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      Gerecht ist klüger - unser gemeinsamer Erfolg!

      Die neue Regierung setzt ermutigende Signale in der Klima- und Entwicklungspolitik. Das ist ein riesiger Erfolg, zu dem Sie gemeinsam mit vielen anderen Menschen in Deutschland beigetragen haben! 

      Noch nie gab es so viel Hoffnung, dass Deutschland doch noch auf einen 1,5 Grad-Pfad einschwenkt. Viele unserer Forderungen finden sich in dem Koalitionsvertrag. Oft noch nicht ausreichend abgesichert, aber doch so angelegt, dass wir dies jetzt mit vereinten Kräften gut umsetzen und eine neue Dynamik beim Klimaschutz bekommen können. Wir möchten an dieser Stelle deshalb vor allem Danke sagen – für Ihr Engagement und Ihre Untersützung.

      Konkreter Klimaschutz mit Rückenwind 

      Die wirkliche Arbeit beginnt jetzt, denn an vielen Stellen waren sich die Parteien nicht einig. Wir bleiben deshalb beharrlich. Mit dem Herz an der Seite der Menschen, die heute am meisten unter den Folgen der Klimaerhitzung leiden. Und mit konkreten Vorschlägen, wie zum Beispiel dem Abbau klimaschädlicher Subventionen oder dem Umbau der Landwirtschaft. In Regierung und Parlament brauchen wir jetzt Menschen, die den Mut haben, die Maßnahmen entschlossen und schnell umzusetzen. Und wir brauchen dafür den Rückenwind aus der Gesellschaft. Bleiben Sie deshalb mit uns am Ball! 



      Gratulieren Sie der Regierung mit einem Klimagruß

      Gratulieren Sie jetzt den Mitgliedern der Regierung zu ihrem neuen Amt. Begrüßen Sie die positiven Signale des Koalitionsvertrags, das Klima zu schützen und sich weltweit dafür einzusetzen. Und formulieren Sie Ihre Erwartung, dass all dies jetzt konsequent und schnell umgesetzt wird.

      Das Bundeskabinett: E-Mail-Adressen und Anschriften 

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      Per E-Mail, per Brief oder Postkarte oder über die Social Media-Profile der Abgeordneten: Wählen Sie den für Sie einfachsten Weg!


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      Klimaschutz machen

      Jetzt brauchen wir konkrete Maßnahmen, die sich sich konsequent und kontinuierlich auf das Einhalten der 1,5°C-Grenze orientieren, insbesondere:

      • eine starke Beteiligung Deutschlands an der internationalen Finanzierung zum Klimaschutz, zur Anpassung an die Folgen und zur Bewältigung der Schäden und Verluste,
      • die Abschaffung aller klimaschädlichen Staatsausgaben,
      • einen CO2-Preis, der die Folgeschäden berücksichtigt,
      • Anreize, die Bestände in der intensiven Tierhaltung deutlich abzubauen,
      • den klimafreundlichen Ökolandbau zu stärken – in Deutschland und der Entwicklungszusammenarbeit,
      • eine integrierte nationale Ernährungsstrategie, die dem Klimaschutz dient.

      Sieben Fragen zum Klimaschutz

      Schon die Folgen einer Klimaerhitzung auf 1,5 Grad gegenüber dem vorindustriellen Niveau werden beträchtlich sein. Aber sie können mit dem richtigen Einsatz zumindest abgemildert werden. Jede weitere Klimaaufheizung gleicht jedoch einem Spiel von russischem Roulette. Denn Veränderungen verlaufen in Sprüngen, abrupt und unerwartet. 

      Wenn die Temperatur durchschnittlich über 1,5 Grad Celsius steigt, ist es möglich, dass: 

      • Millionen-Städte, wie Mumbay oder Lagos zu überflutet werden,
      • die Region ums Mittelmeer austrocknet,
      • sich neue und alte Krankheiten verstärkt ausbreiten,
      • viele Tier- und Pflanzenarten aussterben,
      • Mischwälder in Deutschland verschwinden,
      • Millionen von Menschen, ihre Lebensgrundlage verlieren und sich in der Folge eine neue Heimat suchen müssen.

      Vor diesem Hintergrund zählt die Reduktion um jedes Zehntel-Grad. Und damit das gelingt, müssen Treibhausgas-Emissionen in den nächsten zehn Jahren so schnell wie möglich sinken.  

      Klimawandel zeigt sich vielen Menschen in Asien, Afrika und Lateinamerika als Zerstörung und Hunger. Deshalb gehören für MISEREOR Klimaschutz und der Kampf gegen Armut zusammen. Denn der fortschreitende Klimawandel vergrößert die Kluft zwischen den armgemachten und den reich gewordenen Ländern und Menschen. Klimaschutz muss aus unserer Sicht Armut verhindern und so einen Beitrag zu mehr globaler Gerechtigkeit leisten. Deshalb geht es auch darum, die verwundbaren Länder bei der Anpassung an den Klimawandel und bei der Bewältigung von klimabedingten Schäden und Verlusten unterstützen.

