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Plakatmotiv zur MISEREOR-Fastenaktion
Aachen, 5. März 2017

"Die Welt ist voller guter Ideen. Lass sie wachsen"

Das Werk für Entwicklungszusammenarbeit MISEREOR eröffnet am Sonntag im Dom zu Trier seine Fastenaktion 2017

(Trier, 5. März 2017) MISEREOR eröffnet an diesem Sonntag mit einem festlichen Gottesdienst im Dom zu Trier die Fastenaktion 2017.

Bis Ostern will das Werk für Entwicklungszusammenarbeit auf die Ideen und Potenziale der Menschen in Afrika aufmerksam machen und bittet bei zahlreichen Veranstaltungen und Aktionen um Spenden für seine Projekt- und Lobbyarbeit in Afrika und dem Nahen Osten, in Asien und Ozeanien sowie in Lateinamerika. Höhepunkt der Fastenaktion ist am 2. April der fünfte Fastensonntag, an dem in den mehr als 10.000 katholischen Pfarrgemeinden Deutschlands für MISEREOR gesammelt wird.

MISEREOR-Hauptgeschäftsführer Pirmin Spiegel warb bei einer Pressekonferenz im Vorfeld der Eröffnung für eine andere Sichtweise auf Afrika. Dieses sei nicht nur ein Kontinent der Krisen, Krankheiten, Korruption, Katastrophen und Kriege. In Burkina Faso, dem Beispielland der diesjährigen Fastenaktion, wie auch in zahlreichen anderen Staaten Afrikas seien enorme Potenziale vorhanden, die MISEREOR gemeinsam mit seinen Partnerorganisationen stärken wolle. "Burkina Faso hat findige Bäuerinnen und Bauern, die mit großer Kraft und unerschöpflicher Kreativität nach Lösungen für ihre alltäglichen Probleme suchen und dabei selbst die wissenschaftliche Agrarforschung mit ihren Erfolgen bereichern", sagte Spiegel. "Menschen in Burkina Faso bringen Erstaunen hervor mit Innovationen, wie man mit einfachsten Mitteln erfolgreicher Landwirtschaft betreiben kann - etwa, indem sie Medikamente gegen Krankheiten ihrer Nutztiere  entwickelt haben, die mittlerweile auch staatlich anerkannt sind." Vor diesem Hintergrund stehe die Fastenaktion unter dem  Leitwort: "Die Welt ist voller guter Ideen. Lass sie wachsen."

Kardinal Philippe Ouédraogo, Erzbischof  von Ouagadougou, wies darauf hin, dass Burkina Faso zu den Ländern der Welt zählt, die einen besonders hohen Anteil an Menschen haben, die unterhalb der Armutsgrenze leben. Rund 80 Prozent der Bewohner bestritten ihren Lebensunterhalt mit Landwirtschaft und Viehhaltung. Er lobte die von MISEREOR geförderte Organisation DIOBASS, mit dessen Hilfe Bäuerinnen und Bauern eigene Mittel gegen die Pockenseuche beim Vieh und gegen Hühnerkrankheiten entwickelt hätten. Die MISEREOR-Partnerorganisation PASMEP unterstütze Landwirte darin, ihre Milchproduktion zu steigern. "Burkina Faso ist ein Land, das selbstbewusst auf seine Errungenschaften zurückgreifen will, um die anstehenden Aufgaben zu meistern", betonte der Kardinal.
Der Trierer Bischof Dr. Stephan Ackermann erklärte, die MISEREOR-Fastenaktion sei ein Element des starken weltkirchlichen Profils seines Bistums. Seit 55 Jahren pflege die Diözese Trier eine Partnerschaft mit Bolivien, durch die Caritas sei das Bistum zudem mit der Ukraine verbunden. "Weltweites Engagement ist in vielen Pfarreien und Orten verankert."
 
In seiner Diözese habe die jährliche Fastenaktion einen hohen Stellenwert, erkennbar an den vielen Frühschichten, Fastenessen und Aktionen wie dem MISEREOR-Coffee Stopp. Im Jahr 2016 haben die Gläubigen in der MISEREOR-Kollekte und mit direkten Spenden rund 2,71 Millionen Euro für das Aachener Hilfswerk zur Verfügung gestellt. Ackermann machte sich jüngst bei einer Reise nach Burkina Faso selbst ein Bild über die Vor-Ort-Arbeit von MISEREOR. Dabei habe bei  ihm besonders die konsequente Partnerorientierung von MISEREOR bleibenden Eindruck hinterlassen.

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