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      MISEREOR-Fastenaktionseröffung im Freiburger Münster© MISEREOR/Patrick Seeger
      Freiburg, 06. März 2022

      Fastenaktionsstart: Appell zu globaler Solidarität

      (Freiburg, 06. März 2022) Mit einem Gottesdienst im Freiburger Münster ist am Sonntag die diesjährige Fastenaktion von MISEREOR eröffnet worden – überschattet vom Krieg in der Ukraine. Bis Ostern wird das katholische Werk für Entwicklungszusammenarbeit im Rahmen der Aktion bei zahlreichen Veranstaltungen und Benefiz-Aktionen über seine Projekt-, Lobby- und Advocacy-Arbeit informieren und um Spenden werben. MISEREOR arbeitet in 87 Ländern Afrikas, Asiens und Lateinamerikas mit Partnerorganisationen zusammen. Im Mittelpunkt aller Aktivitäten unter dem Motto „Es geht! Gerecht.“ stehen 2022 Projekte zur Anpassung an den Klimawandel in Bangladesch und auf den Philippinen sowie die gemeinsame Verantwortung für Wege zur globalen Klimagerechtigkeit. Der Gottesdienst wurde vom ARD-Fernsehen live übertragen.

      Der Freiburger Erzbischof Stephan Burger schlug in seiner Predigt einen Bogen von den Krisen in Ländern des Globalen Südens zu den aktuellen schrecklichen Ereignissen in der Ukraine. Es sei vollkommen nachvollziehbar, dass die verheerenden Nachrichten aus Osteuropa die Menschen in Deutschland derzeit stark beschäftigten, Ängste und Verunsicherung auslösten. Aber: „Mag der Krieg in der Ukraine in unserem Denken und Fühlen auch das beherrschende Thema sein, so richten wir heute dennoch ganz bewusst unseren Blick auf die weltweite Not.“ Globale Solidarität dürfe auch angesichts der Kämpfe im Osten unseres Kontinents nicht in den Hintergrund rücken. Der Weg aus den verschiedensten aktuellen Notlagen durch die Erderhitzung sei nur gemeinsam möglich.

       

      Auch kleine Maßnahmen wirken

      Burger nannte als Beispiele die zunehmende Zahl von Dürren, Stürmen und Überflutungen weltweit und mahnte die Menschen in Deutschland, ihrer Verantwortung für mehr Klimagerechtigkeit gerecht zu werden. „Wir sehen im globalen Süden wie im globalen Norden, dass Veränderungen möglich sind, dass schon kleine Maßnahmen etwas bewirken und zum Vorbild für andere werden können. Wir sehen, dass der Einsatz für unser gemeinsames Haus, wie es Papst Franziskus immer wieder umschreibt, ein Ziel hat, nämlich umzukehren, hin zu Gott und einer gesellschaftlichen Nächstenliebe, die alles, was lebt, einschließt“, sagte der Erzbischof.

      „Wenn wir mit Gott in Beziehung sind, dann relativieren sich alle Reichtümer, die Menschen für sich horten, und sämtliche Besitzansprüche, die wir haben. Diese sind eben nicht Selbstzweck, sondern sie sind uns gegeben, um für notleidende Menschen zu sorgen, um uns barmherzig gegenüber anderen zu zeigen.“ Eine Gottvergessenheit und Rücksichtslosigkeit gegenüber der Schöpfung, die seit dem Beginn des Industriezeitalters zu einer Ausbeutung von Mensch und Umwelt geführt habe, könne und dürfe nicht als unumkehrbar gesehen werden, so Burger. „Die Fastenaktion möchte genau hier Lösungswege aufzeigen, damit wir als Gemeinschaft an einer Veränderung arbeiten.“ Deshalb müssten wir an uns selbst Fragen stellen: Wovon lebe ich? Wofür setze ich mich ein? Was kann ich teilen?

       

      Klimaneutralität ist keine Zauberei

      MISEREOR-Hauptgeschäftsführer Pirmin Spiegel eröffnete die Fastenaktion ebenfalls mit einem Appell: „Schon lange ist klar, dass wir nicht so weiterleben, weiter konsumieren und weiter wirtschaften können wie bisher, wenn wir der Klimakrise ernsthaft begegnen wollen. Klimaneutralität ist keine Zauberei. Sie ist erreichbar und notwendig, jedoch nicht halbherzig. Jede und jeder kann sich engagieren und zum Motor von Veränderung werden. Mit unseren Partnern im Globalen Süden sind wir überzeugt: Es geht! Gerecht.“

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      Kontakt

      Weitere Informationen

      Bilder vom Eröffnungsgottesdienst und dem anschließenden Empfang finden Sie unter diesem Link.

      Die Fotos können mit dem Bildhinweis „MISEREOR/Patrick Seeger“ honorarfrei verwendet werden.