      Damit die Zukunft klimagerechter wird, müssen die Industrieländer Verantwortung übernehmen und gemeinsam mit Schwellen- und Entwicklungsländern auf die CO2-Bremse treten. Im Pariser Klimaabkommen hat die Staatengemeinschaft vereinbart, dass die Industrieländer beim Klimaschutz voran gehen. Denn das Ausmaß der Klimakrise ist deshalb so groß, weil bereits seit Ende des 18. Jahrhunderts in steigendem Maß fossile Energieträger genutzt wurden. Die USA und Europa haben die größten Teile dieser „historischen Emissionen“ zu verantworten haben. China, das heute für die meisten Gesamt-Emissionen verantwortlich ist, hat historisch gesehen einen geringeren, wenn auch durchaus beachtlichen Anteil. Aber die historische Perspektive ist wichtig, wenn wir über Gerechtigkeit sprechen.

      Mehr als auf den ersten Blick scheint – denn Deutschland erzeugt nicht nur in den eigenen Grenzen Treibhausgase. Als Industrieland importieren wir Rohstoffe und Waren, deren Herstellung in anderen Ländern Klimagase verursacht haben. Unsere Landwirtschaft importiert Futtermittel, für deren Anbau wertvolle Wälder in Südamerika gerodet werden. Und als Exportnation verkaufen wir klimaschädliche Produkte und Technologien. Das bedeutet zum Beispiel, dass Deutschland auch einen versteckten Anteil an den Emissionen Chinas hat. Oder dass in Südafrika immer noch Kohlekraftwerke unter Beteiligung deutscher Unternehmen gebaut werden. Die Liste von Beispielen, wie deutsche Wirtschaftsaktivitäten klimaschädliche Auswirkungen auf andere Regionen der Welt haben, ist lang. 

      Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die weltweite Strahlkraft einer leistungsfähigen Volkswirtschaft. Deutschland und seine Energiewende waren schon in der Vergangenheit ein weltweites Vorbild. Wenn es uns gelingt, Klimaschutz mit Wohlstand zu vereinen, hat das Modellcharakter für viele andere Länder.  

      Die Liste ist lang, aber ganz oben stehen die Subventionen für: 

      • Kerosin: Energieerzeugnisse, die im inländischen und internationalen Flugverkehr für die gewerbsmäßige Beförderung von Personen oder Sachen verwendet werden, werden aktuell nicht besteuert. 
      • Stromerzeugung: Werden Kohle, Öl und Gas für die Stromerzeugung verwendet, sind sie bisher von der Energiesteuer befreit.
      • Autoverkehr: Das Dienstwagenprivileg, die Entfernungspauschale oder die reduzierte Dieselsteuer tragen dazu bei, dass der Verkehrssektor in den letzten Jahrzehnten keine Treibhausgase reduziert hat.   
      • Tierwirtschaft: Mit 13 Milliarden Euro unterstützt der deutsche Staat Jahr für Jahr die Fleisch-, Milch-und Eierproduktion. Dabei fordert das Umweltbundesamt die Halbierung des Fleischkonsums, denn nur weniger Fleischkonsum bringt nachhaltigen Klimaschutz im Ernährungsbereich.?

      Landnutzung, Landwirtschaft und Ernährung bieten viele Möglichkeiten für Klimaschutz. Denn dieser Bereich ist für etwa ein Viertel der weltweiten Treibhausgas-Emissionen verantwortlich, wenn alle Aspekte, von Abholzung und Düngung über Transport, Verpackung und Abfall, berücksichtigt werden.  

      Die Menschen, die am wenigsten dazu beigetragen haben - denn je stärker Menschen in Armut leben, desto unmittelbarer und schutzloser sind sie klimatischen Veränderungen ausgesetzt. Deshalb leiden bereits heute – aber auch zukünftig – überproportional arme Menschen in Ländern wie Mali, Bangladesch oder Bolivien unter den katastrophalen Folgen des Klimawandels.   

      Die Frage ist aber auch: Wie lebenswert wird die Zukunft unserer Kinder und Enkel in Deutschland sein, wenn in der Welt viele Regionen immer lebensfeindlicher werden? 

      Jede Tonne Kohlendioxid, die nicht in die Atmosphäre gelangt, jede Tonne Kohle und jeder Liter Öl, die nicht verbrannt werden, machen das Problem kleiner. Es ist sinnvoller und wirtschaftlicher, jetzt Emissionen zu vermeiden, als später unabsehbaren Folgekosten zu schultern. Sei es, um die Schäden abzumildern oder mit aufwendigen und riskanten Technologien Treibhausgase wieder einzufangen.  

      Klimafreundliche Politik ist zugleich ein Weg in eine nachhaltigere und gerechtere Welt. Viele der notwendigen Anstrengungen gegen die Klimaüberhitzung haben den Nebeneffekt, dass sie Armut und Elend vor allem in den ärmeren Ländern lindern. 


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      • Herausgeber: BUND, Heinrich Böll Stiftung, MISEREOR
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      • Herausgeber: MISEREOR
      • Erschienen: Juni 2019
      • kostenlos bestellbar

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