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      Vier Kinder stehen draußen vor einem Zelt
      © VUSAF/MISEREOR
      Aachen, 17. August 2021

      Afghanistan: Hilfe muss weitergehen

      Projektpartner arbeiten unter schwierigen Bedingungen weiter

      In Afghanistan überstürzen sich die Ereignisse. Angesichts des Leids und der Gefahr, der die afghanische Bevölkerung ausgesetzt ist, mahnt Anna Dirksmeier, Afghanistan-Expertin bei MISEREOR, den Menschen jede mögliche Form der Hilfe und Unterstützung zukommen zu lassen:

      "Die aktuelle Lage in Afghanistan ist auch vom Westen mitverursacht. Deutschland hat deshalb die moralische Verpflichtung, alles zu tun, um das Leid der Zivilbevölkerung zu mindern und den Menschen unsere Unterstützung zu versichern. Das ist das Mindeste, was wir in dieser Situation tun können, tun müssen. Die Menschen fühlen sich buchstäblich von aller Welt verlassen.

      Die Aussagen der EU, dass Entwicklungshilfe für Afghanistan künftig konditioniert werden soll, sehen unsere Partner mit Sorge, denn die Hilfe der internationalen Staatengemeinschaft ist dringend erforderlich. Sie fürchten, dass Hilfen gänzlich ausbleiben könnten, wenn sie vom Engagement der Taliban für eine umfassende Friedenslösung und der Achtung der Grundrechte abhängig gemacht werden. Ohne Zweifel müssen die Wahrung bzw. Wiederherstellung der Menschenrechte das leitende Ziel einer jeden Politik sein. Es muss mit den Taliban weiterverhandelt und um Menschenrechte, Frieden und gute Staatsführung gerungen werden, da diese die Grundlage für die Zukunft der Menschen und die zukünftige Zusammenarbeit bilden. Allerdings befürchten unsere Partner in der jetzigen Situation, dass eine Kürzung der Entwicklungshilfe die Zivilbevölkerung in Afghanistan hart treffen würde.

      Unsere Projektpartner berichten schon jetzt, dass Flucht und Verelendung seit dem Vormarsch der Taliban dramatisch zugenommen haben. Rund vier Millionen Flüchtlinge müssen in Afghanistan humanitär versorgt werden. Zudem muss eine konstruktive Lösung für die Aufnahme von Flüchtlingen gefunden werden, die das Land verlassen mussten.

      MISEREOR unterstützt in Afghanistan aktuell zwölf Projekte, mit einem Gesamtvolumen von 7,5 Millionen Euro. Schwerpunkt der Hilfe ist die Förderung von Frauen, Gesundheits- und Bildungsprogrammen, ländliche Entwicklung und sowie Friedensförderung. Wir stehen in engem Kontakt mit unseren Projektpartnern. Sie setzen alles daran, an der Seite der Bedürftigen zu bleiben, insbesondere die Frauen und Mädchen zu schützen und die Bildungsprogramme für sie aufrechtzuerhalten. Im Moment haben sie die Hoffnung, dass dies gelingen kann."

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      dieses Foto von Anna Dirksmeier zur Verfügung unter: https://my.hidrive.com/lnk/l6BJJ9vn ©MISEREOR

      Fotos aus den Projekten in Afghanistan finden Sie unter: https://my.hidrive.com/share/jk.si.duuh ©VUSAF/MISEREOR