Fleischkonsum

Dein Steak kann die Welt verändern.

Industrielle Fleischproduktion braucht sehr viel Futtermittel. Auf fast einem Drittel der weltweiten Äcker werden Nahrungsmittel für die Massentierhaltung angebaut. Um mehr Anbaufläche zu schaffen, werden nicht nur Regenwald und Savanne vernichtet, sondern auch Kleinbauern von ihrem Land vertrieben. Vor allem in Südamerika. In Argentinien sank die Zahl der Agrarbetriebe zwischen 1988 und 2008 von 421.000 auf 270.000. Heute gehört dort 2% der Agrarunternehmen mehr als 50% der Nutzfläche. Vom Futtermittelanbau profitieren also nur wenige Großkonzerne. Kleinen, unabhängigen Bauern und ihren Familien nimmt er ihre Existenzgrundlage.

Noch bizarrer: Die EU exportiert billiges Fleisch aus der Massentierhaltung in Entwicklungsländer, zum Beispiel nach Afrika. Gegen die Dumping-Preise können sich lokale Produzenten nicht durchsetzen. Auch sie verlieren so ihre Existenzgrundlage.

Das alles heißt nicht, dass Du kein Fleisch mehr essen sollst. Aber es hilft der Welt, wenn Du auf billiges Fleisch verzichtest, und dafür regional einkaufst – von Schlachtern oder Bauern, die ihr Fleisch ohne Futtermittel aus Übersee herstellen. Beim Bio-Bauern bist Du eigentlich immer auf der sicheren Seite.

Natürlich ist solches Fleisch teurer als das aus dem Supermarkt. Doch wenn Du es schaffst, seltener Fleisch zu essen, aber dafür besseres, ist der Welt schon sehr geholfen. Und Dein Geldbeutel merkt keinen Unterschied.

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Fair Einkaufen

Eine Tasse Kaffee kann für Zukunft sorgen.


Die Art, wie Du einkaufst, beeinflusst das Leben vieler tausend Menschen in den Ländern des Südens.
Wenn Du zum Beispiel besonders billigen Kaffee in den Einkaufswagen packst oder besonders billige Bananen, kannst Du sicher sein, dass bei den Kaffee- und Bananen-Bauern fast nichts von deinem Geld ankommt. Sie bekommen keinen fairen Preis für die Produkte und ihre Arbeit.

Achte deshalb darauf, wo möglich faire Produkte zu kaufen. Siegel von Vereinigungen wie GEPA, The Fair Trade Company oder fairtrade garantieren Dir, dass die Produzenten gerecht bezahlt wurden und in langfristige Handelsbeziehungen eingebunden sind. Das bedeutet für diese Menschen sehr viel:
Sie können in die Zukunft planen, in die Bildung ihrer Kinder investieren und vor allem können sie von dem leben, was sie tun.

Natürlich sind faire Produkte etwas teurer als normale Produkte. Doch bieten sie Dir einen einfachen Weg, Dich durch bewusstes Einkaufen und bewussten Konsum für eine gerechtere, friedlichere Welt einzusetzen.

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Lebensmittelverschwendung

Wer immer alles aufisst, verbessert die Welt.

Ein Drittel aller Lebensmittel wird jedes Jahr auf der ganzen Welt weggeworfen. In Deutschland werden jährlich bis zu 20 Millionen Tonnen Lebensmittel entsorgt – das entspricht 500.000 Lastwagen. Allein 175.000 dieser Lastwagen gehen übrigens auf unser eigenes Konto: 7 Millionen Tonnen Lebensmittel landen jedes Jahr im Müll privater Haushalte.

Fast 30% des weltweiten Ackerlandes (1,4 Milliarden Hektar) und ein Viertel des weltweiten Wasserverbrauchs (250 km³) der Erde wird für die Produktion von Lebensmitteln verwendet, die schließlich weggeworfen werden. Auch Unmengen Energie und Arbeitskraft werden so sinnlos vergeudet. Und es entstehen 3,3 Milliarden Tonnen CO2-Emissionen.

Das alles lässt sich mit ganz kleinem Aufwand vermeiden: Plane deine Einkäufe. Kaufe nicht zu viele verderbliche Produkte auf einmal, und schau vorm Einkaufen, welche Produkte Du noch da hast. Mach Dich schlau, welches Obst und Gemüse in den Kühlschrank gehört und welches nicht. Und lass Dich nicht vom Mindesthaltbarkeitsdatum blenden: Es ist kein Wegwerfdatum, sondern eine Empfehlung des Herstellers, das Produkt in dieser Frist aufzubrauchen. Mit Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums ist ein Lebensmittel also nicht automatisch schlecht. Verlass Dich einfach auf Deine Sinne: Wenn der Joghurt gut aussieht, riecht und schmeckt, ist er meistens auch noch gut.


Informieren

Hinter die Kulissen blicken hilft.

Zucker, Soja, Palmöl – Inhaltsstoffe klingen harmlos, doch werden sie häufig unter Raubbau und menschenunwürdigen Bedingungen produziert. Für die Ausbreitung von Sojaplantagen werden Kleinbauern in Paraguay vertrieben, den Palmölplantagen in Indonesien fällt der Regenwald zum Opfer, die Arbeitsbedingungen auf vielen Zuckerrohrplantagen weltweit gleichen Sklavenarbeit.

Wenn Du wissen willst, woher das Palmöl in Deinem Haarshampoo kommt, woher das Soja in Deinem Schokoriegel oder der Zucker in Deinem Ketchup stammen musst Du allerdings googeln. Denn die Angaben auf den Waren sind meist dürftig. Bei Bio- und fairtrade-Produkten kannst Du allerdings sicher sein, dass die Inhaltsstoffe "sauber" sind.

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