Klimapolitik in Städten ohne Vertreibung

MISEREOR-Konferenz 2016

Für eine Verankerung menschenrechtlicher Grundsätze in der städtischen Agenda

31. Mai 2016, 9:00-14:00 Uhr, Berlin

Internationale Fachtagung zur Vorbereitung des 3. UN-Weltgipfels zu Wohnungswesen und nachhaltiger Stadtentwicklung (Habitat III)


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Der 3. UN-Weltgipfel zu Wohnungswesen und nachhaltiger Stadtentwicklung, der vom 17. bis 20. Oktober 2016 in Quito, Ecuador, stattfindet, soll die Umsetzung der Nachhaltigen Entwicklungsziele für den Bereich der Städte konkretisieren. Dabei spielen die Herausforderungen durch den Klimawandel eine besondere Rolle. Städte stoßen ca. 75% der Klimagase aus, sie beanspruchen zwei Drittel des Weltenergiebedarfs. Ziel der Konferenz ist es, ein neues Leitbild für nachhaltige Stadtentwicklung zu erarbeiten, die „New Urban Agenda“. Doch wie können im Rahmen dieses ökologischen Ansatzes notwendiger Klimawandelanpassung, des Klimaschutzes und der Resilienz die Rechte armer Menschen berücksichtigt und Vertreibungen verhindert werden?

Städtische Arme sind sehr stark von den Folgen des Klimawandels betroffen und von den Auswirkungen der Investitionen in Klimaschutz und Klimawandelanpassung, die in vielfacher Weise stattfinden. Ihre Siedlungen liegen häufig in Gefahrenzonen, an Flussufern, am Meer, an Straßen, an steilen Hängen, in Überschwemmungsgebieten oder unter Starkstrommasten. Im Rahmen der Anpassung an den Klimawandel werden Dämme und Deiche, Kanäle und Pumpstationen gebaut und Überlaufflächen eingerichtet. Diese Infrastrukturmaßnahmen betreffen sehr häufig unmittelbar die Wohngebiete informeller Siedler. Ihnen werden jedoch keinerlei Berücksichtigung, Mitsprache, Kompensation und grundlegende Rechte gewährt. Von entsprechenden Maßnahmen sind Millionen Menschen betroffen.

Gemeinsam möchten wir der Frage nachgehen, wie menschenrechtliche Grundsätze in die Diskussionen um eine nachhaltige und inklusive Klimapolitik aufgenommen werden können und müssen. Anschließend möchten wir mit Vertretern der Zivilgesellschaft und Politik diskutieren, welche Forderungen sich daraus für die deutsche Politik im Vorfeld der Habitat III-Konferenz ergeben, konkret in Bezug auf Förderrichtlinien, Programme und zukünftige Strategien der Entwicklungszusammenarbeit und Umweltpolitik.


„Städte sind die Orte, an denen der Kampf um Nachhaltigkeit gewonnen oder verloren wird.“
(UN Generalsekretär Ban Ki-Moon)


Programm der Konferenz

9:00
Registrierung

9:15
Begrüßung

Prälat Dr. Karl Jüsten, Leiter des Kommissariats der deutschen Bischöfe, Katholisches Büro in Berlin

9:30
Klimapolitik auf dem Weg von Paris nach Quito

Dr. Matthias Schmoll, Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit, Referat KI II 3 (Internationale Angelegenheiten „Umwelt und Energie“ sowie „Umwelt und Bau und Stadtentwicklung“, OECD und Zusammenarbeit mit OECD-Ländern)

Klimagerechtigkeit und soziale Gerechtigkeit im städtischen Raum
Dr. Almuth Schauber, Fachreferentin städtische Entwicklung, MISEREOR

Länderperspektive 1: Laguna Lakeshore Express Way Dike, Metro-Manila, Philippinen
Alfredo Bernarte Jr, Advocacy Officer Urban Poor Associates, MISEREOR-Partnerorganisationen

10:35

Kaffeepause

11:05
Länderperspektive 2: Douala / Nkomba, Kamerun – Infrastrukturausbau und Vertreibungen

Elisabeth Mekougou Obama, Initiatorin des Projekts Évictions, CODAS Caritas, Douala MISEREOR-Partnerorganisation

Wissenschaftliche Perspektive
Prof. Dr. Frauke Kraas, Geographisches Institut, Universität zu Köln

Moderation: Kathrin Schroeder, MISEREOR


11:50
Schlussrunde: Klimapolitik und Städte gerecht gestalten - Anforderungen an die deutsche Politik


Klaus Mindrup SPD, Ausschuss für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit

Shivani Chaudhry Housing and Land Rights Network, Neu-Delhi, Indien, MISEREOR-Partnerorganisation

Dr. Tania Rödiger-Vorwerk, Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Unterabteilung Nachhaltige Entwicklung, natürliche Ressourcen, Wirtschaft und Infrastruktur

Dr. Christiane Averbeck, Geschäftsführerin, Klima-Allianz Deutschland

Moderation: Dr. Klaus Schilder, MISEREOR


Schlussworte

Dr. Ilona Auer-Frege

13.00

Ende der Veranstaltung


Programm der Fachtagung

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Klimapolitik in Städten ohne Vertreibung

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VKU Forum, Raum II-IV
10115 Berlin
Invalidenstr. 91 


Die Veranstaltung wird Deutsch-Englisch übersetzt.