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      Aachen, 02. Mai 2020

      Bekämpfung von Corona- und Klimakrise verbinden

      Zum Erdüberlastungstag für Deutschland am 3. Mai äußert sich Pirmin Spiegel, Hauptgeschäftsführer von MISEREOR:

      „Auf Deutschland bezogen haben wir bereits an diesem Wochenende alle Ressourcen, die sich im Laufe des Jahres regenerieren könnten, aufgebraucht und mehr Schäden angerichtet, als der Planet tragen kann. Darauf macht das Global Footprint Network mit dem symbolischen Welterschöpfungstag aufmerksam.

      Für ein ‚Weiter wie bisher‘ in Deutschland bräuchte es 3 Planeten. Darüber kann auch die Atempause für Klima und Umwelt durch die staatlichen Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie nicht hinwegtäuschen. Sie konnten in der Analyse noch nicht berücksichtigt werden. Die Coronakrise darf nicht alle Kräfte absorbieren und uns den Blick auf die Klima- und Erdsystemkrise verbauen. Wir wissen um die Wirkungen eskalierender globaler Erwärmung. Die Heuschreckenplage in Ostafrika, Taifune im Pazifik und der erneut angekündigte Dürresommer in Deutschland bestärken die Sorgen. Die Wissenschaftler warnen, dass sich das Zeitfenster zur Bewältigung der Klimakrise schließt und Klimaschutz sowie die Unterstützung zur Anpassung an und den Umgang mit nicht vermeidbaren Klimawandelfolgen keinerlei Aufschub erlauben.

      Gefährlicher Klimawandel kann durch ambitioniertes Handeln – wie die Corona-Krise – vermieden werden. Die Bekämpfung der Corona- und Klimakrise gilt es zu verbinden.

      Kommende Konjunkturprogramme müssen als Chance genutzt werden für Maßnahmen, die sich am Gemeinwohl orientieren, das allen Menschen weltweit zugutekommt. Zugleich sollten sie als Leitplanken die Einhaltung des Pariser Klimaabkommens, die UN-Nachhaltigkeitsziele und die Prävention von Klimakrisen zum Ziel haben. Es gilt, in die Resilienz von Gesellschaften zu investieren.“

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