Aachen, 29. September 2017

Bischöfe bestätigen Spiegel als MISEREOR-Chef

(Aachen, 29. September 2017) Die deutsche Bischofskonferenz hat Pirmin Spiegel für weitere sechs Jahre in seinem Amt als Hauptgeschäftsführer und Vorstandsvorsitzender des Werks für Entwicklungszusammenarbeit MISEREOR bestätigt.

"Seit seinem Amtsantritt im Frühjahr 2012 hat sich Herr Spiegel unermüdlich und mit großer Kraft und Ausstrahlung für die Ärmsten und Verletzlichsten dieser Erde eingesetzt. Dabei kommen ihm seine reichen Erfahrungen als Missionar in Brasilien zugute. Mit ihm an der Spitze hat MISEREOR sein Profil weiter geschärft und sich als wichtiger Akteur der Entwicklungszusammenarbeit international viel Anerkennung erworben", sagte der für MISEREOR zuständige Freiburger Erzbischof Stephan Burger.

Reichhaltige Erfahrungen in Brasilien

Der 1957 im rheinland-pfälzischen Großfischlingen geborene Spiegel war von 1990 bis 2003 und wieder seit August 2010 als Missionar in Brasilien tätig. Er stammt aus einer Bauernfamilie, studierte in Frankfurt/St. Georgen Philosophie und Theologie und wurde am 7. Juni 1986 zum Priester geweiht. Bis 1990 wirkte er als Kaplan und Pfarradministrator in Kaiserslautern und als CAJ-Kaplan des Bistums Speyer. Danach war er bis 2000 im brasilianischen Bundesstaat Maranhão in Lima Campos (Bistum Bacabal) als Pfarrer von drei Pfarreien mit 67 Gemeinden in drei Landkreisen tätig. Bis 2003 war er für die Ausbildung von Laienmissionaren in Maranhão und darüber hinaus freigestellt. Von 2004 bis 2010 arbeitete Spiegel wieder in Deutschland als Pfarrer in der Pfarreiengemeinschaft Blieskastel-Lautzkirchen. Im Sommer 2010 kehrte er noch einmal nach Brasilien zurück, um in verschiedenen Ländern Lateinamerikas in der Ausbildung und Begleitung von Laienmissionaren zu arbeiten. Im Dezember 2012 wurde Spiegel von Papst Benedikt XVI. zum päpstlichen Ehrenkaplan (Monsignore) ernannt.

"Wie wollen und wie werden wir leben?"

Als Hauptgeschäftsführer von MISEREOR setzte sich Spiegel seit seinem Amtsantritt unter anderem vehement für ein grundlegendes Umdenken hinsichtlich einer Lebens- und Wirtschaftsweise ein, die zu viele Menschen ausschließt und die natürlichen Grenzen des Erdplaneten zu wenig im Blick hat. Der von ihm angestoßene Diskussionsprozess unter dem Leitgedanken "Wie wollen und wie werden wir leben?" soll verdeutlichen, wie wenig zukunftsfähig der derzeit gängige Lebensstil nicht zuletzt in Deutschland ist. Die von Papst Franziskus veröffentlichte Enzyklika "Laudato Sí" betrachtet Spiegel als entscheidende Orientierungsmarke auf der Suche nach Wegen hin zu einer größeren Gerechtigkeit, die den unerhörten Schrei der Armen und der Erde hört. Nicht zuletzt plädiert Spiegel immer wieder für einen respektvolleren und stärker auf Augenhöhe geführten Dialog mit den Projektpartnern in der
Entwicklungszusammenarbeit, die oftmals am besten wüssten, wie eine nachhaltige Verbesserung ihrer Lebensumstände verwirklicht werden könne. Aus dieser Grundüberlegung heraus entstand auch das Motto der jüngsten MISEREOR-Fastenaktion "Die Welt ist voller guter Ideen. Lass sie wachsen."

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