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      Abiy Ahmed, Donald Tusk
      © picture alliance
      Aachen, 11.10.2019

      Zum Nobelpreis: Ein großes Hoffnungszeichen

      (Aachen, 11. Oktober 2019) MISEREOR hat die heute bekanntgegebene Entscheidung über die Vergabe des Friedensnobelpreises ausdrücklich begrüßt. „Die Verleihung des bedeutendsten Friedenspreises der Erde an den äthiopischen Versöhner Ahmad Abyi ist ein großes Hoffnungszeichen für viele Menschen, die nicht nur auf dem afrikanischen Kontinent unter Kriegen und Repression leiden“, sagt MISEREOR-Hauptgeschäftsführer Pirmin Spiegel.

      „Abyis mutiges Handeln verdient großen Respekt und die Unterstützung der Weltgemeinschaft, auch wenn viele Probleme in Äthiopien noch lange nicht gelöst sind“, so der Chef des Werks für Entwicklungszusammenarbeit.
      Spiegel würdigt ausdrücklich den Friedensschluss mit Eritrea nach 20 Jahren Krieg. Außerordentlich verdienstvoll sei auch die Freilassung Tausender politischer Gefangener durch die Regierung unter Ahmad Abyi und die Einladung an die bewaffneten Oppositionsgruppen, ins Land zurückzukommen und sich freien Wahlen zu stellen.

      Ermahnung an die Weltgemeinschaft
      „Gleichzeitig ist diese Preisverleihung auch eine Ermahnung an die Weltgemeinschaft und die Regierung im Nachbarstaat Eritrea, die unbändige Hoffnung und Sehnsucht der Menschen auf friedvollen Wandel auch in ihrem Land nicht zu vergessen. Die vergangenen Wochen und Monate dort zeigen, dass die innenpolitische Haltung des Präsidenten Afewerki bislang in die gegenteilige Richtung weist, auch gegenüber Partnerorganisationen von MISEREOR“, betont Spiegel.

      Der innerhalb der Deutschen Bischofskonferenz  für MISEREOR zuständige Freiburger Erzbischof
      Stephan Burger erklärte zur Bekanntgabe des Nobelpreises: „Ich freue mich sehr über den Friedensnobelpreis für Premierminister Abiy Ahmed. Bei einem Besuch von Hilfsprojekten in Äthiopien konnte ich selbst ganz intensiv erleben, wie wichtig der Friede zwischen den Nachbarvölkern für die Menschen dort ist. Nicht zuletzt die Öffnung der Grenze zu Eritrea, die ich im vergangenen Frühjahr miterleben konnte, mit all der Hoffnung, die die Menschen diesseits und jenseits der Grenze gemeinsam haben, ja auch die bei mir hervorgerufene Erinnerung an den Mauerfall in Deutschland vor 30 Jahren, zeigen überdeutlich, dass sich die Zukunft nur im Miteinander und nicht im Gegeneinander gestalten lässt.
      Alles, was diesen Frieden voranbringt, kann ich nur ausdrücklich begrüßen und unterstützen. Und die Kirche will dazu ihren Beitrag mit ihren Mitteln und Möglichkeiten leisten."

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