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      Aachen, 26.07.2019

      Globaler Welterschöpfungstag

      (Aachen, 26. Juli 2019) Zum globalen Welterschöpfungstag am 29. Juli 2019  erklärt der Leiter der Abteilung Politik und Globale Zukunftsfragen bei MISEREOR, Bernd Bornhorst:

      „Dass der Welterschöpfungstag diesmal schon im Juli stattfindet und sich immer weiter nach vorne schiebt, ist ein Armutszeugnis und eine Schande für uns alle. Wir wissen seit Jahren um die problematischen Auswirkungen unseres Lebens- und Wirtschaftsmodells, formulieren fleißig Nachhaltigkeitsstrategie oder Klimaziele und ändern in der Realität fast nichts. Wir haben kein Erkenntnisproblem, wir haben ein Glaubwürdigkeits- und Umsetzungsproblem. Vermutlich geschieht wider besseren Wissens so wenig, weil die Konsequenzen unseres Lebensstils entweder für uns nicht sichtbar noch in der Zukunft liegen, oder aber weit weg von uns viel mehr zu spüren sind.

      Deswegen ist der Welterschöpfungstag nicht alleine ein ökologisches Problem, sondern auch eine Frage der Gerechtigkeit. Es sind nämlich nicht alle 7,7 Milliarden Erdbewohner, die den Planeten plündern, sondern es ist der wohlhabende Teil der Menschheit, der den Rest der Welt um seine Zukunft bringt.

      Wenn Urwälder für Soja- oder Palmölplantagen zerstört werden, damit wir hier billige Futtermittel oder Treibstoff für unsere Autos haben, wenn der Abbau von Rohstoffen für unsere Konsumgüter verwüstete Landschaften in Afrika oder Asien hinterlässt, dann zerstören wir unseren gemeinsamen Planeten, dann rauben wir aber gleichzeitig anderen Menschen ihre Lebengrundlagen, um unseren Lebensstandard zu halten.

      Die Situation ist dramatisch, rasches und konsequentes Handeln ist gefordert, von jedem einzelnen als Konsument und Verbraucher, aber gerade auch von der Politik, die endlich die entsprechenden gesetzlichen Rahmenbedingungen schaffen muss, um der bestehenden organisierten Verantwortungslosigkeit etwas entgegenzusetzen. Absichtserklärungen gibt es genug – wir brauchen Taten!“

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