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      E-Mail-Aktion: Kein Sparen auf Kosten der Ärmsten

      Setzten Sie sich mit uns dafür ein, dass der Etat für Entwicklungszusammenarbeit erhalten bleibt.

      Direkt zur Aktion

      Die Bundesregierung plant, den Etat des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) um 1,6 Milliarden Euro zu mindern. Selbst bei der Hungerbekämpfung und der Flüchtlingshilfe sieht der Plan Kürzungen vor.

      Schlimme Folgen des Kriegs für ärmere Länder

      Gleichzeitig häufen sich die Nachrichten, dass die steigenden Preise für Nahrungsmittel und Energie infolge des Ukrainekrieges viele Menschen in den ärmeren Ländern in noch mehr Elend stürzen werden. In einigen afrikanischen Ländern (z.B. Somalia, Äthiopien, aber auch in Teilen Kenias) herrschen bereits jetzt massive Hungersnöte. Dazu kommt, dass die Folgen der Pandemie noch lange nicht bewältigt sind und die Klimakrise gerade in den ärmeren Ländern zu mehr Armut und auch zu mehr Konflikten führt. Wobei schon jetzt so viele Millionen Menschen auf der Flucht vor Krieg und Gewalt sind, die meisten von Ihnen innerhalb des eigenen Landes oder in die ebenfalls krisengeschüttelten Nachbarländer.


      Wo bleibt die Gerechtigkeit? 

      Der brutale Krieg in der Ukraine macht uns jeden Tag aufs Neue fassungslos. Er stellt viele Gewissheiten auf den Kopf und führt zu Umwälzungen in der Sicherheits- und Außenpolitik. Und als Bundeskanzler Olaf Scholz wenige Tage nach dem Einmarsch der russischen Armee die hundert Milliarden Euro mehr für die Bundeswehr ankündigte, stieß das auf breite Zustimmung im Parlament.  

      Aber es darf nicht sein, dass diese Entscheidung dazu führt, auf Kosten der Schwächsten zu sparen! Das ist nicht nur ungerecht, sondern auch kurzsichtig. Für MISEREOR bedeutet Sicherheitspolitik gerade auch die Bewältigung von Konfliktursachen. Und dazu tragen Entwicklungszusammenarbeit, zivile Konfliktprävention und Humanitäre Hilfe entscheidend bei. Das zeigt unsere Arbeit in vielen Teilen der Welt. Angesichts der großen Krisen in der Welt – und eben nicht nur in der Ukraine – braucht die zivile Arbeit für Frieden und eine gerechtere Welt deutlich mehr Mittel als bisher – und keine Haushaltskürzung! 

      Die Abgeordneten können noch handeln 

      Die Kürzung der BMZ-Mittel widerspricht außerdem dem Koalitionsvertrag, wo ein 1:1-Verhältnis zwischen Zuwachs von Verteidigungsausgaben und Ausgaben für Entwicklungszusammenarbeit, humanitärer Hilfe und ziviler Konfliktbearbeitung vereinbart wurde.  

      Aufrüstung birgt immer auch die Gefahr einer Militarisierung der Herzen und Köpfe. Lassen sie uns dem entgegenwirken. Lassen Sie uns gemeinsam für eine solidarische Welt einstehen. 

      Setzen wir uns dafür ein, dass die Mittel für die Entwicklungszusammenarbeit nicht gekürzt werden. Noch ist es nicht zu spät, denn der Bundeshaushalt wird erst Ende Mai im Parlament verabschiedet werden.

      Deshalb bitten wir Sie:
      Schreiben Sie jetzt den Abgeordneten ihres Wahlkreises und bitten Sie sie, die Kürzungen zu verhindern . 


      Schreiben Sie Ihren Abgeordneten

      Bis jetzt werden die Etas der einzelnen Ministerien vor allem von den Fachleuten diskutiert. Für fachfremde Abgeordnete wird ein Thema oft erst relevant, wenn es dazu direkte Anfragen aus ihrem Wahlkreis gibt. Schreiben Sie deshalb jetzt den Abgeordneten Ihres Wahlkreises und bitten Sie sie, die Kürzungen zu verhindern.

      Deutscher Bundestag - Abgeordnete

      Einfach nach Postleitzahl oder Ort suchen

      Textvorschlag zum Download (docx)
      von „Kopieren“ und „Einfügen“ bis komplett anders schreiben: Alles ist möglich.

      Per E-Mail, per Brief oder Postkarte oder über die Social Media-Profile der Abgeordneten: Wählen Sie den für Sie einfachsten Weg!

       


      Musterbrief als E-Mail-Vorlage

      Kürzung der Mittel für Entwicklungszusammenarbeit im Bundeshaushalt 

      Sehr geehrte/r, 

      mit Sorge habe ich aus den Medien erfahren, dass die Bundesregierung plant, den Etat des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) um 1,6 Milliarden Euro zu mindern. Selbst bei der Hungerbekämpfung und der Flüchtlingshilfe sieht der Plan Kürzungen vor.  

      Gleichzeitig häufen sich die Nachrichten, dass die steigenden Preise für Nahrungsmittel und Energie viele Menschen in den ärmeren Ländern in noch mehr Elend stürzen wird. Dabei herrschen in einigen afrikanischen Ländern schon jetzt Hungersnöte. Dazu kommt, dass die Folgen der Pandemie noch lange nicht bewältigt sind und die Klimakrise gerade in den ärmeren Ländern zu mehr Armut und auch zu mehr Konflikten führt. Viele Millionen Menschen sind deshalb bereits jetzt weltweit auf der Flucht vor Krieg und Gewalt.  

      Selbstverständlich stellt dieser Krieg viele Gewissheiten auf den Kopf. Und ich teile die Auffassung, dass die Außen- und Sicherheitspolitik neu ausgerichtet werden muss. Aber auf der einen Seite sehr schnell zu entscheiden, hundert Milliarden Euro für Waffen und Ausrüstung der Bundeswehr auszugeben, um dann auf Kosten der Schwächsten zu sparen, empfinde ich nicht nur als ungerecht, sondern auch als fatal für unsere eigene Zukunft. Bedeutet Sicherheitspolitik nicht gerade auch die auch die Bewältigung von Konfliktursachen, welche die Humanitäre Hilfe, die zivile Konfliktbearbeitung und die Entwicklungszusammenarbeit einschließt? Die Kürzung der BMZ-Mittel widerspricht außerdem dem Koalitionsvertrag, wo ein 1:1-Verhältnis zwischen Zuwachs von Verteidigungsausgaben und Ausgaben für Entwicklungszusammenarbeit, humanitärer Hilfe und ziviler Konfliktbearbeitung vereinbart wurde. 

      Daher möchte ich sie bitten, sich persönlich dafür einzusetzen, dass die Mittel für die Entwicklungszusammenarbeit im Bundeshaushalt nicht gekürzt, sondern in angemessener Art und Weise analog zu den gesteigerten Verteidigungsmitteln aufwachsen werden.  

      Mit freundlichen Grüßen 


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