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      Thema - Corona

      Corona und Impfgerechtigkeit

      Körperliche und geistige Gesundheit sind ein Menschenrecht. Entsprechend sind alle Regierungen verpflichtet, das Recht auf Gesundheit zu schützen, allen Menschen Zugang zu ausreichender Gesundheitsversorgung zu ermöglichen und Benachteiligungen zu überwinden. Dies gilt auch in der Corona-Krise, in der das Recht auf Gesundheit massiv gefährdet ist.



      Niemand ist vor Corona sicher, bis alle geschützt sind

      Wenn die große Mehrheit der Menschen auf der Welt mit einem nachhaltig wirksamen und sicheren Impfstoff geimpft ist oder Zugang zu einer heilenden Behandlung hat, wird die Corona-Pandemie kein schwerwiegendes Problem mehr für die globale öffentliche Gesundheit darstellen. Aber bis dahin ist es noch ein weiter Weg, denn besonders im Globalen Süden sind Menschen durch Covid-19 bedroht.


      Rückschritte im Kampf gegen Krankheiten

      Ein überlastetes Gesundheitswesen sowie ausbleibende Impfstoff- und Medikamentenlieferungen führten dazu, dass Routineimpfungen ausgesetzt und Standardbehandlungen, zum Beispiel bei Menschen mit HIV/Aids sowie Müttern und Kindern sich gravierend verschlechterten. All das führt jährlich zu zusätzlichen Todesfällen in Millionenhöhe. 


      Fehlender Impfstoff gegen Covid-19 im Globalen Süden

      Derzeit kann der weltweite Bedarf an Corona-Impfstoff noch nicht gedeckt werden. Immer noch wurden viel zu wenige Länder im Globalen Süden dabei unterstützt, Impfstoffe zu produzieren. Dadurch fehlt es immer noch an Impfstoff zur Eindämmung von COVID-19 mit fatalen gesundheitlichen, wirtschaftlichen und sozialen Folgen.


      Rückschritte beim Erreichen nachhaltiger Entwicklungsziele

      Die Folgen der Pandemie führen im Globalen Süden zu dramatischen Rückschritten in allen Entwicklungsbereichen, vor allem bei der Bekämpfung von Armut und Hunger sowie der Sicherung von Gesundheitsversorgung und Bildung. Dadurch steht zu befürchten, dass die Zahl der Hungertoten um Millionen steigt und Kinderarbeit zunimmt.

      In mehr und mehr Ländern missbrauchen Regierungen die Corona-Maßnahmen zu politischen Zwecken und schränken Menschenrechte massiv ein. Kontaktbeschränkungen werden gezielt gegen Andersdenkende und Minderheiten eingesetzt. Und die Polizei setzt Lock-Downs mit unzulässigen Übergriffen durch. Zudem hat sexualisierte Gewalt gegen Frauen und Mädchen in der Pandemie weltweit drastisch zugenommen.


      Impf-Ungerechtigkeit gefährdet uns alle

      Das zu geringe Impfstoffangebot im Globalen Süden sowie die unzureichenden Test-, Präventions- und Behandlungsmöglichkeiten gefährden auch den Globalen Norden. Denn solange sich das CoronaVirus in vielen Regionen des Globalen Südens nahezu ungehindert ausbreiten und dabei immer neue Mutationen ausbilden kann, ist die Entstehung von Varianten, die den bislang entwickelten Impfschutz umgehen und möglicherweise noch ansteckender oder folgenschwerer sind, nur eine Frage der Zeit.


      Was MISEREOR tut

      In der Pandemie hat MISEREOR gemeinsam mit seinen Partnerorganisationen die Projektarbeit umfassend angepasst und flexibel gestaltet. Das Missionsärztliche Institut Würzburg, Kooperationspartner im Bereich Gesundheit, unterstützte dabei die Arbeit durch fachliche Begleitung. Logistisch unterstützt wird MISEREOR von der Beschaffungsorganisation BEGECA. So konnten wir in über 400 laufenden Projekten die Prävention und den Schutz vor COVID-19 verbessern, Bildungschancen erhalten, Menschenrechte schützen und die Arbeitsfähigkeit unserer Partnerorganisationen sichern.

      Was Sie tun können

      Die MISEREOR-Partnerorganisationen sind jetzt besonders gefordert. Um schnell zu helfen, hat MISEREOR einen Soforthilfe-Fonds für Gesundheitsprojekte und Härtefälle eingerichtet. Unterstützen Sie mit einer Spende unsere Partner dabei, weiter ihre Arbeit leisten zu können.
      Jetzt spenden



      MISEREOR fordert von der Bundesregierung

      Um die Corona-Pandemie global möglichst schnell zu kontrollieren und letztlich zu überwinden, fordern wir von der Bundesregierung:

      • zum weltweiten Zugang zu Impfstoffen, Tests und Medikamenten für alle Menschen beizutragen;
      • die befristete Aussetzung von Patentrechten und den Technologietransfers zu befördern, um die Kapazitäten der Impfstoffproduktion zu erhöhen;
      • mehr Impfstoffdosen zu spenden, sodass medizinisches Personal und Risikogruppen in allen Ländern weltweit schnell geimpft werden können;
      • Gesundheitssysteme weltweit zu stärken.

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