 Grad geleistet werden, auch, um auf internationaler Ebene glaubwürdig zu bleiben und mit anderen Nationen beim in der kommenden Woche stattfindenden „UN Global Summit“ und dem „UN SDG-Gipfel“ gemeinsam zu handeln - gerade um der bereits jetzt Betroffenen wegen.

      Handelt lokal, denkt global

      Viele der MISEREOR-Partnerorganisationen rufen ebenfalls zum Klimastreik auf. „Handelt lokal, denkt global“, fordert etwa Yoly R. Esguerra, Koordinatorin des philippinischen MISEREOR Partner Netzwerkes PMPI. „Das Schicksal unserer Mutter Erde liegt in unseren Händen. Die Verursacher der Klimakrise müssen unverzüglich Mittel für die am stärksten betroffenen Menschen und Länder bereitstellen, um die Auswirkungen des Klimawandels jetzt einzudämmen und zu bewältigen.“

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      Kontakt

      Weitere Informationen

      Die MISEREOR-Klima-Expertinnen Anika Schroeder und Clara Weichelt stehen für Interviews zur Verfügung.