Der Weltrisikobericht ermittelt jährlich Daten zur Anfälligkeit gegenüber Naturkatastrophen. Graphik: Weltrisikobericht 2016

WeltRisikoBericht

Welche Weltregionen sind durch Naturereignisse besonders betroffen? Der WeltRisikoBericht 2016 zeigt mit seinem Schwerpunktthema, in welcher Weise Logistik und Infrastruktur maßgeblich mitentscheiden, ob aus einem extremen Naturereignis eine Katastrophe wird.

Das Ergebnis des Weltrisikoberichts belegt eindrücklich: Eine schlechte Infrastruktur und unzureichende Logistik erhöhen in enormer Weise das Risiko, dass aus einem extremen Naturereignis eine Katastrophe wird. Und: Die Hilfe durch lokale Organisationen wird immer wichtiger, da sie viel schneller und bedarfsorientierter ist.


„Bei Hilfsmaßnahmen nach extremen Naturereignissen liegen die Herausforderungen meist am Schluss der Logistikkette: den Transport trotz zerstörter Straßen oder Brücken zu organisieren und bei Knappheit von Wasser, Essen und Unterkünften eine gerechte Verteilung zu gewährleisten", erklärt Peter Mucke, Projektleiter des WeltRisikoBerichts und Geschäftsführer des Bündnis Entwicklung Hilft.

"Wir müssen weg vom Mythos, dass die Staatengemeinschaft heldenhaft quasi einmarschiert und das Land wieder aufbaut für die armen betroffenen Menschen vor Ort", sagt Martina Comes, Professorin an der Universität Agder in Kristiansand. Akteure vor Ort, zum Beispiel zivilgesellschaftliche und kirchliche Organisationen, sind oft am besten mit den lokalen und kulturellen Gegebenheiten vertraut und kennen die Menschen, die am dringendsten Hilfe benötigen. Sie sind die Ersten, die im Katastrophenfall aktiv werden können und sind auch dann noch da, wenn die internationalen Hilfsorganisationen schon wieder weg sind.

WeltRisikoIndex 2016

Wichtiger Bestandteil des Berichts ist der WeltRisikoIndex. Der Index bewertet das Katastrophenrisiko von 171 Ländern durch eine kombinierte Analyse von Naturgefahren und Verwundbarkeit der Gesellschaft. Dabei weist auch 2016 der Inselstaat Vanuatu das größte Risiko auf. Deutschland liegt auf Rang 147.

Die Hotspot-Regionen des Katastrophenrisikos befinden sich in Ozeanien, Südostasien, Zentralamerika und im südlichen Sahel. Unter den 15 Ländern mit dem höchsten Katastrophenrisiko sind sechs Inselstaaten vertreten. Auch die übrigen neun Länder liegen am Meer. Sie sind Naturgefahren wie Überschwemmungen, Wirbelstürmen und dem Anstieg des Meeresspiegels in besonderem Maße ausgesetzt.


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